Archive for the 'Schwule Geschichte' Category

Vor 50 Jahren: Erste Homosexuellen-Demonstration in Deutschland

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Nicht Berlin, nicht Köln, nicht München – Münster in Westfalen und der studentischen „Homosexuelle Aktionsgruppe Münster“ (initiiert von Anne Henscheidt und Rainer Plein) gebührt das Verdienst, die erste Demonstration von Homosexuellen in Deutschland auf die Beine gestellt zu haben. Rund 200 (in „100 Jahre schwul“ von Elmar Kraushaar sind es „mehr als 400“) aus der ganzen Republik angereiste AktivistInnen trafen sich um 11.30 Uhr vor dem Schloss und marschierten dann Richtung Stadtmitte. Auf Transparenten war zu lesen „Schwulsein macht Spaß!“ und „Nieder mit dem Kapitalismus!“. Darüber hinaus gab es Infotische, Diskussionen und eine abendliche Party.

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Verbundenheit! „Aids als kollektives Trauma“ von Patrick Henze-Lindhorst betrachtet schwule Geschichte(n) und berührt zentrale Fragen von heute

Cover_AidsalskollektivesTraumaWas ist es, das die schwule Welt zusammenhält? Das war die Ausgangsfrage für das Büchlein (und Blog-Namensgeber) „Samstag ist ein guter Tag zum Schwulsein“; dies auch vor dem Hintergrund des Gefühls einer schwindenden Diskriminierung und wachsenden Akzeptanz von LGBT durch die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft. Was vereint uns über eine geteilte sexuelle Orientierung hinaus, wenn „der äußere Feind“ abhandenkommt?**
Positive Antworten sind bis heute rar. Umso interessanter ist es, dass Patrick Henze-Lindhorst als Anlass für seinen im Querverlag erschienenen Essay „Aids als kollektives Trauma“ die Annahme formuliert, „dass es doch etwas Kollektives geben könnte, das ‚uns‘ Schwule verbindet“.

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Akademie Waldschlösschen: neue Leitung und neues Programm 2022

KevinRosenberger_WaldschloesschenBereits seit Juni 2021 gehört der 32-jährige Kevin Rosenberger neben Ulli Klaum und Ulrike Benstem dem Geschäftsführungsteam der Akademie Waldschlösschen an. Kurz vor Jahreswechsel wurde er nun auch zum Vorstandsvorsitzenden des Stiftungsrates gewählt. Im Magazin.hiv berichtet er im Interview mit Axel Schock über Kontinuitäten und anstehende Veränderungen im queeren Tagungshaus in Reinhausen nahe bei Göttingen. Kevin Rosenberger sieht sich selbst als Brückenbauer zwischen der Gründergeneration und der neuen Generation mit eigenen Erwartungen. Das Waldschlösschen sei dabei, sich „zu diversifizieren und zu verqueeren“. Folgende Aussage zu den bleibenden Schwerpunkten war für mich besonders wichtig: „Das Haus ist aus der schwulen Emanzipationsbewegung entstanden, und natürlich wird es wichtig sein, nicht nur im queeren, sondern auch im schwulen Diskurs immer ein Ohr an der Tür zu haben.“ Seit Jahrzehnten bestehende Treffen würden auch weiterhin gepflegt, denn für viele sei die Zeit im Waldschlösschen „stets auch wie ein Nachhause-Kommen“.

Waldschloesschen_CoverProgramm2022Nun steht auch das Programm für 2022 – man kann die Jahresübersicht der Veranstaltungen online einsehen oder sich via der Website des Waldschlösschens als PDF herunterladen oder als gedruckte Broschüre zusenden lassen. Natürlich gelten wegen des Corona-Virus‘ auch für das Waldschlösschen diverse Regeln (aktuell 2Gplus). Diese werden jeweils an die pandemische Situation in Deutschland angepasst. Darüber sollte man sich bei der Buchung einer Veranstaltung bewusst sein. Ansonsten ist das Angebot wie gewohnt breit gefächert, von gesellschaftlichen/politischen Themenseminaren bis zu Wochenenden für Körper und Seele. Wer also gerade an seiner Jahresplanung sitzt, sollte sich vom Programm inspirieren lassen und die Gelegenheit für ein Wochenende an diesem herausragenden Ort queerer Selbsthilfe und Solidarität nutzen.

Foto Rosenberger ©Waldschlösschen

Kranz an der Gemeinschaftsgrabstätte Denk mal positHIV

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Ein wenig betröppelt vom nächtlichen Schneeregen steht er da, der Kranz an der Grab- und Gedenkstätte Denk mal positHIV auf dem Alten Matthäus Friedhof in Berlin-Schöneberg. Aber dennoch ist er an diesem kalten Sonntagmorgen ein farbenfrohes Symbol zwischen all den Gräbern.

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„Eine unheilvolle Geschichte“ Evangelische Kirche bittet queere Menschen um Vergebung

Am Vorabend des CSD in Berlin hat Bischof Christian Stäblein stellvertretend für die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) um Vergebung dafür gebeten, dass queere Menschen im Kontext der Kirche diskriminiert und ausgegrenzt wurden.

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Eine kurze Notiz zum Tod Alfred Bioleks

Am heutigen Freitagmorgen ist der Entertainer Alfred Biolek im Alter von 87 Jahren gestorben. Er sei friedlich eingeschlafen, zitieren die Agenturen Bioleks Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie.

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Staatstragend und fern – die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld feiert zehnjähriges Bestehen

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Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) feiert heute Abend ihr zehnjähriges Bestehen. Dass dies nur online im Stream stattfindet (Link zum Programm & Stream), ist den Beschränkungen der Pandemie geschuldet und zugleich ein wenig symptomatisch für das Wirken der Stiftung als solches. Zugänglich – im Sinne eines Angebots an gewöhnliche Homosexuelle –  war sie nie.

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