Polens Ex-Staatspräsident Walesa hetzt gegen Homosexuelle

Der Friedens(!)nobelpreisträger Lech Walesa hetzt gegen Homosexuelle – sie sollten nach Meinung des einstigen Staatspräsidenten Polens im Parlament in der letzten Reihe sitzen oder gleich ganz hinter einer Mauer. Demos will der 69-Jährige in die Außenbezirke verbannt wissen. Er sei  mit „dieser Minderheit“ nicht einverstanden und wolle nicht, dass sie „meine Kinder und Enkel verwirrt“, so Walesa in einem polnischen Fernsehsender.
Allzuviele Homosexuelle müssten nach Walesas hasserfülltem Ausraster im Parlament nicht hinter die Mauer. Seit November 2011 sitzt mit Robert Biedron überhaupt der erste offen schwule Politiker im Sejm; über die sexuelle Neigung der Transsexuellen Anna Grodzka wissen wir gar nichts, nehmen aber an, dass Walesa auch sie mitmeint.
Walesa ist beileibe nicht der einzige Friedensnobelpreisträger, der sich homophob zeigt. Vor fast genau einem Jahr rechtfertigte die Staatschefin Liberias Ellen Johnson Sirleaf – 2011 hatte sie den Friedensnobelpreis erhalten – mit Verweis auf „bestimmte traditionelle Werte in unserer Gesellschaft“  die Kriminalisierung und Verfolgung von Homosexuellen in ihrem Land.

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1 Response to “Polens Ex-Staatspräsident Walesa hetzt gegen Homosexuelle”


  1. 1 Ralf März 3, 2013 um 10:13 am

    Der Mann wollte nie etwas anderes als eine marxistische Diktatur durch eine klerikale zu ersetzen. Ihn Freiheitskämpfer zu nennen und ihn mit dem Nobelpreis zu adeln, war deshalb eine völlige Verkennung der Realität.


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