Archive for the 'gay life' Category

Chance für das „Eagle“? Stadt Stuttgart reagiert auf Kritik

Das mögliche Aus der Stuttgarter Kneipe „Eagle“ durch Auflagen der Stadtverwaltung, in denen auch die „Sittlichkeit“ des Lokals als fragwürdig bezeichnet wird, hat ein großes Echo in den sozialen Medien und auch in der Presse gefunden. In die Empörung mischte sich – wie auch in meinem Artikel – Wut und Verärgerung über den Grünen-OB Fritz Kuhn bzw. die Grünen oder „die Politik“ als solches. Nun aber hat die Stadt Stuttgart mit einer Twitter-Nachricht auf die Situation reagiert:

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Stuttgarter „Eagle“ vor dem Aus – Wie die Stadtpolitik der Grünen die Szene bedroht

Nachdem man im Mai im Stuttgarter „Eagle“ noch das 30-Jährige gefeiert hatte, bleiben mit dem Jahreswechsel die Türen dicht. Geplant war, nachdem die bisherigen Geschäftsführer Heinz und Jürgen in Ruhestand gegangen waren, die Bar „unter neuer Geschäftsleitung mit einem hochmotivierten Team und frischen Ideen“ weiterzuführen. Doch eine neue Gaststättenerlaubnis sei erst am Montag, den 30 Dezember mit einer langen Liste von Auflagen ausgestellt worden. Diese mache einen Weiterbetrieb „unmöglich“.

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„Ich bin“ … Zum Tod von Jerry Hermann

Diese Demütigung … diese tiefe Verletzung, durch die, die man liebt, nach deren Nähe man sich sehnt, die, um die man sich gekümmert hat, und nun … Ablehnung. Das Schweigen, das Sich-Zurückziehen, dieses entsetzliche Alleinsein … und dann, ganz leise, der Moment, wenn man die Stimme wiederfindet, der Moment, in dem man sich selbst vergewissert, der Moment der Selbstbehauptung, des Widerstandes … ein Anfang … zaghaft … schwankend … aber man richtet sich auf, die Stimme wird lauter, entschlossener. Nein, das ist nicht das Ende … es ist, was es ist: eine bittere Enttäuschung, aber es ist nicht das Ende. Nein, man wird sich nicht verstecken, nicht wieder, niemals wieder … alles andere geht nicht mehr … nur dies: zurück zum Leben, voller Trotz, Wut und Stolz zugleich, mit unbändiger Energie, die sich nach der Verachtung Bahn bricht: Ich bin, was ich bin, und ich muss mich dafür nicht entschuldigen, nicht rechtfertigen.

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Manfred Bruns im Alter von 85 Jahren gestorben

Nachruf von Johannes Kram (Nollendorfblog):

„Der berührende Brief …“ (26.10.2019)

Nachruf von Jan Feddersen (taz):

„Vom ‚Sicherheitsrisiko‘ zum Helden“ (23.10.2019)

Meldung auf queer.de:

„Trauer um Manfred Bruns“ (22.10.2019)

Tagesschau-Interview:

„Der ‚Schwulen-Paragraf‘ musste weg“ (10.3.2019)

Spiegel-Artikel:

„Das wollen wir auch“ (15.12.2015)

Twitter-Meldung der Hirschfeld-Stiftung:

„Armutssafari“ und die drei verbotenen A-Wörter der schwulen Welt

Wenn es ein Thema gibt, das bei Homosexuellen noch hinter Aids und Alter liegt, dann ist es das Thema Armut. Homosexualität in Deutschland, das ist die Homosexualität einer wohlhabenden, oberen Mittelschicht. Die heute gefeierte Gleichstellung verdankt sich einerseits liberalen Umbrüchen im Zuge der 68er, aber auch dem wirtschaftlichen Aufstieg des Landes in den siebziger wie, weitaus mehr, achtziger Jahren. Flexibel, mobil, anständig – das machte Homosexuelle, speziell Schwule, ideal für die Erfordernisse einer globalen Wirtschaft; Dinkies – Double Income, no Kids -, waren und sind ideal für eine auf permanenter Konsumsteigerung basierenden Wirtschafts-form. Was als Kritik an der Gesellschaft begann, ist inzwischen zu ihrer größten Affirmation geworden.

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Älterwerden – ein Projekt für die queere Community

Die BBC berichtet über ein Projekt der britischen LGBT Foundation in Greater Manchester. „Pride in Ageing“ zielt darauf ab, soziale Isolation zu überwinden und den Zugang zu integrativen Wohn- und Pflegemöglichkeiten für Menschen über 50 Jahren zu gewährleisten. Das Projekt soll, „die positiven Aspekte der LGBT-Persönlichkeit im mittleren bis fortgeschrittenen Leben feiern“. Menschen sollen zusammengebracht und befähigt werden, eine aktive Gemeinschaft aufzubauen.

Hintergrund sind Studien, nach denen etwa 60% der LGBT-Betroffenen über 50 Jahre in der Region nicht glauben, dass die Sozialfürsorge- und Unterstützungsdienste in der Lage sein würden, ihre speziellen Bedürfnisse zu verstehen und ihnen gerecht werden zu können. Generell wird davon ausgegangen, dass LGBT über 50 Jahre einem viel höheren Risiko der Isolation ausgesetzt sind.

Schauspieler Sir Ian McKellen unterstützt das Projekt: „You want to feel you are surrounded by, at least, friendship and, on occasions, love and respect and all those things can be missing if people slip back into the old attitudes.“ (Du möchtest fühlen, dass du von, zumindest, Freundschaft und, gelegentlich, Liebe und Respekt umgeben bist. All das fehlt, wenn Menschen in die alten Verhaltensmuster verfallen.) Wobei McKellen speziell die Generation im Blick hat, die wegen der Kriminalisierung und Strafverfolgung gezwungen war, über ihre Homosexualität zu schweigen, und nun, aufgrund sozialer Isolation im Alter, wieder schweigt.

Anders als in Deutschland nimmt man in Großbritannien Themen wie Alter, Einsamkeit schon länger in den Blick, auch hinsichtlich der Situation von LGBT. Erstaunlich ist, dass man sich ihnen – very british – sehr pragmatisch und unaufgeregt nähert. Mein erster (Facebook-)Gedanke zum Projekt „Pride in Ageing“ – ohne viele Details zu kennen – war: Es wäre ein in der Tat gutes und großes und sinnvolles Projekt für die Community hierzulande in all ihren Buchstaben: Ältere als Teil der Szene bejahen und ihnen nicht ständig das Gefühl zu geben, nicht mehr erwünscht zu sein. Und für die Älteren: den Mut haben, weiterhin am Leben in der Szene und der Community teilzuhaben und sich nicht zurückzuziehen.

Bloß nichts wegnehmen lassen!? Die Angst der Schwulen vor dem Queeren

eine erste Annäherung mit vielen Fragen …

Eine Angst geht um unter den Schwulen der Republik. Die Angst, die Leistungen der Schwulenbewegung würden nicht mehr gewürdigt, ja sogar verleugnet; die Angst, von Queerfeministinnen diskriminiert und gezielt aus bestimmten Institutionen, wie etwa dem (noch) Schwulen Museum, ausgeschlossen zu werden. Queer ist das neue schwul, aber weitaus schlimmer: Schwule Männer müssten sich von Queers als „schwul“ im Sinne von altmodisch, reaktionär, rassistisch beleidigen lassen. Mit Kampfbegriffen wie „toxische Männlichkeit“ und „alte weiße Männer“ werde Hetze gegen die einst selbstbewusste schwule Identität, gegen ein gutes männliches Körpergefühl betrieben.

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