„Macht Mut“ Gauck verweist auf Debatte um Gleichberechtigung Homosexueller in Rede vor UN-Menschenrechtsrat

Bundespräsident Joachim Gauck / Offizielles Porträt 2012Immerhin: In seiner heutigen Rede vor dem Menschenrechtsrat der UN in Genf hat Bundespräsident Gauck auch Homosexuelle erwähnt. „Mut machen mir die gesellschaftlichen Debatten, die die Rechte der Frau erweitern, die derzeit in Indien und Ägypten und anderen Staaten geführt werden, oder die Debatten über die Gleichberechtigung Homosexueller in immer mehr Ländern weltweit.“ Deutschland wird dabei als Vorbild dargestellt: Die deutsche Gesellschaft sei bereit gewesen, überkommene Konventionen im Licht der universellen Menschenrechte zu verändern. „Dazu wollen wir auch andere ermutigen.“
Zu Beginn nannte der Bundespräsident Menschenrechte „das höchste und doch so verletzliche Gut der Menschheit“. Sie seien „die Grundlage allen menschlichen Zusammenlebens, die Voraussetzung dafür, dass wir unsere großartigen menschlichen Möglichkeiten nutzen können, um unser Leben zum Besseren zu verändern.“ Menschenrechtsverletzungen könnten nicht durch den Verweis auf ‚kulturelle Konventionen‘ oder ‚traditionelle Werte‘ gerechtfertigt werden. Folter, Pressezensur, Einschränkung der Meinungsfreiheit sei ebenso wenig hinnehmbar wie Zwangsheirat und weibliche Genitalverstümmelung.
Die komplette Rede kann man auf der Internetseite des Bundespräsidialamtes nachlesen.

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2 Responses to “„Macht Mut“ Gauck verweist auf Debatte um Gleichberechtigung Homosexueller in Rede vor UN-Menschenrechtsrat”


  1. 1 MartinKöln Februar 25, 2013 um 2:20 pm

    Es kommt offenbar auch in konservativen Kreisen mehr Bewegung in die Debatte um die Gleichstellung. Das macht in der Tat Mut – und Lust auf Veränderung.

  2. 2 Ralf März 1, 2013 um 12:01 pm

    Ich vermisse ähnlich deutliche öffentliche Worte des Präsidenten gegenüber Regierung und Parlament in Deutschland. Wer gegen Ausgrenzung und Benachteiligung kämpft, muss damit zu Hause anfangen, ehe er fremde Staaten belehrt.


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