Ich bin froh, dass ich kein Schriller bin

Schrille Einzelgruppen gefährden unser wohliges Zusammenleben. Soweit ist es schon, dass eine kleine Minderheit der Minderheit gleiche Rechte für die gesamte Minderheit herbeischreien will. Homosexuelle Menschen, mit denen man privat nichts zu tun haben will, fordern marktschreierisch Ehe und Adoptionsrecht. Aber es sind nicht alle Homos so! Manche sind auch wirklich anständig! Ein kleines Liedlein eines bekennenden Unschrillen …

Ich bin froh, dass ich kein Schriller bin
Denn schrill sein ist ’ne Quälerei
Ich bin froh, dass ich so’n normaler Homo bin
Denn normal bedeutet frei zu sein.

Mit Schrillen macht man gerne Späße
Für Schrille gibt’s bloß bunte Fummel
Schrille werden abgezockt
Kriegen für Sex nur schräge Pummel.

Schrille müssen Linke wählen
Denn die CDU, die will sie nicht
Müssen sich mit den Grünen quälen,
Die CSU ist von Schrillen nicht erpicht.

Schrille sind ne Minderheit
Die mag keiner gern
Nerven nur den ganzen Tag
Schrille – halt dich bloß von denen fern!

Schrille kiffen, ficken, schreien rum
Können doch nur jammerklagen
Schubsen brave Bürger auf die Straße
Wie lang muss man Schrillheit noch ertragen?

Alles ginge seinen Gang
Gäb’s doch bloß nicht so viel Schrille
Hoffentlich hat die Pharmafirma
Bald dagegen eine Pille.

Brave Homos hätten keine Sorgen
Man würd sie dulden und ertragen
Ohne Schrille wär alles schön normal
Keiner müsst was Schlimmes sagen.

Ich bin froh, dass ich kein Schriller bin
Denn schrill sein ist ’ne Quälerei
Ich bin froh, dass ich so’n normaler Homo bin
Denn normal bedeutet frei zu sein

Schrill, schrill, schrill, schrill, schrill.

Na du schrille Schwuchtel …

Text: RH (frei nach Marius Müller-Westernhagen)

1 Response to “Ich bin froh, dass ich kein Schriller bin”


  1. 1 Ralf April 6, 2013 um 10:36 am

    Im Grunde ist es doch erstaunlich, dass es seit etwa 15 Jahren salonfähig ist, gegen die Gleichbehandlung aller Menschen zu sein, Ausgrenzung und Benachteiligung zu vertreten und zu loben. Das gab es vorher zuletzt bis 1945. Wir erleben die Wiederkehr dieser ekligen Grundeinstellung, seit mit dem Gleichbehandlungsgebot des Art. 3 GG auch für Schwule und Lesben ernst gemacht werden soll. Seltsam: Da geben Regierung, Parteien, Kirchen vor, massiv gegen (Rechts-) Extremismus zu kämpfen, und mitten aus ihnen heraus wird extremistisches Gedenkengut verbreitet und in Politik umgesetzt.


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