Archive for the 'gay life' Category

„Moonlight“ gewinnt Oscar als bester Film

Moonlight

Nach langer, langer Zeit und krankheitsbedingter Pause habe ich mein Schreiben fürs „kreuz & queer“-Blog auf evangelisch.de wieder aufgenommen – und da ich dort ja stets alle zwei Wochen montags veröffentliche, war nach dem sensationellen Triumph bei der Oscar-Verleihung klar, dass heute „Moonlight“ Thema sein muss. Der Film ist ab 9. März in den deutschen Kinos zu sehen. / Filmstill: © A24 / DCM
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Auf dem Weg ins neue Jahr liegt der Unerledigt-Stapel

Tick, Tick, Tick … Der Druck wächst, in den letzten Stunden des Jahres noch alles abzuschließen, den Stapel Unerledigtes wenigstens zu minimieren. Rasch noch die losen Beziehungsfäden, die wenigen, die entstanden, aufheben, verknüpfen. Dabei will ich gar nicht zurückdenken an dieses Jahr, das ein vergebliches war. Ich ignoriere den Aufschrei, das Jahr sei so schlimm gewesen, weil so viele Promis starben (schwule Ikonen von David Bowie über Prince bis George Michael). Das also ist es, was den Leuten ein Jahr verdirbt? Dann kann der Rest ja nicht so schlimm gewesen sein.

Zum Jahresende in Berlin werden wieder vermehrt Übergriffe auf Homosexuelle gemeldet. Kein Terroranschlag in diesem Jahr – allesamt auch Anschläge auf unsere, meine Art zu leben, zu fühlen, zu sehnen, zu lieben -, kein Terroranschlag lässt die Schlägertrupps des Alltags innehalten. Gewalt gegen schutzsuchende Flüchtlinge, gegen Frauen, die die Treppe zur U-Bahn hinabgehen, gegen Juden, die in Berlin nicht mehr wagen, Kippa zu tragen. Nicht erst in diesem Jahr eine Unerträglichkeit. Eine breite Mehrheit verurteilt solche Gewalt. Ein sich verfestigender Prozentsatz bejubelt allerdings die Aktionen gegen all das, „was nervt“, und schiebt den Opfern eine Mitschuld zu: Warum muss ein Mann auch Frauenklamotten tragen? Die liberale Gegenfrage – Warum auch nicht? – dringt mitunter gar nicht mehr durch gegen die dumpfe Sehnsucht nach „Ordnung“.

Also jetzt noch schnell anschreiben gegen diese Gewalt, gegen jede Gewalt, gegen eine drohende Veränderung? Anschreiben gegen die eigene Trägheit, Bequemlichkeit der letzten Monate – und diese dabei gleich den anderen unterstellen? Eine Auswahl aus dem Unerledigt-Stapel, die als „Merkzettel“ ins neue Jahr mitgenommen wird, und eine Erinnerung …

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Besser wird’s nicht! Warum Schwule und Lesben nicht mehr allzu viel von den Grünen erhoffen sollten

Wie es aussieht, wird Volker Beck dem nächsten Bundestag nicht angehören. Die Grünen NRW haben ihm bei der Wahl der Delegierten einen halbwegs sicheren Platz auf ihrer Landesliste verweigert. Ihm, der bei der letzten Wahl noch ihr Spitzenkandidat war. Vordergründig abgestraft für seinen Drogenkonsum, für die folgenden negativen Schlagzeilen. Man will sauber bleiben bei den Grünen! Aber so ist es halt: Politik ist ein schmutziges Geschäft, es gibt keine Freundschaften, sondern nur Interessen. Wer dachte, das wäre bei den Grünen anders, muss schon sehr naiv sein. Volker Beck, auf der öffentlichen Bühne einst Hauptprotagonist im Kampf für die Eingetragene Lebenspartnerschaft, ist zum Hindernis geworden auf dem Weg der Grünen zum erhofften Regierungsbündnis mit der CDU/CSU und wurde abserviert. Der Vorgang ist ein Vorgeschmack darauf, wie die Grünen nach der nächsten Wahl mit Forderungen von Homosexuellen nach weitergehender Gleichstellung umgehen werden.

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Queer Lion für isländischen Film

queerlion_heartstone

Der Debütfilm des in Reykjavik geborenen Regisseurs Guðmundur Arnar Guðmundsson wurde in diesem Jahr mit dem Queer Lion der Filmfestspiele in Venedig ausgezeichnet. „Hjartasteinn“ (Heartstone) erzählt vom Leben und von der Freundschaft der beiden Jungen Thor (Baldur Einarsson) und Christian (Blær Hinrikson) in einem kleinen isländischen Dorf. Die Romanze mit zwei Mädchen bringt die Gefühlswelt gehörig durcheinander. Sie wird nicht nur zur Probe für die lange innige Beziehung der Jungen, sie müssen auch lernen, welche Grenze dem Erkunden von Gefühlen in ihrem Dorf gesetzt sind.

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“The Daily Beast” jagt schwule Athleten

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Nico Hines, ein heterosexueller Journalist und Familienvater, machte sich in Rio während der Olympischen Spiele einen besonderen “Spaß”. Er suchte mit Hilfe der Dating-App Grindr im Olympischen Dorf nach schwulen Athleten. Ausgerechnet die renommierte Nachrichtenwebsite „The Daily Beast“ veröffentlichte seinen reißerischen Artikel, in dem sich Hines damit brüstet, innerhalb einer Stunde drei schwule Athleten zum Sex-Date gelockt zu haben. Ein Jäger beziffert seine Beute! Zwar nannte der Artikel keine Namen, aber dafür zahlreiche genaue Angaben über Sportart, Größe, Gewicht, Herkunftsland der Sportler, so dass es kein Problem wäre, die Identität herauszufinden. Nach massiver Kritik löschte „The Daily Beast“ den Artikel und postete stattdessen eine Entschuldigung, man habe mit dem Artikel niemanden aus der LGBT-Community verletzen wollen.

Tatsächlich aber nähern sich „The Daily Beast“ und Autor Nico Hines dem Boulevardblatt an, das 2014 in Uganda auf der Titelseite die Namen und Fotos von mutmaßlichen Homosexuellen veröffentlichte.

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Streifzug durchs Stadtfest

Stadtfest

Streifzug durchs lesbisch-schwule Stadtfest, vorbei an den kirchlichen Ständen – mit der Predigt aus dem Eröffnungsgottesdienst im Sinn und der Verheißung „der Ewigen“ für die Zukunft auf dem Papierzettel.
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Wie schrill darf und muss er sein? Über den CSD in unruhigen Zeiten

Regenbogen-Grau_sZu den CSD-Paraden gehört so sicher wie das Amen in der Kirche der Vorwurf, sie seien zu schrill. Warum gediegenes Grau nicht weiterhilft und warum gelungene Paraden, egal wie schrill, auch ein spirituelles Moment haben.
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