Archive for the 'heterosexuell' Category

Es ist ein Hetero! Olaf Scholz zum Kanzler gewählt

OlafScholzPressefotoSPDNach 16 Jahren wird Deutschland wieder von einem sozialdemokratischen Bundeskanzler geführt. Bei der heutigen Wahl im Bundestag erhielt der 63-jährige, heterosexuelle Olaf Scholz 395  Stimmen. Die künftige Regierung aus SPD, Grünen und FDP verfügt formal über 416 der insgesamt 736 Sitze im Parlament; bei der Wahl fehlten allerdings einige Abgeordnete. „Leichter und besser“ solle das Leben der Menschen werden, verspricht die SPD. „Wir wollen mehr Fortschritt wagen und in einem Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit die notwendige Modernisierung unseres Landes vorantreiben. Soziale Politik für dich und mit dir.“
Können wir nur hoffen, dass Olaf (man duzt sich anscheinend) neben den weitreichenden Versprechungen für Sozial- und Klimapolitik auch die queerpolitischen Ankündigungen umsetzen wird. Dem Kabinett gehören allerdings keine offen queere Minister*innen an.
Pressefoto: ©SPD

Spiel der Wahrheit(en) – Pajtim Statovcis Roman „Grenzgänge“

Grenzgaenge_BuchcoverDas Spiel mit Identitäten ist literarisch gesehen nichts Neues und auch nichts Ungewöhnliches. Nicht erst seit Virginia Woolfs Orlando ist es ein Indikator für Umbrüche in der Gesellschaft, die Auseinandersetzung mit herrschender Moral und Norm auch und gerade in Bezug auf sexuelle und geschlechtliche Identität. Zuschreibungen von „Heimat“ und „Nationalität“ geraten zusätzlich in den Fokus, wenn Menschen etwa durch Krieg oder wirtschaftliche Ungleichheiten gezwungen werden, sie zu wechseln. Das Spiel mit Wahrheit(en) wird – physisch wie psychisch – zur Überlebensstrategie.

So gesehen legt Pajtim Statovci, der vom Verlag als finnisch-kosovarischer Schriftsteller vorgestellt wird, mit Grenzgänge ein aktualisiertes und aktuelles Spiel mit Identitäten vor.

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Männer*akademie des SUB München startet in neues Semester

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Männer* gehen anders mit ihrer Gesundheit um – und leben im Durchschnitt sechs Jahre weniger als Frauen. Seit 2013 widmet sich eine spezielle Veranstaltungsreihe des Münchner SUB Fragen der psychischen und körperlichen Männer*gesundheit, aber auch sozialen und gesellschaftspolitischen Themen unter Berücksichtigung von männerspezifischen und queeren Aspekten. Jeweils einmal im Monat, von Oktober bis März. Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen: Schwulen, Hetero-, Bi- und Trans*männern. Die Teilnahme ist immer ohne Anmeldung und kostenlos, sowohl vor Ort im SUB als auch im Live-Stream.

Termine und Themen:

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„Eine unheilvolle Geschichte“ Evangelische Kirche bittet queere Menschen um Vergebung

Am Vorabend des CSD in Berlin hat Bischof Christian Stäblein stellvertretend für die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) um Vergebung dafür gebeten, dass queere Menschen im Kontext der Kirche diskriminiert und ausgegrenzt wurden.

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Der CSD Bremen erklärt, dass wir ihn nicht verstanden haben … Und man versteht’s immer noch nicht

Nach der gestern aufgekommenen Debatte um die Ausgrenzung der Fetisch-Community durch den CSD Bremen wurde nun eine angekündigte Pressemitteilung veröffentlicht. Wer eine Entschuldigung gegenüber der Fetisch-Community erwartet hatte, dürfte enttäuscht sein.

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Staatstragend und fern – die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld feiert zehnjähriges Bestehen

BMH_Online-Festakt_10-Jahre

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) feiert heute Abend ihr zehnjähriges Bestehen. Dass dies nur online im Stream stattfindet (Link zum Programm & Stream), ist den Beschränkungen der Pandemie geschuldet und zugleich ein wenig symptomatisch für das Wirken der Stiftung als solches. Zugänglich – im Sinne eines Angebots an gewöhnliche Homosexuelle –  war sie nie.

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Kein Regenbogenmärchen, aber Teamplay

Es tat und tut gut, in den letzten Tagen so viel Unterstützung für Vielfalt und Akzeptanz von queeren Menschen allgemein und konkret gegen die LGBTIQ-feindliche Politik der ungarischen Regierung zu sehen. Alles ausgelöst durch eine Regenbogenbinde von Torwart Manuel Neuer und dem Verbot der UEFA, das Münchener Stadion beim Spiel Deutschland – Ungarn in den Farben des Regenbogens zu illuminieren.

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