Der Woof zum Samstag – Ty Herndon

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So ein klassischer Bär ist Ty Herndon eigentlich nicht, aber nach seinem Coming-out hat der Country-Sänger einen Woof verdient. Dem „People“-Magazin sagte er diese Woche für alle zum Nachlesen, dass er ein glücklicher schwuler Mann sei! Entsprechend heißt Herndons aktueller Song „Lies I Told Myself“. Ob mit „Lüge“ das Verdrängen von Gefühlen richtig umschrieben ist, sei dahingestellt. Eins werde ich Ty Herndon dann doch nicht verzeihen, einen Videoclip von 1996 (ausgerechnet zu meinem Lieblingssong von ihm), der rückblickend mindestens so schwülstig „verlogen“ war wie der von George Michael zu „Last Christmas“ …

Videolink_TyHerndonVideo-Link zu Vevo

Herndon war zweimal mit einer Frau verheiratet, beide hätten über sein Schwulsein Bescheid gewusst. Für ihn sei es besonders schwer gewesen, seine sexuelle Orientierung mit seiner christlichen Religiosität in Einklang zu bringen. Mit seinem Schritt wolle er homosexuellen Jugendlichen zeigen, dass sie von Gott geliebt würden, keine Sünder seien, sondern „beautiful perfect“.

Ty Herndons hatte seine große Zeit in der amerikanischen Country-Musik Mitte/Ende der neunziger Jahre. Es folgten Drogenprobleme, Scheidung von seiner zweiten Ehefrau, die Hits blieben aus. 2010 deutete sich mit einer Grammy-Nominierung für sein Album „Journey On“ ein Comeback an.

Mit „Lies I Told Myself“ will sich der 52-jährige Ty Herndon aus den früheren Verstrickungen lösen. Und auch wenn er im Video keinen Mann so herzt, wie einst die Dame in „Living in a Moment“, so zeigt der Clip doch dieses Bild:

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Mehr zu Ty Herndon auf dessen Internetseite oder via Facebook.


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