20 wichtige Minuten – Erste Demonstration von Schwulen und Lesben in Kiew

CSD_Kiew

Es war ein kurzes Signal – aber ein wichtiges! Erstmals haben Schwule und Lesben in der ukrainischen Hauptstadt für ihre Rechte demonstriert. In Moskau dagegen ging die Polizei brutal gegen einzelne LGBT-Demonstranten vor. 

Letztlich dauerte der KyivPride nur 20 Minuten, und die „Paradestrecke“ war nur einige hundert Meter lang. Unterstützung hatten die TeilnehmerInnen u.a. durch eine 17-köpfige Delegation aus Kiews Partnerstadt München  erhalten. In einer Pressemitteilung des CSD München heißt es: „500 Polizisten [mussten] über 100 Teilnehmer vor etwa 1000 gewaltbereiten Gegendemonstrant-Innen schützen. Rechts ein Zaun, links ein Riegel aus Dutzenden Polizeibussen, Zu- und Abgänge von der Polizei gesichert; freier Zugang für die Presse. Gefährlich, und doch ein Grund zur Freude.“ Nur zweimal sei es Gegendemonstranten („Rechtsgerichtete und Kirchen-Anhänger“)  gelungen, die Polizeisperre  zu durchbrechen. Sie hätten versucht, den Demonstrierenden die Transparente aus den Händen zu reißen, wurden aber von der Polizei festgenommen.
Die Parade war zuerst von den Behörden untersagt worden, dann, nachdem sie an einen anderen Ort verlegt worden war, doch genehmigt.
Im russischen Moskau dagegen wurden die Versuche von Schwulen und Lesben, für ihre Rechte zu demonstrieren, rigide durch die Polizei unterbunden. „Queer.de“ hat eine ausführliche Berichterstattung in einem Live-Ticker. In einem auf YouTube hochgeladenen Film ist mehrfach die (Polizei-)Gewalt gegen einzelne Menschen dokumentiert.

Videolink_Gewalt-gegen-LGBT-in-Moskau_2013


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