Archive for the 'gay life' Category

Die Szene wird es künftig nur noch für wenige geben

Corona ist durch, weil es die Wirtschaft so will. Mit den ersten Öffnungen von Einzelhandel und Hotelbetrieben ist der Damm der Eindämmung gebrochen. Auch die Infrastruktur für Lesben und Schwule wird sich aufrappeln und „irgendwie“ wieder öffnen. Aktivisten streiten zwar noch um die richtige Form des CSD, Idealisten malen sich noch aus, dass wir ganz toll was gelernt haben und jetzt aber wirklich, wirklich zusammenstehen und uns füreinander interessieren, aber das kann man sich vielleicht schon wieder in die Haare schmieren, die ab sofort wieder vom schwulen Friseur des Vertrauens geschnitten werden und nicht mehr vom Lebenspartner. Von all den hehren Utopien und dem guten Gefühl, dass manche mit wirklich engagierten und voller Optimismus produzierten Online-Events verbreitet haben, wird in der Realität wenig übrigbleiben. Das, was an realer Infrastruktur überlebt, wird künftig nur noch einer begrenzten Zahl von queeren Menschen offenstehen. Was bislang immer gern verschwiegen wurde (genau: ein Tabuthema!), wird nun deutlich und schroffer zutage treten: Die queere Szene ist eine Zwei-Klassen-Welt.

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„Zuversichtlich, dass es weitergeht“ Spendenaktion fürs Waldschlösschen erfolgreich

„Ich bin jetzt zuversichtlich, dass es im Waldschlösschen weitergeht“, sagt Ulli Klaum, Leiter der Akademie Waldschlösschen, als Reaktion auf die vor wenigen Tagen gestartete Spendenaktion. Rainer Marbach vom Vorstand der Stiftung, die das Tagungshaus trägt, zeigte sich in einem Dankes-Video „ermutigt durch den Rückhalt der Comunity in der Krise“.

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Ein Virus geht um … und unsere Geschichte lehrt uns, worauf es jetzt ankommt

Die Corona-Pandemie trifft nun auch die queere Community in Deutschland mit voller Wucht. In Berlin denkt man über eine Absage oder Verschiebung des CSD nach, das Schwule Museum hat bis mindestens 19. April seine Türen geschlossen, die Schwulenberatung muss ihr Angebot einschränken. In Stuttgart bleiben im schwulen Buchladen Erlkönig die Kunden aus, das Lesbenfrühlingstreffen in Heidelberg wurde abgesagt. Ganz zu schweigen von den unzähligen kulturellen Veranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen, die bundesweit abgesagt werden. Und nicht nur in der Hauptstadt wird inzwischen erwogen, Bars, Cafés und Clubs generell zu schließen. Auch das beliebte Städte-Hopping von Event zu Event bleibt nicht unberührt: Das „Große Bärengehege“ bei der Gaydelight auf dem Stuttgarter Frühlingsfest im Mai ist ebenso abgesagt wie die Veranstaltungen vom MLC auf dem Münchner Starkbierfest oder das Fetischtreffen zu Ostern in Berlin.

Sprung über den Teich:

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Zuquatschen statt zutexten: Zur Popularität von Podcasts

Der zeitgenössische queere Mann hört jetzt Podcasts – vorzugsweise im Fitnessstudio, in der U-Bahn oder in der schwulen Kneipe, sofern er überhaupt in eine Kneipe geht. Er tut das, weil er informiert sein will, weil ihn die Meinungen anderer interessieren und weil es alle machen.

Podcast erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. Das liegt zum einen an der Geschäftstüchtigkeit von Streamingdiensten, die das Ohr der Abonnenten nicht mehr länger nur mit Musik, sondern auch mit Wort zukleistern wollen, um längere Verweildauer zu erzwingen.

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Chance für das „Eagle“? Stadt Stuttgart reagiert auf Kritik

Das mögliche Aus der Stuttgarter Kneipe „Eagle“ durch Auflagen der Stadtverwaltung, in denen auch die „Sittlichkeit“ des Lokals als fragwürdig bezeichnet wird, hat ein großes Echo in den sozialen Medien und auch in der Presse gefunden. In die Empörung mischte sich – wie auch in meinem Artikel – Wut und Verärgerung über den Grünen-OB Fritz Kuhn bzw. die Grünen oder „die Politik“ als solches. Nun aber hat die Stadt Stuttgart mit einer Twitter-Nachricht auf die Situation reagiert:

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Stuttgarter „Eagle“ vor dem Aus – Wie die Stadtpolitik der Grünen die Szene bedroht

Nachdem man im Mai im Stuttgarter „Eagle“ noch das 30-Jährige gefeiert hatte, bleiben mit dem Jahreswechsel die Türen dicht. Geplant war, nachdem die bisherigen Geschäftsführer Heinz und Jürgen in Ruhestand gegangen waren, die Bar „unter neuer Geschäftsleitung mit einem hochmotivierten Team und frischen Ideen“ weiterzuführen. Doch eine neue Gaststättenerlaubnis sei erst am Montag, den 30 Dezember mit einer langen Liste von Auflagen ausgestellt worden. Diese mache einen Weiterbetrieb „unmöglich“.

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„Ich bin“ … Zum Tod von Jerry Hermann

Diese Demütigung … diese tiefe Verletzung, durch die, die man liebt, nach deren Nähe man sich sehnt, die, um die man sich gekümmert hat, und nun … Ablehnung. Das Schweigen, das Sich-Zurückziehen, dieses entsetzliche Alleinsein … und dann, ganz leise, der Moment, wenn man die Stimme wiederfindet, der Moment, in dem man sich selbst vergewissert, der Moment der Selbstbehauptung, des Widerstandes … ein Anfang … zaghaft … schwankend … aber man richtet sich auf, die Stimme wird lauter, entschlossener. Nein, das ist nicht das Ende … es ist, was es ist: eine bittere Enttäuschung, aber es ist nicht das Ende. Nein, man wird sich nicht verstecken, nicht wieder, niemals wieder … alles andere geht nicht mehr … nur dies: zurück zum Leben, voller Trotz, Wut und Stolz zugleich, mit unbändiger Energie, die sich nach der Verachtung Bahn bricht: Ich bin, was ich bin, und ich muss mich dafür nicht entschuldigen, nicht rechtfertigen.

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#Pride2020

Neue IWWIT/DAH-Broschüre: „Schwul. Trans*. Teil der Szene“

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