Sukzessive Gleichstellung – Bundesverfassungsgericht gibt Lebenspartnern ein bisschen mehr Adoptionsmöglichkeit

Künftig muss die „sukzessive Adoption“ auch homosexuellen Lebenspartnern erlaubt werden – ein vom Partner bereits vor der Lebenspartnerschaft adoptiertes Kind kann dann auch durch den Lebenspartner adoptiert werden. Das bisherige Verbot ist verfassungswidrig. Das entschied heute das Bundesverfassungsgericht.
Geklagt hatten ein schwules und ein lesbisches Paar. Was hinsichtlich der Adoption für leibliche Kinder gelte – nämlich dass sie durch den Lebenspartner adoptiert werden können, weil es die rechtliche Stellung des Kindes verbessert -, müsse auch für nicht leibliche Kinder gelten – diese Haltung hatte sich schon in den mündlichen Verhaltungen vor dem Urteil abgezeichnet. Mehr u.a. via „Spiegel Online“ / Update: Die Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts zum Urteil
In dem Urteil ging es nicht um das Adoptionsrecht von Lebenspartnern – es bleibt schwulen, lesbischen Paaren in Deutschland nach wie vor verboten, gemeinsam ein Kind zu adoptieren.
Update 2: In Deutschland erlaubt ist die Stiefkindadoption, also die Adoption eines leiblichen Kindes durch den/dieLebenspartnerIn – Österreich verbietet selbst das! Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das heute als Diskriminierung verurteilt. Mehr dazu beim Wiener Kollegen „Think Outside Your Box“.


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