Archive for the 'Bären' Category

Ein Virus geht um … und unsere Geschichte lehrt uns, worauf es jetzt ankommt

Die Corona-Pandemie trifft nun auch die queere Community in Deutschland mit voller Wucht. In Berlin denkt man über eine Absage oder Verschiebung des CSD nach, das Schwule Museum hat bis mindestens 19. April seine Türen geschlossen, die Schwulenberatung muss ihr Angebot einschränken. In Stuttgart bleiben im schwulen Buchladen Erlkönig die Kunden aus, das Lesbenfrühlingstreffen in Heidelberg wurde abgesagt. Ganz zu schweigen von den unzähligen kulturellen Veranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen, die bundesweit abgesagt werden. Und nicht nur in der Hauptstadt wird inzwischen erwogen, Bars, Cafés und Clubs generell zu schließen. Auch das beliebte Städte-Hopping von Event zu Event bleibt nicht unberührt: Das „Große Bärengehege“ bei der Gaydelight auf dem Stuttgarter Frühlingsfest im Mai ist ebenso abgesagt wie die Veranstaltungen vom MLC auf dem Münchner Starkbierfest oder das Fetischtreffen zu Ostern in Berlin.

Sprung über den Teich:

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„Better the devil you know“ – Aus der noch zu schreibenden Erzählung „Die Liebenden“

Das nahende Fetischtreffen warf seine Schatten voraus. Allerdings nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, in Gestalt von Lederkerlen, die durch ihre bullige Statur das Sonnenlicht blockiert hätten. Das Lokal, in dem wir nach der Veranstaltung noch etwas trinken und eine Kleinigkeit essen gehen wollten, hatte die Speisekarte umgestellt und für einen Zeitraum von zwei Wochen die Preise erhöht. Berlin in seiner zeitgenössischen Ausprägung und die Kehrseite von „Events“: Alle, auch die seit Jahren in der Stadt Lebenden wie die Stammkunden von Schwulenlokalen, werden zu Touristen, die sich abzocken lassen müssen. Ein Grund, warum diese Events niemals Heimat bieten werden. Ihr Safe Space hat seinen Preis und das einzige Versprechen, das er zu halten vermag, ist, dass man am Ende wieder vor die Tür und auf den Boden der Realität gesetzt wird.

Die dreiste Geschäftstüchtigkeit wurde aber von der Runde schnell wegrationalisiert. „Naja, das ist für die ja auch Mehrarbeit. Bestimmt müssen sie noch eine Kraft zusätzlich anstellen in der Zeit.“ Innerlich akzeptierten wir den Stiefel der Ökonomisierung, nicht so dagegen den Lederstiefel, der mit dem Verweis aufs Fetischtreffen ebenfalls evoziert worden war.

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Der Woof zum Samstag – Todd Alsup

Ein Schmeichler für Ohr und Auge: Der in New York lebende, US-amerikanische Sänger und Songwriter Todd Alsup hat Anfang der Woche einen neuen Titel nebst Video veröffentlicht. „Easy to Love You“ ist, in seiner eigenen Beschreibung, „romantic contemporary R&B/pop jam“. 2012 gewann er mit „The Only Thing“ den OutMusic Award als bester Popsong des Jahres. Sein letztes Album, „Currency“, erschien 2016. Derzeit bereitet er sein neues vor, mit „Easy to Love You“ als vielversprechendem Vorgeschmack …

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Älterwerden – Im Nirwana des 50+

50+ ist ein Label, mit dem neuerdings eine Zäsur im Leben auch von queeren Menschen, von Schwulen, Transgender, Lesben, markiert wird. 50+ reagiert auf den eigentlich nicht wirklich überraschenden Umstand, dass Menschen älter werden. Dass Älterwerden zum Thema wird, liegt einerseits daran, dass sich unser System der staatlichen Fürsorge auf den demografischen Wandel, den wachsenden Anteil von älteren/alten Menschen an der Bevölkerung, einstellen muss. Zum anderen ist es im Interesse einer Konsum-Industrie auf diese Veränderungen zu reagieren und ihre Angebote gezielt für diese „neue“ Verbrauchergruppe vermarkten zu können. Wenn Älterwerden zum Thema wird, dann auch, weil ein an sich natürlicher biologischer Vorgang in immer schärfere Konkurrenz zum gesellschaftlichen Ideal des allzeit jugendlichen, mobilen, flexiblen Körpers tritt, der sich bereitwillig selbst optimiert, um den Anforderungen von Markt und Gesellschaft zu genügen.

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Yoga … und noch ein Coming-out

Diese Woche habe ich die Mitgliedschaft in einem einst schwulen, jetzt queeren Sportverein beantragt. Ein winzig kleiner, leicht zu übersehender Schritt für die Community, ein großer für mich. Nach einer langen Zeit des Rückzugs habe ich mich getraut, etwas auszuprobieren, es gut zu finden und den kühnen Plan zu entwickeln, dabei zu bleiben: Yoga. Noch spezieller: Yoga für queere Ältere, d.h. Menschen 50+.

50+ … Lange Zeit dachte ich, ich stehe über so einer albernen Jahresgrenzzahl.

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Der Woof zum Samstag – Beim Barte des ESC (Updated!)

Bart-technisch ist der ESC 2109 ein mageres Jahr. Vollbärte sind voll out und bestenfalls der 3-Tage-Bart scheint unter der Sonne Tel Avivs zu überdauern. Das ist eine traurige Entwicklung. Umso mehr ist der Kandidat Aserbaidschans: Chingiz Mustafayev zu loben. Zumal er recht unverhohlen seinen Körper und die Darstellung desselben zu genießen scheint. Wir verweisen an dieser Stelle gern auf seinen Instragram-Account. Und, ach ja, hier sein ESC-Beitrag „Truth“ via YouTube.

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Der Woof zum Samstag – Hugo Barriol

Der 29-jährige Franzose Hugo Barriol begann als Straßenmusiker, wurde für seine Auftritte sogar mit einem Preis ausgezeichnet und hat jetzt mit „Yellow“ sein erstes Album vorgelegt. Das obige Foto stammt aus dem Clip zu „Oh My“ (Link zu YouTube). In einer Ankündigung heißt es, in den Songs von bei Hugo Barriol mischten sich „majestätische Streichinstrumente mit dem holzigen Klang der Folk-Gitarre und seiner warmen, bauchigen Stimme“. Bei uns gesellt sich noch das bärig-bärtige Aussehen als Plus dazu. Und der Videoclip zu „Million Years“ (Link zu YouTube) beschert uns einen flüchtigen Kuss zweier junger Männer – nebst Hugo Barriol im Wasser!

Mehr zu Hugo Barriol via Facebook oder Twitter. Seine Musik findet man zum Download/Streamen in den gängigen Stores, Streamingdiensten. Auf Hugo Barriol aufmerksam gemacht hat uns „Yeah Bear“ bei Facebook.


31. März 2020: Transgender Day of Visibility

Neue IWWIT/DAH-Broschüre: „Schwul. Trans*. Teil der Szene“

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