Archive for the 'Gewalt gegen Schwule und Lesben' Category

Regenbogen-Aktion ist „Kampagne des Jahres“

Handelsblatt_RegenbogenKampagnedesJahresDie wirtschaftsorientierte Tageszeitung Handelsblatt hat die Beleuchtung zahlreicher Stadien und öffentlicher Gebäude in Regenbogenfarben im Sommer 2021 zur „Kampagne des Jahres“ gekürt. Als Protest gegen die homosexuellen- und trans*-feindliche Politik Ungarns war gefordert worden, die Münchner Allianz Arena am 23. Juni, dem Tag des Fußball-Europameisterschaftsspiels Deutschland – Ungarn, in den Farben des Regenbogens leuchten zu lassen. Die Uefa lehnte dies ab, woraufhin sich vor dem Stadion und medial farbenprächtiger Protest entfaltete und Fußballvereine in anderen Städten ihre Solidarität zeigten. So wurden u.a. die Stadien in Köln, Düsseldorf, Wolfsburg sowie das Berliner Olympiastadion und das Stadion An der Alten Försterei in Berlin illuminiert.

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Im Wortlaut: Was im Koalitionsvertrag zur Queer-Politik einer künftigen Ampel-Regierung steht

Koalitionsvertrag_SPD-Grüne-FDPAm heutigen Mittwoch haben SPD, Grüne und FPD ihren Koalitionsvertrag vorgelegt, der Basis für ein künftiges, gemeinsames Regierungshandeln unter einem SPD-Kanzler Olaf Scholz sein soll. Unter dem Titel „Mehr Fortschritt wagen“ wird ein „Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ versprochen. In dem 177 Seiten umfassenden Vertrag findet sich die für LGBTQ* zentrale Passage auf den Seiten 119/120 unter der Überschrift „Queeres Leben“. Die Begriffe „schwul“ und/oder „lesbisch“ kommen im Vertrag nicht vor:

„Um Queerfeindlichkeit entgegenzuwirken, erarbeiten wir einen ressortübergreifenden Nationalen Aktionsplan für Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und setzen ihn finanziell unterlegt um. Darin unterstützen wir u. a. die Länder bei der Aufklärung an Schulen und in der Jugendarbeit, fördern Angebote für ältere LSBTI und bringen in der Arbeitswelt das Diversity Management voran, insbesondere im Mittelstand und im öffentlichen Dienst. Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sichern wir dauerhaft im Bundeshaushalt ab. Regenbogenfamilien werden wir in der Familienpolitik stärker verankern. Geschlechtsspezifische und homosexuellenfeindliche Beweggründe werden wir in den Katalog der Strafzumessung des § 46 Abs. 2 StGB explizit aufnehmen. Die Polizeien von Bund und Ländern sollen Hasskriminalität aufgrund des Geschlechts und gegen queere Menschen separat erfassen.

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„Missglückt“ Nachtrag zum Diskussions-Desaster bei der SPD

Wirklich gelegt haben sich die Wogen nach der SPD-Online-Diskussion „Kultur schafft Demokratie“ noch nicht. Sandra Kegel war dort zu Gast, die in der FAZ die actout-Aktion von 185 Schauspieler:innen kritisiert hatte. Moderatorin Gesine hatte sich dabei auf die Seite von Sandra Kegel gestellt und – nachdem die Debatte entglitt und schwulen Rednern das Wort entzogen worden war – Homosexuelle als unbotmäßige Störer, die nicht richtig und sachlich diskutieren können, abgewatscht. (Kommentar im Samstag-Blog) Inzwischen haben sich die verantwortliche Grundwertekommission der Sozialdemokratie und auch die SPDqueer zu Wort gemeldet. Es gibt einen weiteren Beitrag vom Nollendorfblogger und in der „Süddeutschen“ tritt jemand meta-mäßig nach und – Nachtrag zum Nachtrag – der Nollendorfblogger hat noch was gebloggt …

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Dresden: Mahnwache und Schweigeminute für die Opfer des Attentats

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Die geduldete Selbstverständlichkeit, uns zu attackieren

Die „Münstersche Zeitung“ berichtet über eine Attacke von vier Jugendlichen auf ein schwules Paar. Ein 24-Jähriger erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma und Kieferbruch. Queer.de weist darauf hin, dass das Verbrechen keine Erwähnung im täglichen Polizeibericht der Stadt findet. Zur Brutalität der Tat kommt eine bewusste Politik des Verschweigens hinzu. Und erinnert damit fatal an

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Polizeigewalt gegen Polens LGBT-Community

Aus Polen kommen Bilder von einer Polizeibrutalität gegen Lesben, Schwule, Transgender, wie man sie sonst nur aus Russland kennt. Die Aktion von Verhaftungen und Internierung von queeren Aktivist*innen erfolgt unmittelbar nach der Vereidigung des rechtsnationalistischen Präsidenten Duda, der im Juli mit einer knappen Mehrheit von 51 Prozent  wiedergewählt worden war. Duda hatte im Wahlkampf massiv Stimmung gegen Homosexuelle geschürt.

Anlass der Eskalation ist die Verhaftung der queeren Aktivistin Malgorzata („Margot“). Weiterlesen ‚Polizeigewalt gegen Polens LGBT-Community‘

IDAHOBIT 2020


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