Oscar-Verleihung: Eröffnung mit Gay Men’s Chorus L.A.

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Überraschung bei der Eröffnung zur 85. Verleihung der Academy Awards, der Oscars: Moderator Seth MacFarlane wurde beim Song „I Saw Your Boobs“ – über die Brüste berühmter Hollywood-Schauspielerinnen (!) und in welchen Filmen sie zu sehen sind – vom Gay Men’s Chorus von Los Angeles begleitet. Weibliche Busen sind ja bekanntlich unser schwules Lieblingsthema! Spektakuläre Coming-outs bei Dankesreden blieben dafür aus!
Immerhin: Ein Mann, der mit einem Film über die Liebe zweier Männer einen festen Platz in den schwulen Geschichtsbüchern hat, holte sich mit seinem jüngsten Werk erneut die Trophäe für Beste Regie – und eine Schauspielerin aus jenem Film erhielt nun einen Oscar als Beste Nebendarstellerin …

„Brokeback Mountain“-Regisseur Ang Lee wurde für „Life of Pi“ ausgezeichnet, Ann Hathaway, die in „Brokenack Mountain“ Jakes Ehefrau Lureen Newsome spielte, wurde für ihre Rolle in „Les Misérables“ geehrt.
In der Kategorie Beste Dokumentation hatte „How To Survive a Plague“  über Aids-Aktivisten in den achtziger Jahren gegenüber „Searching for Sugar Man“ über den Folk-Sänger Sixto Rodriguez das Nachsehen.
Bester Film wurde „Argo“ über die Befreiung von amerikanischen Geiseln aus dem Iran. Bester ausländischer Film „Liebe“ des Österreichers Michael Haneke. Als Bester Darsteller wurde Daniel Day-Lewis für die Rolle als amerikanischer Präsident Lincoln geehrt – und schreibt damit Hollywood-Geschichte als erster Schauspieler, der drei Mal in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde. Jennifer Lawrence gewinnt als Beste Darstellerin in „Silver Linings“. Als bester männlicher Nebendarsteller durfte Christoph Waltz seinen zweiten Oscar entgegennehmen. Wiederum für eine Rolle in einem Tarantino-Film: „Django Unchained“.
Die britische Sängerin Adele (bzw. die Komponisten) holte sich die Auszeichnung für ihren Titelsong zum James-Bond-Film „Skyfall“.
Bester Animationsfilm wurde „Merida“ – der erste Film der Pixar-Studios mit einem weiblichen Charakter in der Hauptrolle – über eine Königstochter, die in den schottischen Highlands tapfer ihre Frau steht (und keine Lust hat, den ihr zugewiesenen Mann zu heiraten).
Und zum Schluss sang „unsere“ Barbra „The Way We Were“ – allerdings ohne den schwulen Chor!


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