Archive for the 'Gewalt gegen Schwule und Lesben' Category

Bayern erhält Beratungsstelle für Betroffene von homophober Gewalt

Bayern erhält eine Online- und Telefonberatung für schwule, bisexuelle und queere Männer*, die Opfer von Gewalt wurden. Das meldet das Sub, Münchens schwules Kommunikations- und Kulturzentrum. Im Lichte der aktuellen Berichte über gewalttätige Schläger auf dem Oktoberfest, die in ihrem Hass auf Homosexuelle auf alles einprügeln, was ihrer Ansicht nach schwul aussieht, erscheint die Notwendigkeit und Dringlichkeit eines solchen Angebots besonders deutlich. Wie das Sub in einer Pressemitteilung vom 4. Oktober 2019 schreibt: Weiterlesen ‚Bayern erhält Beratungsstelle für Betroffene von homophober Gewalt‘

Nichts, worüber man sich aufregen müsste

Wir wollen die gute Nachricht nicht verschweigen, sie ist bei queer.de zu finden: 86% der Berliner halten Homosexualität für „etwas völlig Normales“. So „normal“ wie die Gewalt gegen Homosexuelle und gegen Trans*Menschen, die dann wohl irgendwie aus dem Pool der übrigen 14% kommen muss. Und das in steigender Zahl, wie es scheint:

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Zu sexy um homophob zu sein?

Zunächst die Entwarnung: Sänger Andreas Gabalier ist nicht homophob. Wer wüsste das besser als er selbst, und darum hat er es dem Wiener „Kurier“ für den heutigen Samstag so diktiert:

„Ich bin weder homophob noch frauenfeindlich und auch nicht rechtspopulistisch unterwegs.“

Mit diesem Wissen sei auf einen Beitrag auf „Zeit Online“ verwiesen. Jens Balzer geht in „Ein Hallihallo mit eisernem Kreuz“ der Kritik an dem Schlagersänger nach und kommt zu dem Fazit: „In politischer wie in sexualästhetischer Hinsicht ist das Schaffen von Andreas Gabalier also konsistent ambivalent.“

Es gibt eine Stelle im Artikel, die mich irritiert:

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Ablenkungsmanöver – Warum der Ärger über Gabalier und Polunin richtig ist, aber möglicherweise auch die Ursachen verfehlt

Gabalier, Polunin, WDR 5 … die faschistoid-homophobe Selbstverständlichkeit feiert neue Urstände in Kultur und Medien und wird bagatellisiert. Wie immer empört man sich – was soll man auch sonst tun? Das Folgende sind unfertige Gedankenfragmente, entstanden aus dem Bedürfnis, mich zwar an aktuellen Geschehnissen abzuarbeiten, aber nicht der Versuchung zu erliegen, sie zur Ursache von tiefer liegenden Veränderungen zu machen.

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Die Freiheit, miteinander frei zu sein

In den letzten Jahren gab es zwei maßgebliche Erkenntnisse: Verbesserungen, die breite Akzeptanz und wohlgesonnene Toleranz von und gegenüber LGBT, sind möglich und setzen sich durch. Zugleich aber sind die Fortschritte weder geradlinig noch unumkehrbar. Die Aushöhlung demokratischer Rechte durch patriarchale, despotische Herrscher bzw. Regime – teils in mehr oder weniger demokratischen Wahlen legitimiert – bleibt niemals ohne Auswirkungen auf „Minderheiten“ einer Gesellschaft. Nicht alles, was die Gleichstellung von Homosexuellen betrifft, kann rechtlich geregelt werden. Aber ohne die Verankerung im Recht ist alle Gleichstellung, alle Akzeptanz nur willkürlich und letztlich nichts. In Gesellschaften, die wieder auf Abschottung setzen, auf Ausgrenzung von Gruppen, können, selbst wenn sie nicht unmittelbar betroffen sind, am Ende des Tages auch Homosexuelle nicht frei leben. Wo Juden, Frauen, Behinderte, Menschen anderer Nationen attackiert werden, weil ihr So-Sein bereits als Legitimation für Übergriffe gilt, dort gibt es auch für Homosexuelle keine Sicherheit. Unsere Freiheit ist immer auch die Freiheit der anderen. Das solidarische Miteinander von Homo-, Bi-, Inter- und Trans*sexuellen lässt sich nur erstreiten, leben und genießen im solidarischen Miteinander aller. Das lässt sich nicht hintergehen, so schwer die Ausverhandlung dieser Freiheit und dieses Miteinanders im Alltag und Einzelfall auch sein mag. / ©RH

US-Botschafter Richard Grenell sollte sein Amt sofort aufgeben!

Es ist die Normalität, die wir uns immer gewünscht haben: Richard Grenell, der neue US-Botschafter für Deutschland, wird nicht nur im Weißen Haus im Beisein seines Partners vereidigt, er bringt ihn auch gleich mit zum Bundespräsidenten Steinmeier, wenn er in Berlin seine Akkreditierung erhält.

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Alte Vorurteile, aktueller Hass – Vom langen Leben der Feindbilder

„Wie bei vielen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bedient sich auch der Hass auf Juden und Homosexuelle aus einem über Jahrhunderte aufgebauten ‚Vorrat‘ an Vorurteilen, Stereotypen, Unterstellungen und Zuschreibungen. Es erschreckt gerade angesichts der jüngsten Übergriffe auf jüdische Mitbürger, wie hartnäckig sich Ressentiments halten und – eigentlich noch schlimmer – wie hartnäckig sich ein Denken (oder ist es eher ein Nicht-Denken?) hält, Ressentiments seien eine Rechtfertigung für Gewalt. Was mich aber noch weit mehr beunruhigt, ist der Umstand, dass dieser ‚Vorrat‘ an Vorurteilen und kollektiven Feindbildern (der Einzelne wird dabei stets für die Gruppe verantwortlich gemacht) weiter aufgefüllt wird …“

→ Meinen Beitrag „Vom langen Leben der Feindbilder“ im „kreuz & queer“-Blog lesen


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