Jüdischer Transsexueller in Berlin attackiert

Am Mittwoch Morgen ist im Berliner Bezirk Schöneberg ein 30-jähriger Mann von zwei anderen Männern „zunächst antisemitisch sowie homophob beleidigt und anschließend angegriffen“ worden – so die offizielle Polizeimeldung. Im „Tagesspiegel“-Bericht zum Vorfall ist dann zu lesen, dass es sich um einen in Berlin lebenden, „transsexuellen Litauer“ gehandelt hat; der Mann trug Frauenkleider.
Das Verbrechen ereignete sich um 6.30 Uhr in der Meraner Straße; die Männer beleidigten den Mann als „Schwule Judensau“, „nachdem sie gehört hatten, dass er in hebräischer Sprache betete. Sie schubsten ihn, sodass der Mann stürzte und seine Tasche fallen ließ. Die beiden Unbekannten raubten die Tasche und entwendeten seinen Ausweis sowie Geld“, so die Polizeimeldung. Die flüchtigen Täter werden „als 17- bis 18-jährig, dunkel gekleidet und arabisch sprechend“ beschrieben. Der Attackierte wurde leicht verletzt.
Update: In der „Jüdischen Allgemeinen“ bezeichnet Rabbiner Daniel Alter, der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, einen solchen „Überfall, bei dem jemand wegen seiner Lebensweise und Religion attackiert wird“, einen „Angriff auf die Demokratie“. Im letzten Jahr war Alter selbst wegen seiner religiösen Überzeugung überfallen worden.
Quelle: Polizei Berlin, Meldung #0669, 13.3.2013 sowie „Tagesspiegel“, 13.3.2013.


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