Archive for the 'Gesellschaft' Category

Bloß nichts wegnehmen lassen!? Die Angst der Schwulen vor dem Queeren

eine erste Annäherung mit vielen Fragen …

Eine Angst geht um unter den Schwulen der Republik. Die Angst, die Leistungen der Schwulenbewegung würden nicht mehr gewürdigt, ja sogar verleugnet; die Angst, von Queerfeministinnen diskriminiert und gezielt aus bestimmten Institutionen, wie etwa dem (noch) Schwulen Museum, ausgeschlossen zu werden. Queer ist das neue schwul, aber weitaus schlimmer: Schwule Männer müssten sich von Queers als „schwul“ im Sinne von altmodisch, reaktionär, rassistisch beleidigen lassen. Mit Kampfbegriffen wie „toxische Männlichkeit“ und „alte weiße Männer“ werde Hetze gegen die einst selbstbewusste schwule Identität, gegen ein gutes männliches Körpergefühl betrieben.

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Der Woof zum Samstag: Some Penguins Are Gay

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Der Woof zum Feiertag – „State of Pride“

Die Filmemacher Rob Epstein und Jeffrey Friedman sind Dokumentaristen homosexueller Geschichte(n). Bekannt sind etwa ihre Dokumentation“The Times of Harvey Milk“ über das Leben des  ermordeten ersten offen schwulen Politikers der USA (Epstein erhielt dafür den Oscar) oder „Celluloid Closet“ über Homosexualität in Hollywood-Filmen. Nun haben sie 50 Jahre nach den Stonewall-Unruhen junge Lesben, Schwule, Transgender in den USA porträtiert, geleitet von der Frage, was ihnen „Pride“ heute bedeutet.

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Tabu Einsamkeit: Wo der queere Aktivismus gerne wegschaut

Es ist bezeichnend, dass Einsamkeit in Deutschland vor allem als Kostenfaktor zum Thema wird. Noch bezeichnender ist, dass ein Thema wie Einsamkeit in der schwulen Welt überhaupt nicht vorkommt. In den queeren Medien gibt es nur eine Weise, Community zu betrachten, und das ist eine politische. Identitätsdebatten, Kampf gegen Diskriminierung und Forderungen nach politischen Bündnissen gegen Rassismus, Sexismus etc. überlagern alles. Selbst dort, wo es um ein so wichtiges Thema wie das Leben von Homo-/Transsexuellen im Alter geht, wird der Fokus auf einige wenige Wohnprojekte und – typisch Berlin! – den Kampf Schwule gegen Lesben gerichtet. Es müssen erst alte Grabenkämpfe ausgefochten werden, bevor dringend erforderliches gemeinsames Handeln möglich scheint. Zudem wird die Dimension des Themas wie des Problems völlig verkannt. Einige Leuchttürme, in die letztlich wenige Homosexuelle einziehen können, werden den Bedarf der kommenden Jahre und Jahrzehnte kaum decken.

So wie die Community und ihre politischen Verbände beim Thema Alter versagen bzw. sich im gehobenen Wegschauen üben, werden soziale Themen generell missachtet, gelten als Tabu.

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Essen als Bedrohung – In „Ich habe es satt“ thematisiert Nils Binnberg Körperscham und krankhaften Kontrollzwang

„Da traf mich sein Blick. Vielmehr traf sein Blick meinen Bauch. Prüfend.“ Der Blick des Freundes und die Waage sind die Auslöser, die Autor Nils Binnberg bewegen, eine Diät zu beginnen. So weit, so trivial, so nahezu jedem vertraut. Nur dass sich bei Nils Binnberg die Suche nach dem perfekten Weg zum Abnehmen zur Sucht nach gesundem Essen wird. Selbst ein Name hat sich für die daraus resultierende Essstörung schon gefunden: „Orthorexie“. Nils Binnberg wird zum „Kontrollfreak, zerrissen zwischen Zwang und Scham“, getrieben von einem „obsessiven Wunsch nach Schlankheit und Körperkontrolle“. Zuletzt isst er nur noch fünf Lebensmittel: Räucherlachs, Avocado, Fleisch, Salat und ein paar Nüsse.

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Die Berliner*innen berlinern gern! Zum CSD-Motto 2019 (+Update 21.2.)

21.2. Update am Ende des Artikels.

An dem diesjährigen Motto des Berliner CSD ist vor allem beeindruckend, wie elegant es das Gendersternchen-Problem, Binde- respektive Unterstriche vermeidet. Nur noch ein Gedankenstrich ist übrig! „Queer sind Berlin – JEMEINSAM!“ Kaum zu glauben, dass wir 2019 auch (nicht nur) das sich zum fünfzigsten Mal jährende Ereignis des „Stonewall“-Aufstandes gegen Polizeigewalt feiern. Solidarität und Zusammenhalt in schwieriger Lage – das sind fürwahr Ideale, auf die die Community stolz sein darf und die es weiter zu bewahren gilt. Das berlinernde „Jemeinsam“ macht allerdings auch klar, dass mitunter von hehren Visionen letztlich doch nur lokalpatriotische Folklore übrigbleiben kann.

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Ablenkungsmanöver – Warum der Ärger über Gabalier und Polunin richtig ist, aber möglicherweise auch die Ursachen verfehlt

Gabalier, Polunin, WDR 5 … die faschistoid-homophobe Selbstverständlichkeit feiert neue Urstände in Kultur und Medien und wird bagatellisiert. Wie immer empört man sich – was soll man auch sonst tun? Das Folgende sind unfertige Gedankenfragmente, entstanden aus dem Bedürfnis, mich zwar an aktuellen Geschehnissen abzuarbeiten, aber nicht der Versuchung zu erliegen, sie zur Ursache von tiefer liegenden Veränderungen zu machen.

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