Zahl der „Affenpocken“-Neuinfektionen leicht rückläufig

Seit Anfang August ist die Zahl der wöchentlich gemeldeten „Affenpocken/MPX“-Fälle in Deutschland „leicht rückläufig“. Das meldet das Robert Koch Institut (RKI) in seinem Bericht vom gestrigen Freitag. Allerdings: „Dieser Gesamttrend ergibt sich aber aus einzelnen lokalen Trends, die durchaus noch unterschiedlich verlaufen. Daher muss abgewartet werden, ob sich der Rückgang der Fallzahlen weiter fortsetzt.“

3.266 Fälle einer Infektion mit dem „Affenpocken“-Virus gibt es deutschlandweit (Stand: 19.8.2022). Schwule und bisexuelle Männer sind nach wie vor die am stärksten betroffene Gruppe. Hauptübertragungsweg bleiben sexuelle Kontakte. Nur 11 weibliche Fälle sind bekannt.

Auch in Berlin, mit knapp der Hälfte aller gemeldeten Fälle derzeit der Hotspot des Infektionsgeschehens, gehen die Neuinfektionen leicht zurück. Dagegen steigt die Zahl der Impfungen. Der „Tagesspiegel“ meldet, dass die Berliner Gesundheitsverwaltung die Zahl der verabreichten Impfstoffdosen auf 5.590 (Stand: 8.8.2022) beziffert.

Gleichwohl übersteigt die Zahl der Impfwilligen die Zahl der derzeit zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen. Im September soll weiterer Impfstoff geliefert werden. Um den Mangel zu kompensieren, empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde EMA, den Impfstoff Imvanex nicht unter, sondern in die Haut („intradermal“) zu spritzen. Dann reiche ein Fünftel des Impfstoffes und die vorhandenen Vorräte könnten besser genutzt werden. Die verringerte Dosis führe zu einer ähnlichen Menge an Antikörpern.

Beim Berliner Folsom, dem Leder- und Fetischevent, setzt man auf „das verantwortungsvolle Verhalten der Besucher*innen“ (zitiert nach Artikel auf queer.de), auf der Facebook-Seite rät man zur Impfung als Schutz vor MPX  und überlässt ansonsten alles weitere dem Präventionsprojekt man*check.

Unter Leitung von Wolfram Herrmann hat die Berliner Charité derweil eine bundesweite, anonyme Online-Befragung zu „Affenpocken“ und Impfbereitschaft gestartet (Link zur Studie). Mit den Ergebnissen der Studie solle die Versorgung mit Impfstoffen und im Krankheitsfall verbessert werden.

Link: Infos der Deutschen Aidshilfe  zu „Affenpocken“/MPX und Möglichkeiten der Prävention


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