Queer Palm für Doku über die Aktivistin Thérèse Clerc

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Eine Dokumentation über die im Februar verstorbene Feministin Thérèse Clerc erhält in diesem Jahr die Queer Palm, den LGBT-Filmpreis der Filmfestspiele von Cannes. Die Jury sprach von einer zweifachen Auszeichnung. Einerseits für Regisseur Sébastien Lifshitz, der mit „Les vies de Thérèse“ (Die Leben der Thérèse) einen „bewegenden Film“ über und „liebevollen Blick“ auf die Kämpferin kurz vor ihrem Tod gemacht habe. Andererseits für Thérèse Clerc, die privates Leben und politisches Engagement vereint und deutlich gemacht habe, dass unser Begehren und unsere Sexualität Grundlagen für den Kampf um eine gerechtere Gesellschaft sein müssen.

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In Einklang bringen – Rezension zu Livia Prülls autobiografischem Ratgeber „Trans* im Glück“

Buchcover_Trans-im-Glueck_160pxVon und über transsexuelle, transidente Menschen sind meist – und ja auch nicht grundlos – eher leidvolle Biografien zu lesen. Einen anderen Akzent setzt ein Anfang des Jahres erschienenes Buch der Trans*frau Livia Prüll. Schon der Titel „Trans* im Glück“ ist ein Hingucker. Die Unterzeile „Geschlechtsangleichung als Chance“ deutet darauf hin, dass hier jemand eine vollzogene und gelungene Angleichung wertgeschätzt wissen will. Zu oft dominiere der Preis, den Mann/Frau zahlen muss, die Geschichten, sagt Livia Prüll. Dabei könnten sich viele Trans*menschen im neuen Geschlecht freier entfalten.

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Schwarz-grüner Sargnagel

Vorneweg die gute Nachricht: Mit der schwarz-grünen Koalition in Baden-Württemberg, die heute voller Stolz ihren Kollaborationsvertrag präsentiert hat, scheint die fundamentalistische Mülltrennung und damit das gute Gefühl, a) die Welt gerettet zu haben und b) den Nachbarn trotz Erosion der Kehrwochen-Diktatur auch weiterhin sozial kontrollieren zu können, im Schwabenländle weiterhin gesichert.
Das war es denn aber auch mit guten Nachrichten. Für alle Schwule und Lesben (von Transgender ganz zu schweigen) ist dies ein schwarzer Tag. Was es einmal an Einsatz für die Gleichstellung von Homosexuellen gab, ist zur allgemeinen Zusicherung geworden, niemand werde diskriminiert. Alarmglocken sollten immer dann klingeln, wenn Politiker und auch Politikerinnen einem das als Errungenschaft verkaufen, was eigentlich im Grundgesetz zugesichert ist.

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Der Woof zum Samstag – „ΔΙΠΛΑ ΣΟΥ“

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Schon lange keinen Woof mehr verteilt. Aber dieser Videoclip verdient einen, denn er wird von den Machern erste landesweite Kampage Griechenlandes gegen die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung bezeichnet. „ΔΙΠΛΑ ΣΟΥ / An deiner Seite“ kommt ohne Worte aus, allerdings nicht ganz ohne Klischee – aber so ist das nun mal, wenn wir halt alle heiraten wollen. Vorher wird es dann aber noch unerwartet traurig im Video …

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Stell dir vor … es ist einfach nur eine dumme Werbung?

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Homophob oder nur Werbung?

Erst einmal vielen Dank an die Leute von „queer.de“ – ohne ihr heutiges „Bild des Tages“ wüsste ich als Haupt-stadtbewohner gar nicht, dass ich von einer mysteriösen Plakatkampagne ins Grübeln gebracht worden bin. Damit ich nicht so lange grübeln muss, wird mir auch gleich erklärt, dass hinter „Imagine Berlin Without Gays“ und analogen Werbungen in London, Madrid und dem globalen Motiv „Imagine a World Without Gays …“ irgendwie das Israelische Tourismusministerium steckt und es irgendwas mit dem CSD/Pride in Tel Aviv zu tun hat. Puh, Glück gehabt. Dabei dachte man schon, …

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Trauung für alle (jetzt auch in Berlin)

Synode_EKBOIn Berlin-Brandenburg, schlesische Oberlausitz hat die evangelische Kirche sich getraut und die Segnung von Lebenspartnerschaft und Ehe im Traugottesdienst gleichgestellt. Eine gute Entscheidung, die Lust auf mehr macht: Wer traut sich als nächstes?

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Wer zerstört wen? Die Ausstellung „Ken. To be destroyed“ im Schwulen Museum*

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Ginge es in „Ken. To be destroyed“ hauptsächlich um die Geschichte des transsexuellen Onkels in den 1950er- und 1960er-Jahren, man könnte sich die Ausstellung sparen und statt dessen einen biografischen Abriss lesen. Tatsächlich geht es aber darum, was die Künstlerin mit dem historischen Material heute macht. Das ist alles andere als unproblematisch – und darum gut fürs Schwule Museum*.

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