Personalia der Woche: Wer anders war und wer seiner Partei nicht traut

Personalia_5_2013

Die Woche im Rückblick und im Spiegel einiger Personalia. Wenn man durch ist, gibt’s den neusten Video von Kanadas schwulem Countrysänger Drake Jensen „When It Hurts Like That“ – beginnen müssen wir aber wieder einmal mit einer traurigen Nachricht …

In Memoriam: Jadin Bell aus La Grande im US-Bundesstaat Oregon hat sich nach dem Mobbing seiner Mitschüler, die ihn zum Schwulen machten und damit – in deren asozialer Brutalität – zum Freiwild, das Leben genommen. er war 15 Jahre alt. In einem Bericht auf „Komo“ sagt ein Verwandter: „He was different, and they tend to pick on the different ones.“ (Er war anders, und sie picken sich immer die heraus, die anders sind.“ (via „KomoNews“)

Der Bundestag hat das Personenstandsrecht geändert: Künftig ist es möglich, bei intersexuellen Kindern auf eine Nennung des Geschlechts im Geburtsregister zu verzichten. (via Volker Beck)

Matthias Gothe von QueerWeg, Jenas schwul-lesbischem Verein, zeigt sich erfreut über die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle in Thüringen.

Diese Woche haben wir auf S.i.e.g.T. berichtet über Rosa von Praunheim, Marc Boettcher, Catherine Ashton, Guido Westerwelle und den CSD Nord.

Markus Danuser ist nicht mehr im Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulen-Tages (KluST)!!!  Nun muss ein neues Team (Ina Wolf, Jörg Kalitowitsch, Linda Katharina Kramer, Pascal Siemens, Daniela Vogt) den CSD 2013 stemmen – und danach vielleicht mal die „Kölner Charta“ annullieren.

Ole von Beust, Ex-Bürgermeister Hamburgs, im „Zeit“-Interview: „Ich glaube nicht, dass die CDU einen schwulen Präsidenten oder Bundeskanzler akzeptieren würde. Die Sorge vor der Reaktion der eigenen Kern-Klientel und vor dem Verlust von Stammwählern ist dabei – wie ich meine, unberechtigt – groß.“

A propos „Zeit“: Dort berichtet Sebastian Kempkens über „Männer-Prostitution: Alles außer küssen“.

Norbert Blech, Redakteur „queer.de“, macht auf eine Hetz-Artikel von „Russland heute“ aufmerksam – das Magazin erscheint einmal monatlich auch in der „SZ“.

Axel Schock, Journalist, macht sich in seinem Text „Akzeptanz ist keine Einbahnstraße“ Gedanken über die unverhohlene Diskriminierung in schwulen Kontaktportalen: „Fehlt Schwulen also einfach die gute Kinderstube? Oder hat das böse Internet unsere Sitten so sehr verrohen lassen?“

Tilman Krause, Literaturkritiker der „Welt“, darf sich mittlerweile ganz schön viel trauen in seinem redaktionellen Umfeld: Getarnt als Kommentar zur Sexismus-Debatte ist es vielleicht auch eine Selbstbeschreibung: „Allein unter lustfeindlichen Heteros“.

Die Reihen dicht geschlossen sind wieder bei den Schwulen in der Union: Motzer Ronny Pohle kam einem Rauswurf zuvor, kehrt LSU und CDU den Rücken und beglückt fortan die Sozis.

Kathleen Wynne, Politikerin der kanadischen Ontario Liberal Party, ist Ontarios neue Premierministerin – und damit Kanadas erste lesbische Premierministerin.

Barbra Streisand, Diva, hat die Ankündigung, seit 36 Jahren wieder bei der Oscar-Zeremonie singen zu wollen, meines Wissens bislang noch nicht widerrufen.

Paul Biya, Präsident Kameruns, gibt sich hoffnungsvoll, dass sich die Haltung gegenüber Homosexualität in seinem Land zu ändern beginnt.

Die San Francisco 49ern bekamen viel Beifall, als sie ein „It gets better“-Video veröffentlichten. Jetzt wollen zwei NFL-Spieler nicht dabei gewesen sein. (via „Queerty“)

Der Regisseur Micah Fink sucht via Kickstarter nach Finanzierung seines Filmes „An Abominable Crime“ über Schwule und Lesben in Jamaica.

Sexy im Holocaus-Mahnmal: In Deutschland gab es diese Debatte schon mal vor Jahren, jetzt hat sie die Grindr-Gemeinde erreicht. Das Date-App bittet, nicht mit Fotos, die im Stelenfeld in Berlin aufgenommen wurden, den Partner fürs Leben oder für die Nacht finden zu wollen.

Und wenn’s so oder so nicht ganz geklappt hat, dann kann man sich ja in die Wohnung verziehen und allerbesten Country-Männer-Herzschmerz von Drake Jensen hören (Link zu YouTube) …

Videolink_DrakeJensen

1 Response to “Personalia der Woche: Wer anders war und wer seiner Partei nicht traut”


  1. 1 Sarajlić Februar 3, 2013 um 7:13 pm

    Sie „picken“ sich nicht andere heraus, sondern hänseln sie, mobben sie, machen sie fertig…


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