Teddys für die besten LGBT-Filme der Berlinale vergeben!

Teddy-2013

Der Beitrag der polnischen Regisseurin Malgoska Szumowska „W imie (In the Name of …)“ über einen katholischen Priester und dessen Homosexualität ist am Freitagabend mit dem schwul-lesbischen Filmpreis Teddy für den Besten Spielfilm ausgezeichnet worden. Der Film zeige, so die Jury, „wie man mit beeindruckend starken Bildern und einer zutiefst bewegenden, persönlichen Geschichte dem Vorurteil begegnen kann, dass Homosexualität und Religion unvereinbar wären“. Weitere Preisträger:

Bester Dokumentarfilm: „Bambi“ des Regisseurs Sébastien Lifshitz. Dieser Film zeichnet das Leben des 1935 in einem algerischen Dorf geborenen Jean-Pierre Pruvot nach, der in den fünfziger Jahren nach PAris auswandert und dort auf den Bühnen als (transsexuelle) Bambi das ersehnte Leben führt. Jury-Begründung: „Das kostbare Archivmaterial aus der Zeit vor den Emanzipationsbewegungen zeigt dem Publikum eindrucksvoll, dass Bambi eine Inspiration für alle Generationen ist.“

Bester Kurzfilm: „Ta av mig (Undress Me)“. Der schwedische Kurzfilm von Victor Lindgren zeigt die Begegnung eines Mannes und einer Frau (Jana Bringlöv Ekspong) – mit der Wendung, dass die Frau im Bett „beichtet“, dass sie sich vor drei Jahren hat umoperieren lassen. Der Jury gefiel, „die Darstellung einer starken Frau, die den Traditionen von Sexismus mit Stolz und Würde begegnet und für das pointierte und ehrliche Spiel seiner Hauptdarstellerin“.

Der Spezialpreis der Jury ging an den US-Film „Concussion“ über Abby, die zusammen mit ihrer Frau und zwei Kindern scheinbar das Idyll einer Regenbogenfamilie lebt, und sich dann entscheidet, für „die vermutlich unwahrscheinlichste Zuhälterin der Filmgeschichte“ zu arbeiten. Es gelinge dem Film, „einerseits die Werte einer modernen Regenbogenfamilie hochzuhalten und anderseits deren Mitglieder von konventionellen Erwartungen zu befreien“.

Der Special Teddy Award für HIV Awareness ging an das südafrikanische Projekt „Steps for the Future“, das für die Teilhabe von Menschen mit HIV an der Gesellschaft und gegen Diskriminierung und Stigmatisierung eintritt. Der Preis wird zusammen mit der Berliner Aids-Hilfe vergeben.

Die Preise wurden am Freitagabend im Rahmen der großen Teddy-Gala in Berlin vergeben. Seit 1987 werden mit dem Teddy Filme, die sich der Lebenswelt von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender in herausragender Weise widmen, ausgezeichnet. Zu den ersten Preisträgern zählten der spanische Regisseur Pedro Almodovar („Gesetz der Begierde“) sowie die Filme von Regisseuren wie Heiner Carow („Coming Out“), Gus van Saint oder Derek Jarman.

Mehr zum Preis auf der Internetseite des Teddy Award.

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