Nächstes schwules Coming-out in DC-Comic

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DC hat’s schon wieder getan! Im Zuge des Relaunches seiner Comics unter dem Label New 52 hatte der US-amerikanische Comic-Verlag in „Earth 2“ der ursprünglich heterosexuellen Green Lantern, Alan Scott, eine homosexuelle Orientierung verpasst. Nun ist in einer weiteren Heft-Serie eine Figur aus „alten“ Zeiten aufgetaucht – und in der aktuellen Ausgabe zusammen mit einem Ehemann zu sehen. 

Dale Gunn erschien erstmals 1984 als Sicherheitschef eines in Detroit angesiedelten Superheldenteams in der Serie „Justice League of America“. Dargestellt wurde er als Frauenschwarm – mit einer kurzen Affäre mit der Zauberin Zatanna und Kussszene mit einer anderen Frau …

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In der jüngst gestarteten Serie „Vibe“ (ein New-52-Ableger von „Justice League of America“) ist er ein Agent der Regierungsorganisation A.R.G.U.S., für die er den jungen Helden Vibe rekrutiert.

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In Heft 4 (in den USA am 15.5. veröffentlicht) ist Dale Gunn in einer kurzen Szene mit seinem Ehemann Casey (am Spülbecken!!) zu sehen. Casey rügt Dale, dass dieser seinen Ehering nicht trage. Dale kontert, dass er die schwule Ehe geheimhalte, weil er befürchte, dass Gegner dies nutzen könnten, um Casey, um ihnen beiden zu schaden.
In einem späteren Panel ist zu sehen, dass Dale bei einem Einsatz doch den Ring trägt. Als ihn Vibe danach fragt, erzählt ihm Dale, dass es seine zweite Ehe sei – die erste habe nicht richtig geklappt.

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In einem Beitrag von „USA Today“ zu „Vibe“ orakelt Autor Sterling Gates, dass man mit dem schwulen Ehemann noch etwas vorhabe …
Mit diesem neuerlichen „Coming-out“ hat DC seine Liste der schwulen (Green Lantern, Midnighter & Apollo) bzw. lesbischen (Batwoman – die nun auch heiraten will / S.i.e.g.T.-Bericht) oder auch jüngst bisexuelle/transgender Figuren (Alysia Yeoh in „Batgirl“ – „erste offene Transgender in einem Mainstream-Comic„) erweitert. Diese freundliche Umarmung der LGBT-Leserinnen und -leser hat den neben Marvel marktbeherrschenden Comic-Verlag aber nicht abgehalten, unlängst für einen Ableger der „Superman“-Serie den extrem homophoben Orson Scott Card als Autor zu verpflichten (S.i.e.g.T.-Bericht). Mehrere Comic-Läden der USA kündigten daraufhin an, die von Card verantwortete Ausgabe der Serie auf keinen Fall vertreiben zu wollen. (RH)
Nachtrag: Hatten wir vergessen zu erwähnen, dass Marvel seinen ersten Mann-zu-Frau-Trans-Moloiden in FF#6 präsentierte????


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