Archive for the 'Fetisch' Category

Schwule Krimis für den Bücher-Herbst

KrimisZu zwei Krimis aus dem Querverlag habe ich auch ein klitzekleinwenig beigetragen und bin insofern möglicherweise ein bisschen befangen, gleichwohl seien sie geneigten Leser*innen empfohlen. Beide sind zeitlich im Herbst/Winter angesiedelt, das macht sie geradezu ideal für die Jahreszeit, wo man sich ohne Rechtfertigung mit Buch aufs Sofa, Bett oder an sonstigen ungestörten Lieblingsort zurückziehen kann. Wobei für Fans des Krimi-Genres eigentlich jederzeit die richtige Zeit für die Untiefen des Menschen ist! Es geht um neue Krimis von Felix Haß und Roland Gramling …

Weiterlesen ‚Schwule Krimis für den Bücher-Herbst‘

Die Lederszene muss einen Zufluchtsort bieten! Dirk Beckers „Die Lederszene“

Lederszene_FotoRH

Dass die Leder- resp. die Fetisch-Szene nach wie vor nicht als selbstverständlicher Teil der Community zählt, dafür hat jüngst der CSD Bremen ein unschönes Beispiel gegeben. Unverändert müssen Männer, die sich als hypermaskulin inszenieren, oder Männer, die aus ihrer Vorliebe für einen Fetisch keinen Hehl machen, als Projektionsfläche für das Böse, das „Perverse“ einer ansonsten angepassten und sich „anständig“ gebenden LGBTQ-Community herhalten.

Die Lederszene von Autor Dirk Becker will diese als „Ort der Sehnsucht“ rekonstruieren und in ihren Potenzialen (neu) beleuchten. Sein kurzer Essay ist Teil einer neuen Reihe „in*sight/out*write“ des Querverlags, in der „Aspekte und Facetten, Möglichkeiten und Phänomen einer nicht-heteronormativen Gesellschaft“ thematisiert werden sollen.  

Weiterlesen ‚Die Lederszene muss einen Zufluchtsort bieten! Dirk Beckers „Die Lederszene“‘

Der CSD Bremen erklärt, dass wir ihn nicht verstanden haben … Und man versteht’s immer noch nicht

Nach der gestern aufgekommenen Debatte um die Ausgrenzung der Fetisch-Community durch den CSD Bremen wurde nun eine angekündigte Pressemitteilung veröffentlicht. Wer eine Entschuldigung gegenüber der Fetisch-Community erwartet hatte, dürfte enttäuscht sein.

Weiterlesen ‚Der CSD Bremen erklärt, dass wir ihn nicht verstanden haben … Und man versteht’s immer noch nicht‘

CSD Bremen grenzt die Fetisch-Community aus

In Bremen ist man gerade dabei, den Geist der Parade, die sich auf die Ereignisse in der Christopher Street im Juni 1969 bezieht, zu Grabe zu tragen. In den „Visionen und Grundsätzen“ verbieten die Organisatoren des diesjährigen CSD Bremen „Fetischdarstellungen“, weil sich diese nicht mit „Themen wie Asylrecht, Trans*Recht oder queere Krankenversorgung“ vertragen. Zudem sei es ein Problem, dass das Publikum nicht einwilligen könne, ob es Fetische sehen möchte oder nicht.

Weiterlesen ‚CSD Bremen grenzt die Fetisch-Community aus‘

Der Woof zum Samstag: Good Vibes gegen Corona

Zwanzig Titel- resp. Scherpenträger der europäischen Fetischszene haben sich online zusammengetan, um mit gekonntem Hüftschwung – tja, der ist nicht nur den Drag Queens gegeben! – und Lip sync zu Andy Grammers „Honey I’m Good“ einige gute Vibes gegen Corona zu verbreiten. Stevio Blackhart, Mister Leather Europe 2020, und Hexy Joe, Italian Fetishman of the Year 2020, hatten die Idee zu diesem Projekt und u.a. Mister Bear Luxembourg 2020, Puppy Germany 2019 und Mister Rubber France 2019 schlossen sich an.


Link zum YouTube-Video

Ein Virus geht um … und unsere Geschichte lehrt uns, worauf es jetzt ankommt

Die Corona-Pandemie trifft nun auch die queere Community in Deutschland mit voller Wucht. In Berlin denkt man über eine Absage oder Verschiebung des CSD nach, das Schwule Museum hat bis mindestens 19. April seine Türen geschlossen, die Schwulenberatung muss ihr Angebot einschränken. In Stuttgart bleiben im schwulen Buchladen Erlkönig die Kunden aus, das Lesbenfrühlingstreffen in Heidelberg wurde abgesagt. Ganz zu schweigen von den unzähligen kulturellen Veranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen, die bundesweit abgesagt werden. Und nicht nur in der Hauptstadt wird inzwischen erwogen, Bars, Cafés und Clubs generell zu schließen. Auch das beliebte Städte-Hopping von Event zu Event bleibt nicht unberührt: Das „Große Bärengehege“ bei der Gaydelight auf dem Stuttgarter Frühlingsfest im Mai ist ebenso abgesagt wie die Veranstaltungen vom MLC auf dem Münchner Starkbierfest oder das Fetischtreffen zu Ostern in Berlin.

Sprung über den Teich:

Weiterlesen ‚Ein Virus geht um … und unsere Geschichte lehrt uns, worauf es jetzt ankommt‘

„Better the devil you know“ – Aus der noch zu schreibenden Erzählung „Die Liebenden“

Das nahende Fetischtreffen warf seine Schatten voraus. Allerdings nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, in Gestalt von Lederkerlen, die durch ihre bullige Statur das Sonnenlicht blockiert hätten. Das Lokal, in dem wir nach der Veranstaltung noch etwas trinken und eine Kleinigkeit essen gehen wollten, hatte die Speisekarte umgestellt und für einen Zeitraum von zwei Wochen die Preise erhöht. Berlin in seiner zeitgenössischen Ausprägung und die Kehrseite von „Events“: Alle, auch die seit Jahren in der Stadt Lebenden wie die Stammkunden von Schwulenlokalen, werden zu Touristen, die sich abzocken lassen müssen. Ein Grund, warum diese Events niemals Heimat bieten werden. Ihr Safe Space hat seinen Preis und das einzige Versprechen, das er zu halten vermag, ist, dass man am Ende wieder vor die Tür und auf den Boden der Realität gesetzt wird.

Die dreiste Geschäftstüchtigkeit wurde aber von der Runde schnell wegrationalisiert. „Naja, das ist für die ja auch Mehrarbeit. Bestimmt müssen sie noch eine Kraft zusätzlich anstellen in der Zeit.“ Innerlich akzeptierten wir den Stiefel der Ökonomisierung, nicht so dagegen den Lederstiefel, der mit dem Verweis aufs Fetischtreffen ebenfalls evoziert worden war.

Weiterlesen ‚„Better the devil you know“ – Aus der noch zu schreibenden Erzählung „Die Liebenden“‘


Archiv

Der Samstag anderswo

Der Samstag empfiehlt

Der Samstag empfiehlt