Der Woof zum Samstag – Ty Herndon

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So ein klassischer Bär ist Ty Herndon eigentlich nicht, aber nach seinem Coming-out hat der Country-Sänger einen Woof verdient. Dem “People”-Magazin sagte er diese Woche für alle zum Nachlesen, dass er ein glücklicher schwuler Mann sei! Entsprechend heißt Herndons aktueller Song “Lies I Told Myself”. Ob mit “Lüge” das Verdrängen von Gefühlen richtig umschrieben ist, sei dahingestellt. Eins werde ich Ty Herndon dann doch nicht verzeihen, einen Videoclip von 1996 (ausgerechnet zu meinem Lieblingssong von ihm), der rückblickend mindestens so schwülstig “verlogen” war wie der von George Michael zu “Last Christmas” …

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Schluss mit der Anbiederung!

“Erziehungswissenschaftlerin” Karla Etschenberg, die vor geraumer Zeit mal vorschlug, Pornos im Schulunterricht zu gucken, hat ein wenig von ihrer heiteren Gelassenheit verloren. Und ich erlaube mir, deswegen auch ein wenig von meiner zu verlieren!
Neuerdings gibt Frau Etschenberg erst einem tendenziösen öffentlich-rechtlichen Radiosender, dann einem Nazi-Blatt ein Interview und fürchtet darin, Homosexuelle könnten an deutschen Schulen für homosexuelles Handeln werben. (Bericht queer.de) Besser kann man die Paranoia vor “Homo-Propaganda” gar nicht befördern. Karla Etschenberg ist Mitglied im Fachbeirat der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld. Deren Geschäftsführer zeigt sich recht schockiert und sucht jetzt das “Gespräch” mit Frau Etschenberg.*

Bleibt abzuwarten, ob auch Frau Etschenberg ein Gespräch mit einem Schwulen sucht. Eine Moschee in Berlin sucht es jedenfalls nicht: weiterlesen ‘Schluss mit der Anbiederung!’

Debatte um Sterbebegleitung / Sterbehilfe – Kein schwules Thema?

Im Bundestag gab es gestern die erste Plenardebatte zum Thema Sterbebegleitung. Ohne Fraktionszwang äußerten etwa 50 Abgeordnete ihre teils persönliche Ansichten zum Thema. Es gab in dieser Debatte etwas, das mich berührt hat: Volker Beck sprach konkret die Situation eines schwulen Mannes an, der seinen Lebenspartner beim Sterben begleiten will:

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Konservative Schwule

Gute Homos müssen nicht länger nur Grünen-Wähler, Sozis und noch linkere Linke sein, sondern können auch CDU/CSU wählen. Eigentlich nix Neues, aber neuerdings wird das mit besonderer Aggression vorgebracht und mit der Wendung, dass jetzt die “links” wählenden Schwulen die Bösen sind, die eigentlich an allem Schuld sind. Ein Versuch, mir klar zu werden, was für Vorurteile gegenüber politisch konservativen Schwulen es mir bislang verwehrt haben, diese neue Lehre zu begreifen. Eine kleine, unvollständige Liste als Anfang zur dringend notwendigen Aufarbeitung …

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“Theologe mit Durchsetzungskraft” – auch für Schwule und Lesben? HuK zur Wahl des neuen EKD-Ratsvorsitzenden

Die Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat auf ihrer Synode in Dresden den Bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm zum neuen Ratsvorsitzenden gewählt. Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) sieht in Bedford-Strohm einen “modernen Theologen mit Durchsetzungskraft”, der als “offen und dialogfähig” gelte. Positiv wird hervorgehoben, dass er sich 2013 hinter die EKD-Denkschrift zur Familie stellte, in der die evangelische Kirche erstmals homosexuelle Beziehungen als “gleichwertig” mit heterosexuellen Ehen bezeichnet hatte. Man erwartet von ihm, “dass er sich künftig für die volle Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans-Menschen und Intersexuellen in der Kirche einsetzen wird” – und auch in seiner eigenen Landeskirche noch etwas nachbessert.

In einer Pressemitteilung der HuK heißt es:

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Verbales Getöse für den Stillstand! Wörter, ohne die nichts mehr geht (fährt)

Der aktuelle Streik der Lokführer und die Debatte darüber weisen in ihrer Wortwahl eigentümliche Gemeinsamkeiten mit der schwulen Welt und den sie betreffenden Themen auf. Kennzeichnend ist, dass der faktische Stillstand den verbalen Kampflärm und die personalisierten Feindschaften beschleunigt. Vier Beispiele aktueller Trend-Vokabeln inklusive eines Wortes, das bereits auf die Weihnachtszeit verweist …

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Nicht normal ist nun doch normal – Hessischer CDU-Politiker rudert zurück (und beweist, dass die CDU nur homo-freundlich ist, wenn sie durch andere Parteien dazu gezwungen wird)

Die Geschichte der Toleranz ist auch eine Geschichte der Missverständnisse. “Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt”, hatte Hans-Jürgen Irmer, der schulpolitische Sprecher der CDU Hessen, im Oktober erklärt. Es war seine Reaktion auf die Drängelei des hessischen Grünen-Chef Kai Klose, die Akzeptanz von homosexuellen Menschen an hessischen Schulen zum Thema zu machen. Dies stehe auch im Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Regierung Hessens. Den fand Irmer nicht so wirklich wichtig: “Gut Ding will Weile haben.”
Nun zeigt sich Irmer – wohl auch nach den heftigen Reaktionen auf seine Äußerung – “betroffen”. Auf der Internetseite des CDU-Kreisverbandes Lahn-Dill ist zu lesen:

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