Betroffenheit und Wohlbefinden

Die People of Community beziehungsweise die, die Community medial erschaffen, um sich dazugehörig fühlen zu können, sind derzeit in ausgelassener Partylaune. Man weiß wirklich nicht, ob es gute Stimmung in Erwartung einer erstarkenden Bewegung post Eheöffnung ist oder eitle Selbstdarstellung neuer weißer Mittelschichtsbürgerlichkeit, die sich freut, endlich nichts mehr mit der schwul-lesbischen Unterschicht zu tun haben zu müssen. Durchgesetzt hat sich eine politisierte Engagement-Rhetorik vom „Reden“ und „Müssen“, die das Netzwerk umso mehr feiert, je weiter es selbstreferenziell über dem Bodensatz des Alltags baumelt. Zur Party fährt die Haute Commune sicherheitshalber mit dem Taxi, um nicht an der nächsten Ecke im Regenbogenkiez angemacht zu werden.
Gänzlich verbannt ist die Frage, was damit eigentlich erreicht wird. Betroffenheitswohlfühlen?

2 Responses to “Betroffenheit und Wohlbefinden”


  1. 1 Geflügel mit Worten April 15, 2018 um 10:37 am

    Scharfzüngig, präzise, wahr. Danke!

  2. 2 spontiv April 15, 2018 um 4:06 pm

    Auf den Punkt gebracht!


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