Vor der Wahl in Berlin

wahlzettel_sAusgehend von Positionen des „Berliner Manifest“, ein Blick auf die anstehende Wahl in Berlin, die Taktik der AfD, um schwule Wähler zu gewinnen, und den Umgang mit „gefühlter Bedrohung“.
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1 Response to “Vor der Wahl in Berlin”


  1. 1 Ralf September 12, 2016 um 6:03 pm

    Zu dem zitierten Plakat der AfD möchte ich eine Bemerkung machen. Mein Mann und ich legen auch keinen Wert auf die Bekanntschaft mit Leuten, für die wir „Sünder“, „Perverse“ oder so was in der Art sind. Das gilt für Christen, Nazis, Moslems und wen auch immer, der diese dreckige Denke hat. Es ist einzuräumen, dass die AfD hier deutlich nicht gegen Einwanderer oder Moslems allgemein auftritt, sondern gegen schwulenfeindliche Moslems. Nur halte ich in diesem Kontext wenig von der Fokussierung auf eine bestimmte Gruppe. Ganz egal, ob jemand seine Menschenfeindlichkeit aus der Bibel, dem Koran, „Mein Kampf“ oder woher auch immer nimmt, sie ist stets zu verurteilen und für mich Grund genug, gesellschaftlichen Kontakt zu meiden. Insoweit ist hier nicht eine bestimmte Religion der Aufhänger, sondern die schmutzige Gesinnung. Die kann aber jeder Anhänger einer extremen politischen oder religiösen Ideologie haben. Zudem ist immer zu hinterfragen, wer denn hier vermeintliche Sympathie für Schwule propagiert, sich gar zu ihrem angeblichen Beschützer aufwirft. Das ist eine Partei, die aktiv gegen uns agitiert. Durchsichtiger geht es nicht. Ich fürchte nur, dass in der Tat bei manchen Schwulen die Ängste groß genug sind, ihr Kreuz trotzdem bei denen zu machen, gerade wenn sie selbst Ziel islamisch motivierter verbaler oder tätlicher Angriffe geworden sind. Ich muss in diesem Zusammenhang zugeben, dass auch ich schon (als Zielscheibe massiver Bedrohung durch schwulenfeindliche Moslems an meinem früheren Arbeitsplatz) ernsthaft daran gedacht habe, die AfD zu wählen. Nicht minder schwulenfeindliche Aussagen aus dieser Partei haben mich davon abgehalten. Insofern haben radikale AfD-Funktionäre und -Anhänger sogar eine gemeinsame Basis mit extremistischen Religiösen gleich welcher Couleur. Wir dürfen nicht auf sie hereinfallen.


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