SPD lässt Schwusos-Kandidat abblitzen

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Die SPD hat in Dresden ihren Parteivorstand neu gewählt, darunter auch 37 Beisitzer. Für diesen Posten hatte sich auch der amtierende Bundesvorsitzende der Schwusos (Lesben und Schwule in der SPD) Ansgar Dittmar (38) beworben. Er fiel im zweiten Wahlgang durch. Dies berichtet der Tagesspiegel.
Auf dem Parteitag sollte es auch zwei Anträge geben, die die Arbeit der Schwusos betreffen: Einen Antrag auf Ergänzung des Artikels 3 Absatz 3 Grundgesetz um das Merkmal der sexuellen Identität und einen Antrag zur Anerkennung der Schwusos als Arbeitsgemeinschaft.
Foto: Internetseite Ansgar Dittmar

Schluss mit Bearforce 1 – gut so!

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Es gibt sie noch, die guten Nachrichten, und ich bekenne, dass ich sie dieses Mal zuerst auf dem von mir so oft bemeckerten queer.de lesen konnte: Die niederländische Band Bearforce1 hat sich aufgelöst. Das ist vielleicht traurig für die Bandmitglieder, für die Musikwelt (sofern man bei Bearforce1 überhaupt von Musik sprechen konnte) ist es eine Erleichterung. Nicht jeder Schrott muss veröffentlicht werden, selbst wenn einige nett aussehende Bärchen dazu tanzen. Wobei sie auf ihren Live-Auftritten (sofern man bei soviel Playback von „live“ sprechen kann) ja noch nicht einmal synchron tanzen konnten.
Und haben wir es nicht schon im November 2007 auf diesem Blog orakelt:
„Bearforce 1 wird voraussichtlich 2-3 Jahre durch sämtliche schwule Festivals wie CSD und Bärentreffen geschleift werden. Sofern dann kein Wunder geschieht, werden sie danach in der Versenkung verschwinden – und das ist gut so.“
Das tatsächliche Ende von Bearforce1 ist eine gute Nachricht für die schwule Welt und eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken, ob man es irgendwann nicht doch mal wieder mit Qualität statt dumpfer Folklore versuchen könnte. Der kulturell-künstlerische Standard auf schwulen „Events“ muss ja nicht für alle Zeiten auf Ötzi-Apres-Ski-Stampf-Stampf-Niveau verharren. Mit dem Ende der Band Bearforce1 ist schon mal ein erster Schritt getan.

Ein freundlicherer Nachruf findet sich bei queer.de.

Deutschland nur drittbeliebtestes Reiseziel von US-Homos

Das schwul-lesbische Marktforschungsinstitut Community Marketing, Inc. mit Sitz in San Francisco hat 4.726 Reisende in den USA nach den beliebtesten Reisezielen befragt. Innerhalb ihres eigenen Landes ist New York der Favorit der Homosexuellen (32%), gefolgt von den Städten San Francisco, Las Vegas, Chicago und Los Angeles / West Hollywood. Innerhalb der einzelnen Gruppen steht bei Lesben allerdings Las Vegas auf Platz 1. Fast identische Vorlieben haben die Älteren (über 62 Jahre) und die Jungen (18 – 32 Jahre): Beide Gruppen finden New York und Las Vegas am interessantesten. Gefragt wurde nach Reisen innerhalb des letzten Jahres mit mindestens einer Hotelübernachtung.
Geht es um die beliebtesten europäischen Reiseländer stehen England und Frankreich vor Deutschland auf Platz 3, gefolgt von Italien und Spanien
Als Trend stellten die Marktforscher einen generellen Rückgang an Reisen/Übernachtungen von Schwulen und Lesben fest. Grund ist auch hier die die wirtschaftliche Krise des Landes. Dabei sei der Rückgang bei den sieben meistgenannten Reisezielen eher gering, bei den danach genannten  aber stark.

Zu Robert Enke

„Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen?“
Rilke – Duineser Elegien

Todesstrafe für Schwulen-Mörder bestätigt

Das Höchste Gericht der USA, der U.S. Supreme Court, hat das Todesurteil gegen den Mörder Robert van Hook wieder in Kraft gesetzt. Es war im Jahr zuvor von einem Appellationsgericht in Cincinnati ausgesetzt worden mit der Begründung, Van Hook hätte während des Prozesses 1985 nur eine unzureichende Verteidigung gehabt.
Der heute 49-jährige van Hook hatte im Februar 1985 in einer Schwulenbar ein Opfer gesucht, das er ausrauben konnte. Er traf den 25-jährigen David Self und ging mit ihm in dessen Apartment. Dort würgte er ihn zunächst bewusstlos und erstach ihn dann (die Meldung auf Cincinnati spricht von „verstümmeln“). Van Hook wurde auf der Flucht in Florida verhaftet und von einem Geschworengericht wegen schweren Mordes und schweren Raubes verurteilt.
Der Anwalt van Hooks kündigte an, dass vor dem Appellationsgericht in Cincinnati noch ein weiteres Gnadenersuch anhängig sei.

Quelle: Meldung auf Dispatch Politics; News Cincinnati.com;

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