Archive for the 'Schwule Geschichte' Category

Akademie Waldschlösschen: neue Leitung und neues Programm 2022

KevinRosenberger_WaldschloesschenBereits seit Juni 2021 gehört der 32-jährige Kevin Rosenberger neben Ulli Klaum und Ulrike Benstem dem Geschäftsführungsteam der Akademie Waldschlösschen an. Kurz vor Jahreswechsel wurde er nun auch zum Vorstandsvorsitzenden des Stiftungsrates gewählt. Im Magazin.hiv berichtet er im Interview mit Axel Schock über Kontinuitäten und anstehende Veränderungen im queeren Tagungshaus in Reinhausen nahe bei Göttingen. Kevin Rosenberger sieht sich selbst als Brückenbauer zwischen der Gründergeneration und der neuen Generation mit eigenen Erwartungen. Das Waldschlösschen sei dabei, sich „zu diversifizieren und zu verqueeren“. Folgende Aussage zu den bleibenden Schwerpunkten war für mich besonders wichtig: „Das Haus ist aus der schwulen Emanzipationsbewegung entstanden, und natürlich wird es wichtig sein, nicht nur im queeren, sondern auch im schwulen Diskurs immer ein Ohr an der Tür zu haben.“ Seit Jahrzehnten bestehende Treffen würden auch weiterhin gepflegt, denn für viele sei die Zeit im Waldschlösschen „stets auch wie ein Nachhause-Kommen“.

Waldschloesschen_CoverProgramm2022Nun steht auch das Programm für 2022 – man kann die Jahresübersicht der Veranstaltungen online einsehen oder sich via der Website des Waldschlösschens als PDF herunterladen oder als gedruckte Broschüre zusenden lassen. Natürlich gelten wegen des Corona-Virus‘ auch für das Waldschlösschen diverse Regeln (aktuell 2Gplus). Diese werden jeweils an die pandemische Situation in Deutschland angepasst. Darüber sollte man sich bei der Buchung einer Veranstaltung bewusst sein. Ansonsten ist das Angebot wie gewohnt breit gefächert, von gesellschaftlichen/politischen Themenseminaren bis zu Wochenenden für Körper und Seele. Wer also gerade an seiner Jahresplanung sitzt, sollte sich vom Programm inspirieren lassen und die Gelegenheit für ein Wochenende an diesem herausragenden Ort queerer Selbsthilfe und Solidarität nutzen.

Foto Rosenberger ©Waldschlösschen

Kranz an der Gemeinschaftsgrabstätte Denk mal positHIV

DenkmalpositHIV_Kranz-Detail2021

Ein wenig betröppelt vom nächtlichen Schneeregen steht er da, der Kranz an der Grab- und Gedenkstätte Denk mal positHIV auf dem Alten Matthäus Friedhof in Berlin-Schöneberg. Aber dennoch ist er an diesem kalten Sonntagmorgen ein farbenfrohes Symbol zwischen all den Gräbern.

Weiterlesen ‚Kranz an der Gemeinschaftsgrabstätte Denk mal positHIV‘

„Eine unheilvolle Geschichte“ Evangelische Kirche bittet queere Menschen um Vergebung

Am Vorabend des CSD in Berlin hat Bischof Christian Stäblein stellvertretend für die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) um Vergebung dafür gebeten, dass queere Menschen im Kontext der Kirche diskriminiert und ausgegrenzt wurden.

Weiterlesen ‚„Eine unheilvolle Geschichte“ Evangelische Kirche bittet queere Menschen um Vergebung‘

Eine kurze Notiz zum Tod Alfred Bioleks

Am heutigen Freitagmorgen ist der Entertainer Alfred Biolek im Alter von 87 Jahren gestorben. Er sei friedlich eingeschlafen, zitieren die Agenturen Bioleks Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie.

Weiterlesen ‚Eine kurze Notiz zum Tod Alfred Bioleks‘

Staatstragend und fern – die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld feiert zehnjähriges Bestehen

BMH_Online-Festakt_10-Jahre

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) feiert heute Abend ihr zehnjähriges Bestehen. Dass dies nur online im Stream stattfindet (Link zum Programm & Stream), ist den Beschränkungen der Pandemie geschuldet und zugleich ein wenig symptomatisch für das Wirken der Stiftung als solches. Zugänglich – im Sinne eines Angebots an gewöhnliche Homosexuelle –  war sie nie.

Weiterlesen ‚Staatstragend und fern – die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld feiert zehnjähriges Bestehen‘

Fotoalbum für die Family – Bernd Gaisers „Mach dein Schwulsein öffentlich!“

Sein „ganz persönliches Bilderbuch“ legt Bernd Gaiser vor, eine Art Biografie in privaten Fotos und Dokumenten, die unversehens zum Streifzug durch bewegende Jahre der LGBT-Community werden. Allein schon der Titel Mach dein Schwulsein öffentlich! ruft das Motto des ersten CSD in Berlin (1979) wach, zu dessen Organisatoren Bernd Gaiser zählte. Natürlich haben im Werdegang des einstigen Buchhändlers inspirierende Personen der Literatur und Kunst wie Jean Genet, Truman Capote oder Jürgen Baldiga ihren Platz. Intimer sind die Abbildungen von Freund*innen, die zu bestimmten Zeiten für den Autor wichtig wurden. So berührt besonders, wenn etwa ein Foto Weiterlesen ‚Fotoalbum für die Family – Bernd Gaisers „Mach dein Schwulsein öffentlich!“‘

Giftiges Ränkespiel – Markus Dullins historischer Roman „Die Mörder des Königs“

Markus Dullin hat sich als Krimiautor und Analyst der menschlich-mysteriösen Begebenheiten einen Namen gemacht. Mit seinem neuen Roman wechselt er, wie bereits mit der letzten Veröffentlichung Wilhelm der Waliser, erneut ins Fach des historischen Romans. Die Mörder des Königs widmet sich den Umständen des Todes von James I., König von England und Schottland, im Jahr 1625. Wurde er vergiftet? Markus Dullin entfaltet aus Sicht des siechenden Monarchen nach und nach das Tableau verdächtiger Personen in seiner Umgebung. Dabei spielt der schöne George „Steenie“ Villiers, Günstling und Geliebter des Königs, eine ebenso zentrale wie undurchsichtige Rolle wie der Weiterlesen ‚Giftiges Ränkespiel – Markus Dullins historischer Roman „Die Mörder des Königs“‘


Archiv

Der Samstag anderswo

Der Samstag empfiehlt

Der Samstag empfiehlt