Doku, Drehbuch, Produzent – Die „schwulen“ Oscar-Nominierungen

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Die amerikanische Film-Akademie hat die Nominierungen für den weltweit wichtigsten Filmpreis, den Oscar, bekanntgegeben. Aus schwuler Sicht sind uns die folgenden Namen und Filme aufgefallen:

Die Tragikomödie „Silver Linings Playbook“ kann sich Hoffnung auf den Preis in der Kategorie Bester Film machen – und damit Bruce Cohen. Er ist einer der drei Produzenten des Films. Der schwule LGBT-Aktivist hat u.a. Filme wie „American Beauty“ oder „Milk“ produziert.

In der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch nominiert ist Tony Kushner für den Film „Lincoln“ von Regisseur Steven Spielberg, mit gleich 12 Nominierungen der Favorit der Oscar-Nacht. Am bekanntesten ist der schwule Autor Tony Kushner für sein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Theaterstück „Angels in America“.

Der Dokumentarfilm „How to Survive a Plague“ ist in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für einen Oscar nominiert worden. Der Film beschreibt den Kampf von ACT UP, der Aids Coalition to Unleash Power, gegen die Folgen der Aids-Epidemie. Der Regisseur David France sagte über seinen Dokumentarfilm, er sehe ihn weniger als Dokumentation über Aids, denn als Tribut an die Männer der schwulen Community, die in der Krise gekämpft haben. Er erzähle eine „amerikanische Geschichte“, wie Menschen ohne Rechte ohne es gelernt zu haben, ohne politischen Einfluss und, zu Beginn, ohne Verbündete sich entschlossen, etwas Großes zu tun. (Trailer via YouTube)

Nachtrag, 11.1.: Für den Oscar zum Besten Animationsfilm ist auch „Paranorman“ nominiert, der immerhin mit Mitch Downe einen schwulen Charakter hat.

Erwähnenswert allemal einige der bekanntesten Unterstützer gleicher Rechte von Schwulen und Lesben: Ang Lee – der 2006 als Regisseur von „Brokeback Montain“ ausgezeichnet wurde, ist dieses Jahr für die Regie im Film „Life of Pi“ nominiert / Philip Seymour Hoffman – ebenfalls Oscar-prämiert für die Rolle des schwulen Schriftstellers Truman Capote in „Capote“, ist für Beste Nebenrolle in „The Master“ nominiert / Hugh Jackmann – tapferer Streiter für die Homo-Ehe in den USA und Australien und stets souverän im Umgang mit den Gerüchten, er sei schwul (obgleich mit einer Frau verheiratet), erhielt 2004 den Tony für seine Broadway-Rolle des schwulen Entertainers im Musical „The Boys from Oz“. Er ist als Bester Darsteller in „Les Miserables“ nominiert. / Sängerin Adele ist – auch wegen ihres sichtbaren Engagements für die LGBT-Community – eine der aktuellen „schwulen Ikonen“. Mit dem Song zum James Bond „Skyfall“ kann sie auf den Oscar in der Kategorie Bester Song hoffen.


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