Archive for the 'Blogs & websites' Category

Unruhige Zeiten (auch) auf der Insel – Band 6 von Mayk D. Opiollas „Momentaufnahmen“

So verlässlich wie Weihnachten und Silvester verschönert auch ein neuer Band von Autor und Bloggerkollege Mayk D. Opiolla das Jahresende. Es ist das sechste Jahr, das der Ich-Erzähler der „Momentaufnahmen“auf Langeoog verbracht hat, und in 33 neuen Geschichten und Impressionen kann der Leser mit ihm die Zeit ebenso kurzweilig wie tiefsinnig Revue passieren lassen. (Über die beiden Jahre zuvor bzw. die Bände 4 und 5 kann man hier und hier im Samstag-Blog lesen.)
Man kann fast nicht glauben, dass sich im ersten Band noch der Satz „Ich bin kein gläubiger Mensch“ findet, denn mittlerweile hat sich das religiöse Bekenntnis des Erzählers gefestigt, was keineswegs heißt, dass sich damit auch das Hadern mit der Kirche als Institution erledigt hätte. Nur noch eher sporadisch, wenn auch auf irritierende Weise doch immer wieder der Erwähnung wert, geistert die irdische Liebe mit ihren Enttäuschungen und der Entsagung durch die Erzählungen.

Weiterlesen ‚Unruhige Zeiten (auch) auf der Insel – Band 6 von Mayk D. Opiollas „Momentaufnahmen“‘

Der Woof zum Samstag: Some Penguins Are Gay

Weiterlesen ‚Der Woof zum Samstag: Some Penguins Are Gay‘

Der Woof zum Samstag – Hugo Barriol

Der 29-jährige Franzose Hugo Barriol begann als Straßenmusiker, wurde für seine Auftritte sogar mit einem Preis ausgezeichnet und hat jetzt mit „Yellow“ sein erstes Album vorgelegt. Das obige Foto stammt aus dem Clip zu „Oh My“ (Link zu YouTube). In einer Ankündigung heißt es, in den Songs von bei Hugo Barriol mischten sich „majestätische Streichinstrumente mit dem holzigen Klang der Folk-Gitarre und seiner warmen, bauchigen Stimme“. Bei uns gesellt sich noch das bärig-bärtige Aussehen als Plus dazu. Und der Videoclip zu „Million Years“ (Link zu YouTube) beschert uns einen flüchtigen Kuss zweier junger Männer – nebst Hugo Barriol im Wasser!

Mehr zu Hugo Barriol via Facebook oder Twitter. Seine Musik findet man zum Download/Streamen in den gängigen Stores, Streamingdiensten. Auf Hugo Barriol aufmerksam gemacht hat uns „Yeah Bear“ bei Facebook.

Die gefährliche Hybris von LSVD Berlin und Hirschfeld Stiftung

Zwei aktuelle Beiträge bringen auf den Punkt, auf welche Weise man beim LSVD Berlin-Brandenburg wie bei der Hirschfeld Stiftung des Bundes zum Erstarken rechtsnationaler Kräfte beiträgt. Eitle PR-Fotos konterkarieren deren Einsatz für Rechte von Homo- und Transsexuellen. In gefährlicher Selbstüberschätzung machen sie rechtsnationale und antidemokratische Positionen bzw. deren Vertreter hoffähig.

Zunächst sei auf den jüngsten Beitrag „Die Grenellchenfrage“ von Dirk Ludigs auf „Siegessäule.de“ verwiesen:

Dirk Ludigs bezieht sich auf ein Foto von Jörg Steinert vom LSVD Berlin-Brandenburg vom lesbisch-schwulen Straßenfest in Berlin, das Jens Spahn und US-Botschafter Richard Grenell am LSVD-Stand zeigt, sowie auf ein Foto, das Jörg Litwinschuh, Geschäftsführer der Magnus Hirschfeld Stiftung, im Schulterschluss mit Richard Grenell zeigt. Letzteres ist der Aufhänger für einen Beitrag von Johannes Kram im „Nollendorfblog“:

Johannes Kram nennt das Foto „verheerend“, es sei „ein Dokument des reaktionären Zeitgeistes, ein Erfolg der Anführer der Gegen-Emanzipation“. Dem ist ebenso zuzustimmen wie der Aussage von Dirk Ludigs: „Mit diesem Verhalten zeigen Steinert, Litwinschuh und andere eine unfassbare und gefährliche Naivität im Umgang mit dem Trumpismus und der neuen amerikanischen Rechten.“

Meine Meinung zu Grenell und dass er als Botschafter in Deutschland (als Botschafter überhaupt) untragbar ist, habe ich bereits im Mai kundgetan.

An den aktuellen Beispielen zeigt sich, dass das Handeln in zentralen Community-Organisationen wie LSVD und Hirschfeld Stiftung von einer gefährlichen Hybris bestimmt wird. Insofern hoffe ich, dass die Beiträge von Ludigs und Kram – beide haben mit ihren Medien eine große Reichweite – eine Diskussion anregen und die Verantwortlichen in den beiden Institutionen dazu bringen, sich gegenüber der Basis, die zu vertreten sie vorgeben, zu erklären. / ©RH

Nachtrag: Erklärung von Jörg Litwinschuh auf seiner privaten Facebook-Seite.

Nachtrag 2 (Mo.): Der Post scheint vom FB-Profil gelöscht. Ersatzweise Notiz auf „Siegessäule.de“

 

Alte Vorurteile, aktueller Hass – Vom langen Leben der Feindbilder

„Wie bei vielen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bedient sich auch der Hass auf Juden und Homosexuelle aus einem über Jahrhunderte aufgebauten ‚Vorrat‘ an Vorurteilen, Stereotypen, Unterstellungen und Zuschreibungen. Es erschreckt gerade angesichts der jüngsten Übergriffe auf jüdische Mitbürger, wie hartnäckig sich Ressentiments halten und – eigentlich noch schlimmer – wie hartnäckig sich ein Denken (oder ist es eher ein Nicht-Denken?) hält, Ressentiments seien eine Rechtfertigung für Gewalt. Was mich aber noch weit mehr beunruhigt, ist der Umstand, dass dieser ‚Vorrat‘ an Vorurteilen und kollektiven Feindbildern (der Einzelne wird dabei stets für die Gruppe verantwortlich gemacht) weiter aufgefüllt wird …“

→ Meinen Beitrag „Vom langen Leben der Feindbilder“ im „kreuz & queer“-Blog lesen

Räume des Begehrens und Aufbegehrens – Zu zwei Ausstellungen im Schwulen Museum*

„Schmutziger“ Sex in engen Pissoirs und „reine“ Gedanken in der akademischen Welt. Was beides verbindet, das zeigen zwei Ausstellungen im Schwulen Museum* in Berlin …

Weiterlesen ‚Räume des Begehrens und Aufbegehrens – Zu zwei Ausstellungen im Schwulen Museum*‘

Frontalunterricht? Antidiskriminierungsstelle legt Studie zur Situation von LSBTIQ*- Lehrkräften vor

„43,5 Prozent der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, intergeschlechtlichen und queeren (LSBTIQ*) Lehrkräfte in Deutschland gehen an ihrer Schule offen mit ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität um; etwa ebenso viele (43,6 Prozent) sprechen explizit nicht darüber.“

Das ist eines der in dieser Woche von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) vorgelegten Ergebnisse der Befragung von 835 LSBTIQ*-Lehrkräften aus dem gesamten Bundesgebiet, die überwiegend an öffentlichen Schulen unterrichten. Darunter 336 schwule, 310 lesbische, 110 bisexuelle sowie 28 Trans*- und 8 Inter*-Personen. Die Studie ist nicht repräsentativ, wird aber von der ADS als exemplarisch für Erfahrungen von homo- und bisexuellen Lehrerinnen und Lehrern betrachtet.

Weiterlesen ‚Frontalunterricht? Antidiskriminierungsstelle legt Studie zur Situation von LSBTIQ*- Lehrkräften vor‘


Neuer Podcast

Community Termine

Der Samstag anderswo

Kreuz-und-queer-Blog

Archiv

Der Samstag empfiehlt