UNAIDS-Jahresbericht 2012 veröffentlicht

UNAIDS, das Aids-Programm der Vereinten Nationen, hat heute seinen jährlichen Bericht veröffentlicht: Danach wird die Zahl der Menschen, die 2011 mit dem HI-Virus lebten, auf rund 34 Millionen weltweit geschätzt. Etwa 2,5 Millionen haben sich neu infiziert, fast so viele wie 2010 (2,6 Mio.), etwa 1,7 Millionen starben an den Folgen der Infektion. Damit ist die Zahl der Toten rückläufig.
Afrika bleibt der am stärksten von der Immunschwächekrankheit betroffene Kontinent. Die in der Subsahara-Region Betroffenen machen 69% der weltweiten Zahl aus, 1,2 Millionen sind dort im letzten Jahr an den Folgen von HIV/Aids gestorben. Zugleich sind in einigen afrikanischen Ländern die Neuinfektionen seit 2001 signifikant zurückgegangen: Um 73% in Malawi, 71% in Botswana, 68% in Namibia, 58% in Zambia, 50% in Zimbabwe sowie um 41% in Südafrika und Swaziland.
Neben Afrika zählen die Karibik, Osteuropa und Zentralasien zu den am stärksten betroffenen Regionen.
Für Osteuropa und Zentralasien verzeichnet der Bericht 1,4 Millionen Betroffene, für West-/Zentraleuropa 900.000, für Nordamerika 1,4 Millionen, für gesamt Asien 5 Millionen.
In den letzten beiden Jahren erhielten 63% mehr Menschen antiretrovirale Therapien. Hoch bleibt die Zahl der Menschen, die weltweit keinen Zugang zu medizinischer Behandlung haben,  dennoch. Ihre Zahl wird vom UNAIDS-Bericht mit 6,8 Millionen angegeben.
Der Bericht spricht bereits davon, dass mit den „historischen Erfolgen“ das Fundament für ein „mögliches Ende von Aids“ gelegt seien. Dies sei „keine bloße Vision“ mehr. Doch alle Programme zur Bekämpfung von Aids müssten intensiviert werden.
Quellen für die von mir zitierten Zahlen: UNAIDS-Bericht 2011 (PDF; englisch) / Pressemeldung UNAIDS (englisch) / AFP-Bericht (deutsch)


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