Archive for the 'LGBT' Category

Betroffenheit und Wohlbefinden

Die People of Community beziehungsweise die, die Community medial erschaffen, um sich dazugehörig fühlen zu können, sind derzeit in ausgelassener Partylaune. Man weiß wirklich nicht, ob es gute Stimmung in Erwartung einer erstarkenden Bewegung post Eheöffnung ist oder eitle Selbstdarstellung neuer weißer Mittelschichtsbürgerlichkeit, die sich freut, endlich nichts mehr mit der schwul-lesbischen Unterschicht zu tun haben zu müssen. Durchgesetzt hat sich eine politisierte Engagement-Rhetorik vom „Reden“ und „Müssen“, die das Netzwerk umso mehr feiert, je weiter es selbstreferenziell über dem Bodensatz des Alltags baumelt. Zur Party fährt die Haute Commune sicherheitshalber mit dem Taxi, um nicht an der nächsten Ecke im Regenbogenkiez angemacht zu werden.
Gänzlich verbannt ist die Frage, was damit eigentlich erreicht wird. Betroffenheitswohlfühlen?

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„Came Here For“ – Aus der noch zu schreibenden Erzählung „Die Liebenden“

„I came here for love!“, dröhnt es mir aus den Boxen entgegen, als ich endlich am Rande der Tanzfläche stehe und mich mit der rechten Hand an der Bierflasche festhalte. Eine Basswelle von Vatergefühl rauscht mir durch den Körper, als ich die drei jungen Männer vor mir hopsen sehe, auf diese ihnen eigene Art, die ausdrückt, dass sie immer ganz bei sich sind und sei es auch nur für jene 90 Sekunden, bis der DJ schon wieder den nächsten Track hochzieht, damit niemand zu lange auf einer Spur bleiben respektive tanzen kann.

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Go Tell it on the Mountain – James Baldwins Debütroman in neuer Übersetzung

Unter dem etwas lauen Titel „Von dieser Welt“ ist der Debütroman „Go Tell it on the Mountain“ von James Baldwin in neuer Übersetzung bei dtv veröffentlicht worden. Meine Buch-Empfehlung im „kreuz & queer“-Blog lesen

Räume des Begehrens und Aufbegehrens – Zu zwei Ausstellungen im Schwulen Museum*

„Schmutziger“ Sex in engen Pissoirs und „reine“ Gedanken in der akademischen Welt. Was beides verbindet, das zeigen zwei Ausstellungen im Schwulen Museum* in Berlin …

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Samstag oder Algorithmus? Über das Schwulsein im Datenstrom

Ist Samstag immer noch ein guter Tag zum Schwulsein? Im Zeitalter des Streams ist das natürlich nicht mehr so sicher.

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Österreichischer Verfassungsgerichtshof öffnet Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

„Tu felix Austria nube“ – In Österreich wusste man ja immer schon um die Vorzüge guter Heiratspolitik. Jetzt steht die Möglichkeit, das Beste draus zumachen, auch Schwulen und Lesben offen. Der Verfassungsgerichtshof hat die Regelung aufgehoben, die gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe verwehrte. Diese verstießen gegen den Gleichheitsgrundsatz und das damit einhergehende Diskriminierungsverbot. Die Unterscheidung in Ehe und eingetragene Partnerschaft lasse sich nicht aufrechterhalten, ohne gleichgeschlechtliche Paare zu diskriminieren, heißt es in einer Erklärung des Verfassungsgerichtshof. „Denn die Trennung in zwei Rechtsinstitute bringt zum Ausdruck, dass Menschen mit gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung nicht gleich den Personen mit verschiedengeschlechtlicher Orientierung sind.“

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Ankara macht endgültig dicht: Verbot aller LGBT-Veranstaltungen

Nach dem inszenierten Verbot eines von der deutschen Botschaft in Ankara unterstützten Filmfestivals, bei dem vier (!) deutsche Filme über Homo- bzw. Transsexuelle gezeigt werden sollten, holt der Bürgermeister der türkischen Hauptstadt nun zum Rundumschlag aus. Wie der britische „Independent“ und „Spiegel online“ berichten, sind einer behördlichen Anordnung zufolge „bis auf Weiteres“ alle LGBT-Veranstaltungen wie „Kino, Theater, Diskussionen, Befragungen, Ausstellungen“ verboten.“ Die Begründung ist analog zu der, mit der man das für diese Woche geplante Festival kurzfristig abgesagt hatte. Einige Gruppen könnten sich durch die Aktivitäten von LGBT provoziert fühlen und zu Handlungen gegen Teilnehmende verleitet werden. Dies stelle eine Bedrohung der öffentlichen Sicherheit dar.

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