
Es gibt sie noch, die guten Nachrichten, und ich bekenne, dass ich sie dieses Mal zuerst auf dem von mir so oft bemeckerten queer.de lesen konnte: Die niederländische Band Bearforce1 hat sich aufgelöst. Das ist vielleicht traurig für die Bandmitglieder, für die Musikwelt (sofern man bei Bearforce1 überhaupt von Musik sprechen konnte) ist es eine Erleichterung. Nicht jeder Schrott muss veröffentlicht werden, selbst wenn einige nett aussehende Bärchen dazu tanzen. Wobei sie auf ihren Live-Auftritten (sofern man bei soviel Playback von „live“ sprechen kann) ja noch nicht einmal synchron tanzen konnten.
Und haben wir es nicht schon im November 2007 auf diesem Blog orakelt:
„Bearforce 1 wird voraussichtlich 2-3 Jahre durch sämtliche schwule Festivals wie CSD und Bärentreffen geschleift werden. Sofern dann kein Wunder geschieht, werden sie danach in der Versenkung verschwinden – und das ist gut so.“
Das tatsächliche Ende von Bearforce1 ist eine gute Nachricht für die schwule Welt und eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken, ob man es irgendwann nicht doch mal wieder mit Qualität statt dumpfer Folklore versuchen könnte. Der kulturell-künstlerische Standard auf schwulen „Events“ muss ja nicht für alle Zeiten auf Ötzi-Apres-Ski-Stampf-Stampf-Niveau verharren. Mit dem Ende der Band Bearforce1 ist schon mal ein erster Schritt getan.
Ein freundlicherer Nachruf findet sich bei queer.de.