Fünf Dinge, die ich mir für die LGBT-Community in 2019 wünsche (und fünf, die ich nicht wünsche)

Erster Tag im neuen Jahr, da kann man ja mal so aufs Geratewohl überlegen und ohne weitere Begründung niederschreiben.

Gut für die Community fände ich:

1. mehr konkrete Projekte, die dem Zusammenleben dienen, anstatt elitärer Vorzeige-Projekte

2. einen Verband, der die Interessen von Transgender, Schwulen und Lesben in Berlin wirklich vertritt (und sich nicht nur für Geldtöpfe interessiert)

3. eine Ausstellung im Schwulen Museum zum Thema „Homosexualität und Einsamkeit“

4. ein Ende der Fixierung auf Berlin

5. liebevollen Sex und/oder gute Freundschaften

Was die Community nicht braucht:

1. Pflicht zu Ehe und Kind als Ausweis bürgerlicher Anständigkeit

2. die Verklärung rechtsextremer Politiker durch LGBT-Personen und -Verbände

3. Regierungsbeteiligungen der AfD

4. die fortschreitende Eventisierung und die dadurch forcierte Nomadisierung homosexuellen Lebens

5. Kneipen, die nur noch vom Leuchten der Smartphone-Displays erhellt werden

Uns allen ein schönes 2019!

2 Responses to “Fünf Dinge, die ich mir für die LGBT-Community in 2019 wünsche (und fünf, die ich nicht wünsche)”


  1. 1 Geflügel mit Worten Januar 1, 2019 um 6:08 pm

    Stimme Dir in Allem zu … Community ohne Kirchenfeindlichkeit fände ich noch schön. Was nicht heißt, dass man Kirche nicht kritisieren darf; umgekehrt sollten gläubige queere Personen aber auch nicht angefeindet oder verspottet werden. Man muss schwul, trans*, lesbisch … und zugleich Christ*in sein dürfen, ohne dafür blöd angemacht zu werden.

  2. 2 Ralf Januar 3, 2019 um 3:13 pm

    Ja,ich stimme in allem zu (besonders zur Verklärung rechtsextremer Personen und Aussagen – ich nenne das inzwischen das Jens-Spahn-Syndrom), aber Nr. 1 dessen, was wir nicht brauchen, möchte ich doch ein wenig relativieren. Mein Mann und ich haben nicht geheiratet, um bürgerlich wohlanständig zu erscheinen, sondern um uns gegenseitig mit unseren Versorgungsansprüchen abzusichern. Das ist weder romantisch noch spießig. Wir nutzen ganz einfach die Ehe zur wirtschaftlichen Absicherung.


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