Posts Tagged 'Antidiskriminierungsstelle'

Frontalunterricht? Antidiskriminierungsstelle legt Studie zur Situation von LSBTIQ*- Lehrkräften vor

„43,5 Prozent der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, intergeschlechtlichen und queeren (LSBTIQ*) Lehrkräfte in Deutschland gehen an ihrer Schule offen mit ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität um; etwa ebenso viele (43,6 Prozent) sprechen explizit nicht darüber.“

Das ist eines der in dieser Woche von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) vorgelegten Ergebnisse der Befragung von 835 LSBTIQ*-Lehrkräften aus dem gesamten Bundesgebiet, die überwiegend an öffentlichen Schulen unterrichten. Darunter 336 schwule, 310 lesbische, 110 bisexuelle sowie 28 Trans*- und 8 Inter*-Personen. Die Studie ist nicht repräsentativ, wird aber von der ADS als exemplarisch für Erfahrungen von homo- und bisexuellen Lehrerinnen und Lehrern betrachtet.

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EuGH-Urteil: Fußballverein kann schwulenfeindliche Äußerungen seines Eigentümers nicht ignorieren

Schwulenfeindliche Äußerungen des Eigentümers eines Fußballvereins sind auch Sache des Fußballvereins selbst – sie können dazu führen, dass der Verein den Beweis erbringen muss, dass keine diskriminierende Einstellungspolitik betrieben wird. Das urteilte heute der Europäische Gerichtshof. Konkret ging es gegen den Fußballclub Steaua Bukarest und dessen Eigentümer, „Patron“, George Becali. Weiterlesen ‚EuGH-Urteil: Fußballverein kann schwulenfeindliche Äußerungen seines Eigentümers nicht ignorieren‘

Schützenbruderschaft widerspricht Kritik der ADS

Der Vorstand des Bunds der historischen deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) und deren Bundespräses Weihbischof Dr. Heiner Koch widersprechen dem Rechtsgutachten der Antidiskriminierungsstelle (ADS), das den Beschluss zum Verbot schwuler Schützenkönigspaare als rechtswidrig bezeichnet. Der Aufforderung zu einer Stellungnahme war man vom BHDS zunächst nicht nachgekommen, jetzt heißt es in einer Erklärung auf der Internetseite des BHDS,  Weiterlesen ‚Schützenbruderschaft widerspricht Kritik der ADS‘

„Rechtswridig“ Antidiskriminierungsstelle fordert Schützenbruderschaften zu Stellungnahme auf

Das Sondergesetz des Bundes der historischen deutschen Schützenbruderschaften (BHDS), das es schwulen Schützenkönigen untersagt, mit dem Partner als Schützenkönigspaar aufzutreten, ist nach Auffassung der Antidiskriminierungsstelle rechtswidrig; es stellt einen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) dar! Auch auf die vom Schützenbund angeführte „Kirchenklausel“, nach der Religionsgemeinschaften vom ausgenommen sind, könne sich der Verband nicht berufen. Er sei „keine Religionsgmeinschaft“. Der Aufforderung der ADS nach einer Stellungnahme sind die – Tschuldigung,das muss jetzt sein! – feigen Brüder bislang nicht nachgekommen. Die Leiterin der ADS, Christine Lüders forderte die Schützenbruderschaft zur Rücknahme des diskriminierenden Beschlusses auf.
Nachfolgend das Rechtsgutachten der ADS: Weiterlesen ‚„Rechtswridig“ Antidiskriminierungsstelle fordert Schützenbruderschaften zu Stellungnahme auf‘

Schützenbruderschaft: Antidiskriminierungsstelle prüft Verstoß gegen Gesetze

Wie ein Sprecher der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) auf Nachfrage von S.i.e.g.T. sagte, prüft man dort derzeit, „ob die neue Satzung des Verbandes [gemeint ist der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft e.V.; Anm. S.i.e.g.T.] gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstößt“. Hintergrund ist eine Entscheidung des Verbandes, künftig auszuschließen, dass ein homosexueller Schützenkönig mit einem Partner als Schützenkönigspaar repräsentiert. Am Wochenende hatte eine Bundesversammlung der Schützenbruderschaften mit überwältigender Mehrheit für diese Satzungsänderung gestimmt. (S.i.e.g.T.-Bericht)
Christine Lüders, Leiterin der ADS, hatte im Vorfeld  Weiterlesen ‚Schützenbruderschaft: Antidiskriminierungsstelle prüft Verstoß gegen Gesetze‘

Diskriminierung von Trans*Personen im Arbeitsleben – ADS legt Expertise vor

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat eine Expertise zum Thema „Diskriminierung von Trans*Personen, insbesondere im Arbeitsleben“ eine wissenschaftliche Expertise vorgelegt. Die knapp 120-seitige Studie analysiert die rechtliche Situation und untersucht Benachteiligungen von Trans*Personen vor allem in Beruf und Beschäftigung. Jannik Franzen und Arn Sauer, die die Expertise verfasst haben, kommen dabei unter anderem zu dem Schluss, dass Weiterlesen ‚Diskriminierung von Trans*Personen im Arbeitsleben – ADS legt Expertise vor‘

Christine Lüders ist Leiterin der Antidiskriminierungsstelle

Nun endlich doch: Christine Lüders ist Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Dies teilte das Bundesfamilienministerium mit. Die Nachfolge auf Martina Köppen als weitgehend glücklose und desinteressierte Leiterin hatte sich verzögert, nachdem eine Mitbewerberin gegen das Auswahlverfahren geklagt hatte.
Frau Lüders wird in der Pressemitteilung als „Expertin für Integration, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation“ bezeichnet. Sie war unter anderem als Vorstandsreferentin und Abteilungsleiterin bei Lufthansa tätig. Später leitete sie das Referat Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt war die 56-Jährige Referatsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Beauftragte für Stiftungen im Kultusministerium in Hessen. Die studierte Pädagogin ist verheiratet und lebt in Frankfurt am Main.
Grünen-Politiker Volker Beck findet wenig Gefallen an der nun erfolgten Ernennung: „Frau Lüders zeichnet sich durch fehlende Erfahrung in der Antidiskriminierungsarbeit und ihre Nähe zur Union aus“, kommentierte er. „Ein effektives und starkes Auftreten der ADS kann unter dieser Führung wohl kaum ernsthaft erwartet werden.“

Nachtrag: Eine simple Anfrage für ein Pressefoto blieb bislang von der ADS unbeantwortet, aber anscheinend hat auch die FR nicht mehr Glück.


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