Archive for the 'Schwule Welt' Category

Ungewöhnliche Häufung von Infektionen mit Affenpocken in Europa

Das Auftreten von Affenpocken löst derzeit Beunruhigung, möglicherweise auch Erinnerungen an den Ausbruch der HIV-Pandemie Anfang der 1980er-Jahre aus. In Sprache und Bild werden von manchen Medien Verbindungen zu einer „Schwulenkrankheit“ geknüpft. Hier eine Zusammenstellung, was (mir) derzeit bekannt ist:

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Verbundenheit! „Aids als kollektives Trauma“ von Patrick Henze-Lindhorst betrachtet schwule Geschichte(n) und berührt zentrale Fragen von heute

Cover_AidsalskollektivesTraumaWas ist es, das die schwule Welt zusammenhält? Das war die Ausgangsfrage für das Büchlein (und Blog-Namensgeber) „Samstag ist ein guter Tag zum Schwulsein“; dies auch vor dem Hintergrund des Gefühls einer schwindenden Diskriminierung und wachsenden Akzeptanz von LGBT durch die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft. Was vereint uns über eine geteilte sexuelle Orientierung hinaus, wenn „der äußere Feind“ abhandenkommt?**
Positive Antworten sind bis heute rar. Umso interessanter ist es, dass Patrick Henze-Lindhorst als Anlass für seinen im Querverlag erschienenen Essay „Aids als kollektives Trauma“ die Annahme formuliert, „dass es doch etwas Kollektives geben könnte, das ‚uns‘ Schwule verbindet“.

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Braucht es eine Kryptowährung für LGBTQ?

Maricoin_LGBT-KryptowährungMit einer LGBTQ-Kryptowährung ist es möglicherweise wie mit queeren Weihnachtsmärkten: braucht niemand wirklich, wäre aber auch seltsam, wenn es sie nicht gäbe.

Nach einem Test mit zehn Unternehmen im queerem Viertel Madrids soll nun die digitale Währung „Maricoin“ eingeführt werden – ein Wortspiel aus dem spanischen Wort „Maricon“ für „Schwuchtel“ und dem englischen Wort „Coin“ für „Münze“. Die virtuellen Transaktionen sollen „trans“ heißen! Mitgegründet hat das Ganze der spanische Friseur und Unternehmer Juan Belmonte. Finanziell gestützt wird das Projekt von einer in Miami ansässigen Risikokapitalfirma, Borderless Capital. „Maricoin“ soll als Zahlungsmittel weltweit eingesetzt werden können, vorzugsweise von Unternehmen wie Hotels, Restaurants, Cafés. Sie alle sollen zuvor ein „equality manifesto“ unterzeichnen und dadurch ihre Unterstützung für die Rechte von LGBTQ zusichern. Die Gründer wollen die wirtschaftliche Macht der Community nützen, um die Welt zu verbessern.

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Zum Thema Verantwortungsgemeinschaft

GemeinschaftNicht-eheliche Verantwortungsgemeinschaften sollen künftig gesetzlich geregelt und abgesichert werden, das hat der neue Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) passend zu Weihnachten angekündigt. Vieles daran erinnert an die Debatte um die „Homo-Ehe“ Ende der neunziger, Anfang der zweitausender Jahre. Warum nicht die Chance nutzen und auch in der LGBT-Community wieder und mit gewachsenem Selbstbewusstsein über Formen des Zusammenlebens jenseits der Ehe nachzudenken?
Dazu mehr in meinen Beitrag für das „kreuz&queer“-Blog auf evangelisch.de

November

HerbstblattGleich den letzten Blättern vom Baum fallen derzeit Unmengen von Artikeln und Podcasts zum Thema Depression, Einsamkeit, psychische Gesundheit, Suizid, Alter und Tod auf uns herab. Und kaum eine Verlautbarung kommt ohne den Rilke-Klassiker „Wer jetzt allein ist, der wird es lange bleiben!“ aus – das ist zwar kompletter Blödsinn, aber so als Tritt in die Weichteile der kuschelbedürftigen Seele verfehlt es seine Wirkung nie. Es ist November – und über die letzten Jahre hat es sich etabliert, dass eine breite mediale Phalanx die traurigen Themen abhakt, bevor dann im Dezember die gleichen, deren Einsamkeit einen gerade so sehr berührt hat, mit Bildern trauter und exklusiver Familien-Harmonie unterm Weihnachtsbaum torpediert werden.

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„Ohne Scham und Gedruckse“ – In der „Operette für zwei schwule Tenöre“ hat sich die Frage, ob wir Schwulen mitgemeint sein könnten, erledigt

Operette-für-zwei-schwule-TenöreEinen wunderbaren Operetten-Abend kann man derzeit im BKA-Theater in Berlin erleben. Und gleich vorneweg für alle, die sich nach dieser Besprechung ziemlich sicher das Vergnügen ebenfalls gönnen wollen: Wer momentan in Berlin ist, hat bis 17. Oktober noch die Gelegenheit. Alle, die momentan nicht in Berlin sind (und solche gibt es, wie man unter anderem in der Operette erfährt), können in die Langzeitplanung gehen: Gleich im neuen Jahr gibt es weitere Termine – 19. Januar bis 6. Februar 2022 – für die „Operette für zwei schwule Tenöre“.

Viel unbezahltes Stadtkulturmarketing, aber in diesem Fall muss es sein. Die vom Nollendorfblogger Johannes Kram (Text) und dem langjährigen Malediva-Pianisten Florian Ludewig (Musik) geschriebene Operette ist in ihrer kleinen Form ganz groß und ziemlich schwul. Es geht – Achtung: total geheimer Spoiler! – um …

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Die Lederszene muss einen Zufluchtsort bieten! Dirk Beckers „Die Lederszene“

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Dass die Leder- resp. die Fetisch-Szene nach wie vor nicht als selbstverständlicher Teil der Community zählt, dafür hat jüngst der CSD Bremen ein unschönes Beispiel gegeben. Unverändert müssen Männer, die sich als hypermaskulin inszenieren, oder Männer, die aus ihrer Vorliebe für einen Fetisch keinen Hehl machen, als Projektionsfläche für das Böse, das „Perverse“ einer ansonsten angepassten und sich „anständig“ gebenden LGBTQ-Community herhalten.

Die Lederszene von Autor Dirk Becker will diese als „Ort der Sehnsucht“ rekonstruieren und in ihren Potenzialen (neu) beleuchten. Sein kurzer Essay ist Teil einer neuen Reihe „in*sight/out*write“ des Querverlags, in der „Aspekte und Facetten, Möglichkeiten und Phänomen einer nicht-heteronormativen Gesellschaft“ thematisiert werden sollen.  

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