Kranz an der Gemeinschaftsgrabstätte Denk mal positHIV

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Ein wenig betröppelt vom nächtlichen Schneeregen steht er da, der Kranz an der Grab- und Gedenkstätte Denk mal positHIV auf dem Alten Matthäus Friedhof in Berlin-Schöneberg. Aber dennoch ist er an diesem kalten Sonntagmorgen ein farbenfrohes Symbol zwischen all den Gräbern.

Vor dem Kranz und auf der Einfassung des gegenüberliegenden Wandgrabmals stehen zahlreiche Kerzen. Seit 2000 werden hier Menschen, die an HIV/Aids gestorben sind, beigesetzt. 2014/2015 wurde die Anlage um eine schwarze Stele erweitert. Traditionell gedenkt der Verein, der sich um das Denkmal kümmert, zum Welt-Aids-Tag der Verstorbenen, werden die Namen derer verlesen, die im zu Ende gehenden Jahr dort nun ihre letzte Ruhe finden. Wegen der sich wieder verschärfenden Corona-Pandemie wurde die Zeremonie, die stets durch eine kleine Andacht in der Kapelle des Kirchhofs eröffnet wird, wie im Jahr zuvor abgesagt. Doch ein Kranz wurde wieder aufgestellt. Zur Erinnerung an alle, die an HIV/Aids starben, zur Erinnerung an ein dunkles Kapitel der (nicht nur) schwulen Geschichte – und unweigerlich fragt man sich, wie die Erfahrungen von „damals“ im drängenden Hier und Jetzt helfen könnten. / ©RH

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