Archive for the 'schwul' Category



Wo bleibt die digitale Community?

Wahrscheinlich denken die meisten bei digitaler Community an Dating-Apps und an Internetportale, auf denen steht, wie man zur nächsten Party kommt. Aber vielleicht ginge ja noch etwas mehr, etwas anderes?

Kürzlich gab es in München, in der Reihe Männerakademie des SUB, einen Vortrag, der mich thematisch sehr interessiert hätte: „Selbstinszenierung als Herausforderung schwuler Männlichkeit“. Schade, dachte ich, dass es keinen Live-Stream oder eine öffentlich zugängliche Aufzeichnung gibt.

Warum eigentlich nicht? Das ist jetzt keine Frage/Kritik ans SUB, sondern konzeptionell an „die Zukunft“ „unserer“ „Community“. Dreimal Anführungszeichen, weil natürlich alle drei Begrifflichkeiten problematisch sind. Aber fürs Folgende sei gesagt, dass ich alle drei Begriffe wichtig und die Vorstellung einer lebendigen Gemeinschaft nicht obsolet finde, selbst wenn aktuell so ziemlich alles dagegen spricht.

Und vorneweg: Mir ist klar, dass digitale Community Geld, Equipment und viel Engagement von denen braucht, die sowieso schon was auf die Beine stellen. Also einerseits Mehrarbeit/Mehraufwand, andererseits aber auch die Chance, Diskussionen, Vorträge – schlichtweg: Wissen – über die lokale Community hinaus zugänglich zu machen.

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Geheimnisvoller Edward II.

Autor Markus Dullin ist eigentlich für seine im Querverlag veröffentlichten Kriminalromane bekannt. Mit dem historischen Roman „Wilhelm der Waliser“ wechselt er zwar das Genre, freilich ohne seine Lust an Rätselhaft-Mehrdeutigem aufzugeben. Ausgangspunkt ist ihm der ungeklärte Tod des englischen Königs Edward II. 1327, nachdem dieser gewaltsam zur Abdankung gezwungen worden war. Obwohl offiziell eines natürlichen Todes gestorben, halten sich bis heute zwei andere Gerüchte: Die eine besagt, Edward sei ermordet worden – durch eine glühende Eisenstange, die man ihm in den After schob, um ihn damit auch für seine Homosexualität abzustrafen; die andere, dass er aus der Gefangenschaft befreit und als William le Galeys (Wilhelm der Waliser) durch Europa gereist und schließlich als Einsiedler in der Lombardei gestorben sei. Handelte es sich um den echten Edward oder um einen Hochstapler, der sich als Edward ausgab?

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Der Woof zum Samstag – Todd Alsup

Ein Schmeichler für Ohr und Auge: Der in New York lebende, US-amerikanische Sänger und Songwriter Todd Alsup hat Anfang der Woche einen neuen Titel nebst Video veröffentlicht. „Easy to Love You“ ist, in seiner eigenen Beschreibung, „romantic contemporary R&B/pop jam“. 2012 gewann er mit „The Only Thing“ den OutMusic Award als bester Popsong des Jahres. Sein letztes Album, „Currency“, erschien 2016. Derzeit bereitet er sein neues vor, mit „Easy to Love You“ als vielversprechendem Vorgeschmack …

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Manfred Bruns im Alter von 85 Jahren gestorben

Nachruf von Johannes Kram (Nollendorfblog):

„Der berührende Brief …“ (26.10.2019)

Nachruf von Jan Feddersen (taz):

„Vom ‚Sicherheitsrisiko‘ zum Helden“ (23.10.2019)

Meldung auf queer.de:

„Trauer um Manfred Bruns“ (22.10.2019)

Tagesschau-Interview:

„Der ‚Schwulen-Paragraf‘ musste weg“ (10.3.2019)

Spiegel-Artikel:

„Das wollen wir auch“ (15.12.2015)

Twitter-Meldung der Hirschfeld-Stiftung:

Bayern erhält Beratungsstelle für Betroffene von homophober Gewalt

Bayern erhält eine Online- und Telefonberatung für schwule, bisexuelle und queere Männer*, die Opfer von Gewalt wurden. Das meldet das Sub, Münchens schwules Kommunikations- und Kulturzentrum. Im Lichte der aktuellen Berichte über gewalttätige Schläger auf dem Oktoberfest, die in ihrem Hass auf Homosexuelle auf alles einprügeln, was ihrer Ansicht nach schwul aussieht, erscheint die Notwendigkeit und Dringlichkeit eines solchen Angebots besonders deutlich. Wie das Sub in einer Pressemitteilung vom 4. Oktober 2019 schreibt: Weiterlesen ‚Bayern erhält Beratungsstelle für Betroffene von homophober Gewalt‘

„Armutssafari“ und die drei verbotenen A-Wörter der schwulen Welt

Wenn es ein Thema gibt, das bei Homosexuellen noch hinter Aids und Alter liegt, dann ist es das Thema Armut. Homosexualität in Deutschland, das ist die Homosexualität einer wohlhabenden, oberen Mittelschicht. Die heute gefeierte Gleichstellung verdankt sich einerseits liberalen Umbrüchen im Zuge der 68er, aber auch dem wirtschaftlichen Aufstieg des Landes in den siebziger wie, weitaus mehr, achtziger Jahren. Flexibel, mobil, anständig – das machte Homosexuelle, speziell Schwule, ideal für die Erfordernisse einer globalen Wirtschaft; Dinkies – Double Income, no Kids -, waren und sind ideal für eine auf permanenter Konsumsteigerung basierenden Wirtschafts-form. Was als Kritik an der Gesellschaft begann, ist inzwischen zu ihrer größten Affirmation geworden.

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Nichts, worüber man sich aufregen müsste

Wir wollen die gute Nachricht nicht verschweigen, sie ist bei queer.de zu finden: 86% der Berliner halten Homosexualität für „etwas völlig Normales“. So „normal“ wie die Gewalt gegen Homosexuelle und gegen Trans*Menschen, die dann wohl irgendwie aus dem Pool der übrigen 14% kommen muss. Und das in steigender Zahl, wie es scheint:

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