Von Grass bis Walser – Unterstützung für Ehe-Öffnung

Eine unerwartete Meldung am Montag: Der  Berliner Martin Speer hat einen Offenen Brief an die Mitglieder des Bundestag verfasst, in dem eine Gleichstellung der Ehe von homo- und heterosexuellen Paaren  gefordert wird. Unterzeichnet wurde der Brief von zahlreichen Künstlerm, Kulturschaffenden: Schlagersänger Patrick Lindner ist ebenso dabei wie die Schriftsteller Günter Grass und Martin Walser, Musiker Bela B. und Publizist Roger Willemsen, der Vorsitzende  der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat und Schauspielerin Jasmin Tabatabai. Sie alle treten „für die vollständige Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare ein“.
„Spiegel online“ berichtet über diese Aktion. Den Offenen Brief kann man dort im Wortlaut nachlesen und die Liste der Unterzeichner einsehen.

4 Responses to “Von Grass bis Walser – Unterstützung für Ehe-Öffnung”


  1. 1 Hans-Georg Mai 13, 2013 um 2:31 pm

    Ich habe ja so meine Bedenken, dass das Hilft. Vermutlich arbeitet die Regierung schon an einem Gesetz, welches uns dann irgendwie doch nicht so richtig helfen wird:
    http://www.n-tv.de/politik/Union-will-unverheiratete-Eltern-entlasten-article10629006.html

    • 2 RH Mai 13, 2013 um 2:44 pm

      Meine Vermutung ist, dass sich die nächste Regierung (hoffentlich NICHT schwarz-gelb) sich des Themas ganz schnell entledigen will und gleichstellt. Sollte die CDU oder wohl eher die CSU auch nach Wahlen auf stur stellen, könnte ich mir denken, dass mit einem möglichen Gesetz auch gleich eine Klage eingereicht wird. Und sei es auch nur, um Schwule und Lesben zu piesacken und irgendwas fürs rechts-rechte Klientel der Konservativen zu haben.

      • 3 Hans-Georg Mai 13, 2013 um 2:59 pm

        Egal was gemacht wird – wenn man uns, wenn verpartnert, nicht mit kinderlosen Ehepaaren gleichstellen sollte weil man durch dir Hintertür ein neues Gesetz schafft, wäre das ein Skandal. Wir dürften bzw. müssten unseren Partnern im Fall einer Bedürftigkeit, z.B. Hartz 4, gewähren, sollten aber keine Steuervorteile haben, so wie das bei Ehepaaren der Fall ist – ich vermute, dass wäre auch nicht im Sinn des Verfassungsgerichtes. Es muss so geregelt werden, dass Ehepaare und Verpartnerte die gleichen Rechte und Pflichten haben.

        • 4 stefanmichaelgerlach Mai 13, 2013 um 4:00 pm

          Was ich bei all den Urteilen und all der Diskussion schon lange frage – ohne wirklich ein Jura-Experte zu sein: Wann kommt die erste (Sammel)Klage wegen Diskriminierung?


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