Homophober Hintergrund vermutet – Vier Frauen in Berlin-Spandau attackiert

Einen homophoben Hintergrund vermutet die Berliner Polizei bei einer Attacke von drei jungen Männern auf eine Gruppe von vier Frauen im Bezirk Spandau. Die 23 bis 34 Jahre alten Frauen hatten dort gestern Nacht gefeiert, als kurz nach Mitternacht  „ein unbekannter junger Mann an eine der Frauen herantrat und nach Feuer fragte. Als sie dem Wunsch nachkam, schlug er ihr unerwartet mit der Faust ins Gesicht.“ Weiter heißt es im Polizeibericht: 
„Die anderen drei Frauen eilten ihr zur Hilfe, worauf noch zwei weitere junge Männer auftauchten und auf die Frauen einschlugen. Einer ist dabei einem der Opfer in den Rücken gesprungen. Als sie merkten, dass eine die Polizei anrief, flüchteten die drei auf etwa 19 Jahre alt geschätzten Täter lachend in Richtung Lindenufer.“
Eine Suche nach den Tätern blieb erfolglos, die Frauen mussten von der Feuerwehr ambulant versorgt werden.  „Aufgrund der bisher bekannten Umstände“ werde nun wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aus homophoben Motiven ermittelt. (Quelle: Polizei Berlin, Meldung # 1517, 15.6.2013)
Im Bericht vom „Tagesspiegel“ heißt es zu den Tätern, „sie wurden als Südländer beschrieben“. Die „bekannten Umstände“ der Polizeimeldung werden dort so wiedergegeben: Es handele sich um homophobe Körperverletzung, „da vorher einer der Täter beobachtet haben soll, dass zwei der Frauen sich umarmt hatten“.


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