Archive for the 'lesbisch' Category

CSD-Gottesdienste

Termine von CSD-Gottesdiensten im Juni/Juli 2018 von Düsseldorf über Berlin bis München und Stuttgart habe ich im „kreuz & queer“-Blog zusammengetragen. Asche auf mein Haupt, wenn einer fehlt. (Info kann man mir auch über die Kommentarfunktion vom Samstag-Blog schicken.)

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„Girl“ gewinnt Queer Palm von Cannes

Der Debütfilm des Regisseurs Lukas Dhont erzählt die Geschichte der jungen Lara, die von einer Karriere als Ballerina träumt und dafür am Konservatorium in Brüssel die klassische Ausbildung zur Tänzerin durchläuft. Doch nicht nur steht die Prüfung bevor. Lara wartet auch auf den Beginn der geschlechtsangleichenden Operation. Geboren wurde Lara nämlich in einem männlichen Körper. Dies versucht sie vor den anderen Mädchen im Ballett zu verbergen.

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Die Freiheit, miteinander frei zu sein

In den letzten Jahren gab es zwei maßgebliche Erkenntnisse: Verbesserungen, die breite Akzeptanz und wohlgesonnene Toleranz von und gegenüber LGBT, sind möglich und setzen sich durch. Zugleich aber sind die Fortschritte weder geradlinig noch unumkehrbar. Die Aushöhlung demokratischer Rechte durch patriarchale, despotische Herrscher bzw. Regime – teils in mehr oder weniger demokratischen Wahlen legitimiert – bleibt niemals ohne Auswirkungen auf „Minderheiten“ einer Gesellschaft. Nicht alles, was die Gleichstellung von Homosexuellen betrifft, kann rechtlich geregelt werden. Aber ohne die Verankerung im Recht ist alle Gleichstellung, alle Akzeptanz nur willkürlich und letztlich nichts. In Gesellschaften, die wieder auf Abschottung setzen, auf Ausgrenzung von Gruppen, können, selbst wenn sie nicht unmittelbar betroffen sind, am Ende des Tages auch Homosexuelle nicht frei leben. Wo Juden, Frauen, Behinderte, Menschen anderer Nationen attackiert werden, weil ihr So-Sein bereits als Legitimation für Übergriffe gilt, dort gibt es auch für Homosexuelle keine Sicherheit. Unsere Freiheit ist immer auch die Freiheit der anderen. Das solidarische Miteinander von Homo-, Bi-, Inter- und Trans*sexuellen lässt sich nur erstreiten, leben und genießen im solidarischen Miteinander aller. Das lässt sich nicht hintergehen, so schwer die Ausverhandlung dieser Freiheit und dieses Miteinanders im Alltag und Einzelfall auch sein mag. / ©RH

Lesenswerte Artikel am/zum heutigen Tag:

• Aktion in Tiflis, Georgien (OC Media)

• „Lovewalk“ in Frankfurt a.M. (Frankfurter Rundeschau)

• „Pink Triangle Issue: Verbot homophober Gesetze in UN-Menschenrechtscharta“ (jetzt.de)

• „Das Coming-out ist nie zu Ende“ Interview mit LSVD-Sprecher Markus Ulrich (Süddeutsche.de)

Showdown – Thomas Mohrs Krimi „Mord beim ESC“

Das Finale vom Eurovision Song Contest steht bevor. Passend dazu die jüngste Veröffentlichung in der „Quer Criminal“-Reihe des Querverlags: Thomas Mohrs Kriminalroman „Anders ermittelt – Mord beim ESC“. Der Hamburger Kommissar Anders Lövgren, eigentlich ahnungslos in Sachen ESC, wird eher widerwillig hineingezogen in die Welt der Stars und Sternchen, der musikalischen Völkerverständigung, der vielfältigen Fan-Kultur.

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US-Botschafter Richard Grenell sollte sein Amt sofort aufgeben!

Es ist die Normalität, die wir uns immer gewünscht haben: Richard Grenell, der neue US-Botschafter für Deutschland, wird nicht nur im Weißen Haus im Beisein seines Partners vereidigt, er bringt ihn auch gleich mit zum Bundespräsidenten Steinmeier, wenn er in Berlin seine Akkreditierung erhält.

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Ist „Weniger“ wirklich mehr? Andrew Sean Greers Roman „Mister Weniger“

Um es vorneweg zu sagen: Das grandiose Werk, der „Roman des Jahres“, zu dem manche „Mister Weniger“ hochjazzen, ist der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Roman des amerikanischen Autors Andrew Sean Greer nicht. Wer mit etwas weniger (sic!) auskommt, der darf sich auf einen schönen, lesbaren und überaus witzigen Roman freuen.

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Betroffenheit und Wohlbefinden

Die People of Community beziehungsweise die, die Community medial erschaffen, um sich dazugehörig fühlen zu können, sind derzeit in ausgelassener Partylaune. Man weiß wirklich nicht, ob es gute Stimmung in Erwartung einer erstarkenden Bewegung post Eheöffnung ist oder eitle Selbstdarstellung neuer weißer Mittelschichtsbürgerlichkeit, die sich freut, endlich nichts mehr mit der schwul-lesbischen Unterschicht zu tun haben zu müssen. Durchgesetzt hat sich eine politisierte Engagement-Rhetorik vom „Reden“ und „Müssen“, die das Netzwerk umso mehr feiert, je weiter es selbstreferenziell über dem Bodensatz des Alltags baumelt. Zur Party fährt die Haute Commune sicherheitshalber mit dem Taxi, um nicht an der nächsten Ecke im Regenbogenkiez angemacht zu werden.
Gänzlich verbannt ist die Frage, was damit eigentlich erreicht wird. Betroffenheitswohlfühlen?


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