Urteil im Prozess gegen „Dunkelraummörder“

Das Berliner Landgericht hat den 38-jährigen Dirk P. wegen dreifachen Mordes zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Zudem stellte das Gericht eine besondere Schwere der Tat fest. Damit kann Dirk P. nicht mit einer Haftentlassung nach 15 Jahren rechnen. Der ehemalige Grundschulreferendar und Rettungssanitäter hatte im April und Mai letzten Jahres in Berlin drei Männer mit einer Überdosis K.o.-Tropfen (Liquid Ecstasy) getötet, um sie dann auszurauben. Einer der Morde geschah im Dunkelraum einer Schwulenkneipe in Berlin-Friedrichshain, hier starb der 32-jährige Nicky M. Zwei Männer hatten einen Anschlag überlebt. Zuletzt hatte selbst die Verteidigung von Dirk P. auf Mord plädiert (S.i.e.g.T.-Bericht).
Erst vor zwei Wochen war ein Verbrechen in Bremen, bei dem schwule Männer ihr Opfer mit K.o.-Tropfen geschädigt hatten, vor Gericht geahndet worden: 

In Bremen sind am 18. Juni ein ehemaliger Lokalpolitiker und dessen Freund verurteilt worden. Sie hatten einen 20-Jährigen mit K.o.-Tropfen betäubt und anschließend sexuell missbraucht. Durch die Drogen war das Leben des jungen Mannes zeitweise gefährdet, er musste ins Krankenhaus eingeliefert und zeitweise in ein künstliches Koma versetzt werden. Die beiden Täter erhielten vor dem Landgericht Bremen wegen schwerer sexuellen Nötigung und Körperverletzung je fünf Jahren Haft.


Das Buch zum Blog

Archiv

Kreuz-und-queer-Blog