„Besonders Berlin im Blick“ – Update zu „Affenpocken“ (MPX)

110.000 weitere Impfstoffdosen gegen „Affenpocken“ (MPX) werden in den nächsten Tagen erwartet, das meldet das „Ärzteblatt“. Zitiert wird Gesundheitsminister Karl Lauterbach mit der Aussage, dass Berlin bei der Verteilung besonders in den Blick genommen werden und als besonders betroffenes Land einen überproportionalen Anteil erhalten solle.

Aktuell verzeichnet das Berliner Landesamt für Gesundheit 1643 MPX-Fälle (Stand: 22.9.22) – das sind ca. 46% der bundesweit gemeldeten Falle. In Berlin sind lediglich 4 Frauen infiziert. Der Altersdurchschnitt der Infizierten liegt bei 37 Jahren. Medien (etwa die „Taz“ am 22.9.) berichten von einer hohen Impfbereitschaft in der schwulen und bisexuellen Hauptstadt-Community, zugleich aber auch (wie ein „rbb24“-Bericht) von langen Wartezeiten. Besonders Männern mit häufig wechselnden Sexpartnern wird zur Impfung geraten, priorisiert werden Menschen mit HIV oder anderen Vorerkrankungen.

Bundesweit sind dem Robert Koch Institut 3.597 „Affenpocken“fälle aus allen 16 Bundesländern gemeldet (Stand: 23.9.22). Dabei sind die Infektionszahlen seit August rückläufig. Unklar bleibt vorerst, ob dies bereits der Impfkampagne oder eher dem gestiegenen Bewusstsein für die Infektion und angepasstem Verhalten in den betroffenen Gruppen zu verdanken ist.

Link: Infos der Deutschen Aidshilfe  zu „Affenpocken“/MPX und Möglichkeiten der Prävention


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