In letzter Minute knappste Mehrheit für Rot-Grün! Landtagswahl in Niedersachsen

Niedersachsen So knapp ging es schon lange nicht mehr zu bei einer Wahl in Deutschland. Nachdem zunächst eine knappe Mehrheit der bisher regierenden CDU-FDP-Koalition vermutet wurde, ergab sich im Laufe des Wahlabends ein Patt und schließlich ein Vorsprung von genau 1 Sitz für ein Bündnis von SPD und Grünen. Damit könnte SPD-Kandidat Stephan Weil den bisherigen CDU-Amtsinhaber David McAllister als Ministerpräsident von Niedersachsen ablösen. Dessen Partei bleibt trotz Verlusten mit 36% stärkste Partei vor der SPD mit 32,6%. Entgegen aller Umfragen im Vorfeld schaffte die FDP mit 9,9% sicher den Einzug in den Landtag – und profitierte dabei von Zweitstimmen der CDU-Wählern. Die Grünen legten fast 6% zu und erreichten 13,7%. Die Partei Die Linke wird nicht mehr im Landtag vertreten sein, die Piraten verfehlten die 5%-Hürde klar.
Mit zwei Überhangsmandaten wird der neue niedersächische Landtag 137 Sitze haben. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhält die CDU 54, die SPD 49, die Grünen 20 und die FDP 14 Sitze.
Kommt es zu der erwarteten rot-grünen Koalition, wird sich hoffentlich nicht nur auf Landesebene eine Verbesserung für Schwule und Lesben ergeben – im Wahlkampf haben sich beide Parteien für die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe sowie besseren Schutz vor Diskriminierung ausgesprochen. Die Wahl in Niedersachsen würde dann auch die Kräfteverhältnisse im Bundesrat zugunsten einer rot-grünen Mehrheit verändern.


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