Erneut schwulenfeindlicher Überfall in Berlin

In Berlin nehmen Mord und Raub zu, das weist die letzte Woche veröffentlichte Kriminalitätsstatistik für 2012 aus. Die Aufklärungsrate ist unter dem CDU-Innensenator Frank Henkel gesunken.
Bei einem Überfall, den die Berliner Polizei heute meldet, ist (wieder) ein schwulenfeindliches Moment Teil des Verbrechens. Im Berliner Bezirk Kreuzberg haben gestern Nachmittag zwei Männer einen 28-Jährigen geschlagen, verletzt, ausgeraubt und homophob beleidigt. Die Meldung im Wortlaut:

„Zwei bislang Unbekannte haben gestern Nachmittag einen Mann in Kreuzberg überfallen und homophob beleidigt. Kurz nach 17 Uhr attackierten die beiden Männer den 28-Jährigen im Hof eines Mehrfamilienhauses in der Prinzenstraße. Hierbei drückten sie den Mann gegen einen Müllverschlag, beleidigten ihn homophob und forderten Geld. Der 28-Jährige versuchte nun, die Räuber von sich zu halten, und schubste sie von sich weg, was zur Folge hatte, dass ihm einer der Räuber ins Gesicht schlug. Zudem fügte sein Komplize dem Opfer mit einem Messer Schnittverletzungen an Hals und Oberkörper zu. Nachdem der 28-Jährige dem Duo sein Portemonnaie ausgehändigt hatte, flüchtete es mit dem geraubten Geld in Richtung Bergfriedstraße. Ein Fachkommissariat der Kriminalpolizei führt die Ermittlungen und fahndet nach den Tätern.“
(Quelle: Berliner Polizei, Meldung # 0934, 17.4.2013 / veröffentlich auch als „Tagesspiegel“-Meldung)


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