„Schlag ins Gesicht“ LSU enttäuscht über CDU-Ausschluss beim CSD Berlin

LSU_LogoDie Schwulen in der Union (LSU) haben sich enttäuscht über die Entscheidung der Berliner CSD-Organisatoren gezeigt, der CDU die Teilnahme an der Parade zu verbieten. Zugleich äußern sie sich besorgt angesichts von angeblichen Überlegungen der Kölner CSD-Veranstalter – die eben erst erklärten, dass die CDU an der Kölner CSD-Parade teilnehmen könne -, keinen Redner der CDU auf der Abschlusskundgebung des CSD sprechen zu lassen.
LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt und Thomas Mehlkopf nennen die Vorgänge einen „Schlag ins Gesicht für alle Befürworter in der Union, die die Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe fordern“. Weiter heißt es in der heutigen Pressemitteilung:
„Bislang haben sich ja genau jene überhaupt auf den CSDs engagiert, die die Forderungen der homosexuellen Community unterstützen und gerade innerhalb der CDU Flagge zeigen. Gebt uns auch in der Union die Chance, für gleiche Rechte einzutreten!“
Befürwortern in Union und LSU werde eine wichtige Plattform genommen. „Dieses Zeichen der CSD-Veranstalter werden die Gegner der Gleichstellung so werten, wie wir es als Lesben und Schwule in der Union nie verstanden wissen wollten.“
CSD-Veranstaltungen würden politisch einseitig gefärbt. Der LSU, der als Verband der Schwulen in der Union weiterhin am CSD Berlin teilnehmen kann, sieht, laut Pressemeldung, sein „Mitwirken bei den CSDs nicht als Wahlkampf, sondern in erster Linie als Unterstützung für die Rechte von Schwulen und Lesben gerade gegenüber CDU und CSU an“. Eine reglementierte Teilnahme konterkarriere die Bemühungen des LSU, innerhalb der Partei die Rechte von Schwulen und Lesben voranzubringen. Man wolle sich nicht mit CDU und CSU auseinanderdividieren lassen.
„Unsere Arbeit hat auch gezeigt, dass wir vorankommen. Dass es viel zu langsam voran geht, darüber sind wir uns mit den CSD-Veranstaltern einig. Einig sind wir uns auch darüber, dass es einzelne Vertreter in der Union gibt, die weder Respekt noch Würde zeigen in ihren Äußerungen über die Gleichstellung von Schwulen und Lesben.“
Die Pressemitteilung endet mit dem Apell der LSU-Spitze an die Veranstalter der CSDs in Berlin und Köln: „Wir wollen zeigen, dass wir nicht aufgeben, für gleiche Rechte zu kämpfen. Gebt uns weiterhin die Chance dazu!“
(Quelle: PM LSU, 26.4.2013)

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