Urteil im Mordfall Jonathan H.

Bei einer Rückschau auf Themen, über die ich 2012 im Blog berichtet/geschrieben habe, stieß ich auf den Mordfall an dem 23-jährigen Jonathan H. aus Leipzig. Im November 2011 waren Leichenteile im Elsterbecken gefunden worden. Medien, allen voran die „Bild“, hatten aus Jonathans Vorliebe für Cosplay, dem Nachstellen von (Manga-)Comic-Figuren, Titel wie „Die bizarre Welt des Joanathan H.“ konstruiert und ihn als Transvestiten dämonisiert. (siehe u.a. S.i.e.g.T.-Bericht vom 5.12.2011 und 8.12.2011) Mittlerweile wurde der Mörder gefasst und diesen Monat wurde das Urteil gesprochen (soweit ich sehe, von LGBT-Medien unbeachtet) – und es ist mir wichtig, dass es auf meinem Blog notiert ist:

Das Landgericht Leipzig hat am 13. Dezember 2012 den 24-jährigen Benjamin H. wegen Mordes an Jonathan H. zu 14 Jahren Haft verurteilt. Zudem ordneten die Richter die Einweisung in eine Psychiatrie an. Gutachten hatten eine schwere „schizoide Persönlichkeitsstörung“ des Täters attestiert. Auf „Stern.de“ wird der Vorsitzende Richter mit der Aussage zitiert, Benjamin H. habe „aus Mordlust gehandelt. Sein Ziel lag allein darin, einen Menschen zu töten“.
Sein Mordopfer hatte der Täter zerstückelt – bis heute ist der Kopf der Leiche nicht gefunden worden. Der Richter appellierte an den Mörder, das Versteck preiszugeben, um dem Opfer „wenigstens im Tod einen Teil seiner Würde zurückzugeben“.

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