HIV-Infektionen in Deutschland 2012

Kurz vor dem Welt-Aids-Tag hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seine Schätzung der Zahl von HIV-Infektionen in Deutschland im Jahr 2012 veröffentlicht. Danach leben in Deutschland 78.000 Menschen mit einer HIV-Infektion. Davon sind ca. 63.000 Männer, 15.000 Frauen und 200 Kinder. Innerhalb der Männer sind Schwule und bisexuelle Männer mit 51.000 nach wie vor die größte Gruppe. Über Drogengebrauch haben sich nach der Schätzung 8.400 der hier lebenden Menschen mit HIV infiziert, eta 450 über Bluttransfusion.
550 Menschen starben 2012 an den Folgen der Imunnschwächeerkrankung, das entspricht der Zahl des Vorjahres. Seit Ausbruch der Epidemie beläuft sich die Zahl der Toten auf 27.000.
3.400 Neuinfektionen in 2012 bedeuten einen leichten Anstieg gegenüber 2011 mit 3.300 Neuinfektionen. Dieser leichte Anstieg ist auch für die Gruppe der schwulen/bisexuellen Männer zu verzeichnen. „Der leichte Anstieg seit 2011 hängt wahrscheinlich mit dem erneuten deutlichen Anstieg der Syphiliszahlen seit Anfang 2010 zusammen. Eine schnelle Diagnose und Behandlung von Syphilis und anderen sexuell übertragbaren Infektionen kann daher dem Anstieg der HIV-Neuinfektionen entgegenwirken“, ist dazu in der Pressemeldung des RKI zu lesen.
Insgesamt wird die Zahl der Menschen mit HIV weiter steigen, was daran liegt, dass durch die wirksamen Therapien die Zahl der Todesfälle geringer ist als die Zahl der Neuinfektionen. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass mittlerweile etwa 50.000 Menschen in Deutschland eine HIV-Therapie erhalten. Von weiteren 28.000 Infizierten sollen etwa 14.000 Betroffene noch nichts von ihrer Infektion wissen.
Links: Zur Situation in Deutschland: Epidemiologischen Bulletin 47/2012 des RKI (PDF) / Zur Situation weltweit: UNAIDS-Jahresbericht 2012 (S.i.e.g.T.-Bericht vom 20.11.12)

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