„Wertschätzung“ Was schwule und lesbische ChristInnen von einem neuen Papst erwarten

HuK_LogoDie Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) und das Netzwerk ka­tholischer Lesben (NkaL) haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung auf den gestrigen Amtsverzicht Josef Ratzingers als Führer der katholischen Kirche reagiert. Begrüßt werden „die Einsicht und der Mut von Papst Benedikt XVI., die er mit seinem Rücktritt beweist“. Zugleich wird die Politik Ratzingers gegen Homosexuelle kritisiert. Schon 1986 habe er als Präfekt der Glaubenskongregation in Rom, homosexuelle Lebensweisen sowie das Bemühen, Lesben und Schwulen eine Heimat in der katholischen Kirche zu geben, kategorisch verurteilt. Damit wie mit späteren Vatikan-Papieren habe er „Schlimmes“ angerichtet. Doch katholische Lesben, Schwule, Bisexuelle und TransMenschen blieben in der Kirche aktiv. Sie sehnten sich wie viele andere Menschen „nach einer Kirche, die menschlich und glaubwürdig ist“. Weitere Erwatungen formuliert Markus Gutfleisch von der HuK so:

„Der nächste Papst muss in der Lage sein, zu integrieren, die Kirche zu reformieren, aber auch die Macht des Papstes und des Vatikans zu reduzieren, damit die Glaubenser­fahrungen der Menschen an der Basis gewürdigt werden. Er muss die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche fördern und eine neue Sicht von Sexualität ermöglichen. Denkverbote wie auch Kondomverbote gehören dann in die Schublade. Wir erwarten Wert­schätzung für das Engagement von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und TransMenschen in der Kirche.“
Links: Internetseite HuK / Internetseite NkaL


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