Archive for the 'Film' Category

Von Zärtlichkeit und verletzter Männlichkeit – Rezension zum Film „The Rider“

Wer sich für das Thema Männlichkeit jenseits gängiger diskursiver Schlagworte wie „toxische Männlichkeit“ und „Alphatier“-Revival-Fantasien interessiert, der sollte sich „The Rider“ der Regisseurin Chloé Zhao nicht entgehen lassen: ein stiller Film mit einer eigenen Poesie und Zärtlichkeit.

„The Rider“ ist die Geschichte von Brady Blackburn, ein Rodeo-Reiter, der nach einem Sturz eine schwere Schädelverletzung erleidet. Medizinisch ist die Sache eindeutig: Er muss, wenn er gesunden bzw. weiter leben will, das Reiten aufgeben. Für Brady beginnt eine intensive Auseinandersetzung mit seiner Lebensrealität und seinen Lebensträumen. Am Schluss läuft der Film auf eine Entscheidung zu. Brady, der um seine Identität als Mann/Cowboy ringt, will wieder an einem Rodeo teilnehmen.

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„Girl“ gewinnt Queer Palm von Cannes

Der Debütfilm des Regisseurs Lukas Dhont erzählt die Geschichte der jungen Lara, die von einer Karriere als Ballerina träumt und dafür am Konservatorium in Brüssel die klassische Ausbildung zur Tänzerin durchläuft. Doch nicht nur steht die Prüfung bevor. Lara wartet auch auf den Beginn der geschlechtsangleichenden Operation. Geboren wurde Lara nämlich in einem männlichen Körper. Dies versucht sie vor den anderen Mädchen im Ballett zu verbergen.

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„Marvin“ gewinnt den Queer Lion

„Marvin“ ist inspiriert von der auch hierzulande breit rezipierten Erzählung „Das Ende von Eddy“ von Édouard Louis. Erzählt wird im Film die Geschichte eines jungen Mannes, der in einem ländlichen Dorf in den Vogesen aufwächst, der zuhause missbraucht und in der Schule wegen seines Schwulseins gemeobbt wird. Marvin kann sich aus dieser Umgebung lösen. Er zieht nacht Paris, wo er unter anderem auf Isabelle Huppert trifft (gespielt von Isabelle Huppert selbst!). Dort kann er seine traumatischen Erfahrungen letztlich kreativ nützen, um ein Künstler zu werden.

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Queer Palm für Aids-Dokudrama

Auf den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes wurde, wie erwartet, das französische Aids-Dokudrama „120 battements par minute“ (120 Schläge pro Minute) mit der Queer Palm als Bester Film mit einem für LGBT-relevanten Thema ausgezeichnet. Schon im Vorfeld war der Beitrag des Regisseurs Robin Campillo als Favorit gehandelt worden. „120 battements“ erinnert an den Kampf von Aids-Aktivisten im Umfeld der  französische ACT UP-Gruppe im Frankreich der neunziger Jahre.
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„Moonlight“ gewinnt Oscar als bester Film

Moonlight

Nach langer, langer Zeit und krankheitsbedingter Pause habe ich mein Schreiben fürs „kreuz & queer“-Blog auf evangelisch.de wieder aufgenommen – und da ich dort ja stets alle zwei Wochen montags veröffentliche, war nach dem sensationellen Triumph bei der Oscar-Verleihung klar, dass heute „Moonlight“ Thema sein muss. Der Film ist ab 9. März in den deutschen Kinos zu sehen. / Filmstill: © A24 / DCM
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Queer Lion für isländischen Film

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Der Debütfilm des in Reykjavik geborenen Regisseurs Guðmundur Arnar Guðmundsson wurde in diesem Jahr mit dem Queer Lion der Filmfestspiele in Venedig ausgezeichnet. „Hjartasteinn“ (Heartstone) erzählt vom Leben und von der Freundschaft der beiden Jungen Thor (Baldur Einarsson) und Christian (Blær Hinrikson) in einem kleinen isländischen Dorf. Die Romanze mit zwei Mädchen bringt die Gefühlswelt gehörig durcheinander. Sie wird nicht nur zur Probe für die lange innige Beziehung der Jungen, sie müssen auch lernen, welche Grenze dem Erkunden von Gefühlen in ihrem Dorf gesetzt sind.

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Queer Palm für Doku über die Aktivistin Thérèse Clerc

QueerPalm_ThereseClerc

Eine Dokumentation über die im Februar verstorbene Feministin Thérèse Clerc erhält in diesem Jahr die Queer Palm, den LGBT-Filmpreis der Filmfestspiele von Cannes. Die Jury sprach von einer zweifachen Auszeichnung. Einerseits für Regisseur Sébastien Lifshitz, der mit „Les vies de Thérèse“ (Die Leben der Thérèse) einen „bewegenden Film“ über und „liebevollen Blick“ auf die Kämpferin kurz vor ihrem Tod gemacht habe. Andererseits für Thérèse Clerc, die privates Leben und politisches Engagement vereint und deutlich gemacht habe, dass unser Begehren und unsere Sexualität Grundlagen für den Kampf um eine gerechtere Gesellschaft sein müssen.

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