Posts Tagged 'Bundesstiftung Magnus Hirschfeld'

FDP bringt Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (wieder) unter ihre Kontrolle

Es sind ja zumeist die Grünen, die Queerpolitik und damit verbundene politische Ämter, die über Geld entscheiden, als ihren Erbhof betrachten. Gerade noch wurde für Sven Lehmann eine eigene Position als Queerbeauftragter geschaffen. Nun schlägt das FDP-Imperium zurück und greift mit der Wahl von Ex-Westerwelle-Büroleiter Helmut Metzner als neuem Leiter nach der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH). Honi soit qui mal y pense! Ein alter Disput ums Copyright für die Stiftung geht damit in eine neue Runde. Zweifel an der Eignung von Helmut Metzner scheinen ebenso angebracht wie an der Stiftung selbst, von der die meisten Homosexuellen jenseits des Politbetriebs nicht wissen dürften, dass und wozu es sie überhaupt gibt.

Was ist passiert?

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Bundesstiftung Magnus Hirschfeld hat einen neuen Vorstand … doch nicht: Update 14.1.22

Gero-BauerDas Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld hat den Literatur- und Kulturwissenschaftler Gero Bauer zum neuen geschäftsführenden Vorstand gewählt. Er wird damit Nachfolger von Jörg Litwinschuh-Barthel, der nach zehn Jahren aus dem Amt scheidet. Bauer wurde laut Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz im ersten Wahlgang mit großer Mehrheit gewählt.
Gero Bauer hat Englisch und Geschichte studiert und ist seit 2017 Geschäftsführer des Zentrums für Gender- und Diversitätsforschung an der Universität Tübingen. Derzeit hat er einen Lehr- und Forschungsauftrag im Bereich Queer Theory und englische Literaturwissenschaft an der Universität von Maryland, USA. Er wird das Amt des Vorstands der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in den ersten Monaten des Jahres 2022 antreten. nicht antreten! Update 14.1.22: Wie queer.de meldet, hat Gero Bauer aus „persönlichen Gründen“ abgesagt. Derzeit leitet der wissenschaftliche Referent Daniel Baranowski die Stiftung kommissarisch.

Staatstragend und fern – die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld feiert zehnjähriges Bestehen

BMH_Online-Festakt_10-Jahre

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) feiert heute Abend ihr zehnjähriges Bestehen. Dass dies nur online im Stream stattfindet (Link zum Programm & Stream), ist den Beschränkungen der Pandemie geschuldet und zugleich ein wenig symptomatisch für das Wirken der Stiftung als solches. Zugänglich – im Sinne eines Angebots an gewöhnliche Homosexuelle –  war sie nie.

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Die gefährliche Hybris von LSVD Berlin und Hirschfeld Stiftung

Zwei aktuelle Beiträge bringen auf den Punkt, auf welche Weise man beim LSVD Berlin-Brandenburg wie bei der Hirschfeld Stiftung des Bundes zum Erstarken rechtsnationaler Kräfte beiträgt. Eitle PR-Fotos konterkarieren deren Einsatz für Rechte von Homo- und Transsexuellen. In gefährlicher Selbstüberschätzung machen sie rechtsnationale und antidemokratische Positionen bzw. deren Vertreter hoffähig.

Zunächst sei auf den jüngsten Beitrag „Die Grenellchenfrage“ von Dirk Ludigs auf „Siegessäule.de“ verwiesen:

Dirk Ludigs bezieht sich auf ein Foto von Jörg Steinert vom LSVD Berlin-Brandenburg vom lesbisch-schwulen Straßenfest in Berlin, das Jens Spahn und US-Botschafter Richard Grenell am LSVD-Stand zeigt, sowie auf ein Foto, das Jörg Litwinschuh, Geschäftsführer der Magnus Hirschfeld Stiftung, im Schulterschluss mit Richard Grenell zeigt. Letzteres ist der Aufhänger für einen Beitrag von Johannes Kram im „Nollendorfblog“:

Johannes Kram nennt das Foto „verheerend“, es sei „ein Dokument des reaktionären Zeitgeistes, ein Erfolg der Anführer der Gegen-Emanzipation“. Dem ist ebenso zuzustimmen wie der Aussage von Dirk Ludigs: „Mit diesem Verhalten zeigen Steinert, Litwinschuh und andere eine unfassbare und gefährliche Naivität im Umgang mit dem Trumpismus und der neuen amerikanischen Rechten.“

Meine Meinung zu Grenell und dass er als Botschafter in Deutschland (als Botschafter überhaupt) untragbar ist, habe ich bereits im Mai kundgetan.

An den aktuellen Beispielen zeigt sich, dass das Handeln in zentralen Community-Organisationen wie LSVD und Hirschfeld Stiftung von einer gefährlichen Hybris bestimmt wird. Insofern hoffe ich, dass die Beiträge von Ludigs und Kram – beide haben mit ihren Medien eine große Reichweite – eine Diskussion anregen und die Verantwortlichen in den beiden Institutionen dazu bringen, sich gegenüber der Basis, die zu vertreten sie vorgeben, zu erklären. / ©RH

Nachtrag: Erklärung von Jörg Litwinschuh auf seiner privaten Facebook-Seite.

Nachtrag 2 (Mo.): Der Post scheint vom FB-Profil gelöscht. Ersatzweise Notiz auf „Siegessäule.de“

 

Läuft bei dir – Von einer Community, die es vielleicht gar nicht gibt, und denen, die sie umso energischer vertreten

Blogger-Kollege Steven Milverton hat anlässlich eines Interviews von Ansgar Dittmar von den Schwusos, den Schwulen in der SPD, und Alexander Vogt von der LSU, den Schwulen in der CDU/CSU, die Frage nach der demokratischen Legitimation von „Community-Vertretern“ gestellt. Etwa so:

„Wer hat sie (aus)gewählt? Wer hat sie beauftragt? Wer hat sie auf ihre Pöstchen gesetzt? Ist die Community jemals aufgerufen worden ihre Vertreter zu wählen?“

In einer Art Rundumschlag spricht er sehr vielen ab, eine demokratische Berechtigung zu haben:

„Mit Community-Vertretern sind wohl die gemeint, die von kleinen Gruppen die dem LSVD, dem Schwulen Netzwerk NRW, den Aids-Hilfen, dem Dunstkreis um die Bundesstiftung Magnus-Hirschfeld, den CSD-Vereinen und anderen Zirkel in internen Verfahren mit bestimmten Funktionen betraut wurden. Keiner von ihnen hat eine über die jeweilige Organisation hinausgehende demokratische Berechtigung zur Vertretung der Community.“

Man liest am besten den Beitrag von Steven Milverton in Gänze.

Die folgenden Gedanken meinerseits sind weniger eine Replik auf Milvertons Text, als vielmehr von ihm inspiriert. Wenn ich es recht sehe, ist Milvertons Ärger weit mehr als in mangelnder Legitimation im Umstand begründet, dass sich zunehmend häufiger die Vertreter der Community recht barsch Kritik durch eben jene Community verbitten und selbstherrlich agieren.

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„In der Hand des Kuratoriums“ Bundesregierung bügelt Kritik an Magnus Hirschfeld Stiftung ab

In einer Anfrage hatten die Grünen im Bundestag Kritik sowohl an der Satzung als auch an der Zusammensetzung des Kuratoriums der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld geübt. So sei die Förderung von Bürger- und Menschenrechtsarbeit nicht berücksichtigt worden. Zudem blieben trans- und intersexuelle Menschen unerwähnt, obgleich der Namesgeber, der Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld, zu Trans- und Internsexualität geforscht habe. In ihrer Antwort geht die Bundesregierung  Weiterlesen ‚„In der Hand des Kuratoriums“ Bundesregierung bügelt Kritik an Magnus Hirschfeld Stiftung ab‘

Bundestagsabgeordnete für Kuratorium der Hirschfeld Stiftung benannt

Die personelle Ausgestaltung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld geht einen weiteren Schritt voran. Der Bundestag soll neun Plätze im Kuratorium der Stiftung besetzen. Die Fraktionen des Bundestages haben sich auf eine Liste geeinigt, die dann noch formal vom Bundestag beschlossen werden muss. Dazu gehören: Weiterlesen ‚Bundestagsabgeordnete für Kuratorium der Hirschfeld Stiftung benannt‘

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