Archive for the 'Polizei' Category

Anschlag auf schwulen Club in Orlando: 50 Tote

Titelbild_Orlando-Trauer

50 Tote und 53 Verletzte – damit ist der nächtliche Angriff auf den schwulen Club „Pulse“ in Orlando im US-Bundesstaat Florida eines der brutalsten Verbrechen, die es bislang gegen Homosexuelle in den USA gab. / Aktualisiert Montag, 13.6.

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Flüchtlinge attackieren schwule Mitbewohner

Laut Meldung der Berliner Polizei wurde ein schwules Paar, das in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Lichterfelde untergebracht ist, von drei Mitbewohnern attackiert. Von den beiden Angegriffenen, 21 und 28 Jahre alt, musste einer ambulant im Krankenhaus behandelt werden.
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Berlin schlägt wieder zu! Erneut schwules Paar verprügelt

In Berlin-Pankow, im Prenzlberg, wurden – laut Meldung der Berliner Polizei, übernommen vom „Tagesspiegel“ – zwei, 37 und 48 Jahre alte Männer am gestrigen Freitag Abend aus einer Gruppe von Fußballfans heraus erst beleidigt und dann „von einem 28-Jährigen“ geschlagen.Und zwar so massiv, dass einer der Angegriffenen ins Krankenhaus gebracht werden musste, wo seine Verletzungen eine Operation erforderlich machte. Der Täter wurde festgenommen und wurde „nach Identitätsfeststellung“ wieder entlassen. Man fragt sich, was eigentlich die andern aus der angeblich 20-köpfigen Gruppe getan haben: Zugeguckt? Weggeschaut? Applaudiert? Danach entspannt das Fußball-Spiel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion genossen?

Der Vorfall wird weder die verantwortlichen Politiker noch die Homo-Welt der Hauptstadt sonderlich aufregen. Wer sich trotzdem ärgert oder gar bedroht fühlt, hat in der heilen Touri-Welt Berlins nichts zu suchen. In Berlin sind Überfälle auf Homosexuelle nämlich immer Einzelfälle. So wie beispielsweise

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Quo vadis, Baden-Württemberg? Das Ländle auf dem (Rück-)Weg zur Homo-Feindlichkeit?

Flagge_Ba-WueIn Freiburg hat, wie es scheint, die Polizei die Jagdsaison auf Schwule eröffnet ein Auge auf Schwule geworfen,* die am Baggersee cruisen. Offiziell will die Polizei nur die Einhaltung von „Nutzungsbeschränkungen am Baggersee“ kontrolliert haben. Möglicherweise hat jemand den Müll nicht korrekt entsorgt bzw. getrennt! Das ist in Schwaben und Baden die größte aller möglichen Sünden. Gleich danach kommt im Südwesten aber anscheinend immer noch die Homosexualität.

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Von wegen 100% – eine ängstliche SPD setzt statt der Regenbogenflagge falsche Zeichen

Im letzten Wahlkampf hat die SPD groß getönt: „100% Gleichstellung nur mit uns“ – jetzt, da die Sozialdemokraten an der Regierung beteiligt sind, zeigt sich, dass sie vor der wieder anwachsenden Homofeindlichkeit in der CDU kapitulieren. Dass die SPD weder in Fragen der Gleichstellung der Ehe noch dem Adoptionsrecht etwas bewegt, könnte man noch nachvollziehen – diese Themen sind schließlich „emotional besetzt“. Aber selbst in kleinsten Zeichen der Toleranz knickt die SPD ein. Bundesministerien holen gehisste Regenbogenfahnen auf Druck der CDU wieder ein. In Brandenburg verbietet sie zudem einem schwulen Polizisten das Tragen der Uniform. Weiterlesen ‚Von wegen 100% – eine ängstliche SPD setzt statt der Regenbogenflagge falsche Zeichen‘

Meta-Mitleid – oder: Homophobie ist immer anderswo

In Berlin ist in der Dienstagnacht ein schwules Paar von einer Gruppe von „mindestens fünf Männern“ homophob beleidigt, dann verfolgt und geschlagen worden. Diese Nachricht kann man im „Tagesspiegel“ lesen oder in den Pressemeldungen der Berliner Polizei, wobei der Titel der dortigen Übersicht das homophobe Motiv ausspart. Der heißt – sexuell neutral – „Beleidigt, bedroht, mit Glasflaschen beworfen“. Erst der „Tagesspiegel“ redet Klartext „Angriff auf schwules Paar“.
Schwule Medien haben die Nachricht bislang ausgespart. Dort sind noch die Fragen, ob Madonna Schwulenikone bleiben darf, die neusten Trends beim ESC und Schlümpfe im Tom-of-Finland-Stil vorherrschend. Vielleicht nehmen sie die Nachricht noch auf; aber selbst wenn: Gewalt gegen Schwule und Lesben ist nur eines von vielen Themen im Potpourri, das von Homo-Medien an den Homo-Leser geliefert wird / werden muss. Könnte es sein, dass durch die Vermassung von Nachrichten sowie die Feuilletonisierung von Homophobie ausschließlich als Problem im Fußball-Stadion die tägliche Gewalt, das tägliche Verbrechen aus dem Blick gerät? Weiterlesen ‚Meta-Mitleid – oder: Homophobie ist immer anderswo‘

Urteil im Prozess gegen „Dunkelraummörder“

Das Berliner Landgericht hat den 38-jährigen Dirk P. wegen dreifachen Mordes zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Zudem stellte das Gericht eine besondere Schwere der Tat fest. Damit kann Dirk P. nicht mit einer Haftentlassung nach 15 Jahren rechnen. Der ehemalige Grundschulreferendar und Rettungssanitäter hatte im April und Mai letzten Jahres in Berlin drei Männer mit einer Überdosis K.o.-Tropfen (Liquid Ecstasy) getötet, um sie dann auszurauben. Einer der Morde geschah im Dunkelraum einer Schwulenkneipe in Berlin-Friedrichshain, hier starb der 32-jährige Nicky M. Zwei Männer hatten einen Anschlag überlebt. Zuletzt hatte selbst die Verteidigung von Dirk P. auf Mord plädiert (S.i.e.g.T.-Bericht).
Erst vor zwei Wochen war ein Verbrechen in Bremen, bei dem schwule Männer ihr Opfer mit K.o.-Tropfen geschädigt hatten, vor Gericht geahndet worden:  Weiterlesen ‚Urteil im Prozess gegen „Dunkelraummörder“‘


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