Mord an schwulem Lehrer: Berliner Polizei sucht Zeugen „Philipp“

Der 62-jährige ehemalige Lehrer Manfred Kindel wurde Ende März diesen Jahres in seiner Wohnung im Berliner Bezirk Charlottenburg erstochen. Erst Wochen nach der Tat wurde veröffentlicht, dass Kindel homosexuell war. Nach einem halben Jahr war dies nun Thema in einer Sendung von „Aktenzeichen XY“. Nun sucht die Berliner Polizei mit einem Foto nach einem möglichen Zeugen „Philipp“ (Foto),  Aktualisierung 2.11.12: Zeuge wurde ermittelt! Das hier veröffentlichte Foto habe ich darum entfernt! Der Zeuge soll – so die offizielle Polizeimeldung – „seit dem Jahr 2007 in unregelmäßigen Abständen Kontakt zum Opfer hatte“. Zuletzt sollen „Philipp“ und Manfred Kindel sich am 31. Januar 2012 getroffen habem. Weil er das Mordopfer gut gekannt habe, sei „Philipp“ ein „wichtiger Zeuge“. Schon länger hat die Polizei Fotos eines Tatverdächtigen veröffentlicht, der mit einer EC-Karte, die Manfred Kindel gehörte, noch am Tattag Geld abgehoben hatte. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes führen, eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
Nachfolgend die Fahndung der Berliner Polizei, die das Wort homosexuell vermeidet …

Pressemeldung der Berliner Polizei, 1.11.2012:

Mordfall Kindel – Tatverdächtiger beim Geldabheben fotografiert und Zeuge gesucht / Tatzeit: 23. März 2012 – Tatort: Klausenerplatz (Charlottenburg-Wilmersdorf)

„Mit der Veröffentlichung von Bildern und einem Video aus einer Überwachungskamera hoffen die 3. Mordkommission und die Berliner Staatsanwaltschaft auf wichtige Hinweise zur Aufklärung eines Tötungsverbrechens.
Am Samstag, dem 24. März 2012, war der 62-jährige pensionierte Lehrer Manfred KINDEL getötet in seiner Wohnung am Klausenerplatz aufgefunden worden. Manfred KINDEL wurde in den Nachmittagsstunden des 23. März 2012 getötet.
Bei der Tat wurde u.a. dessen EC-Karte entwendet. Mit dieser hat ein Unbekannter noch am Tattag zwischen 18 Uhr 10 und 18 Uhr 12 versucht, in einer Filiale der Berliner Bank in der Grunewaldstraße 46, 10825 Berlin (Bayerischer Platz), Geld abzuheben.
Das Bild und das Video zeigt den Geldabheber, bei dem es sich auch um den Tatverdächtigen zum Mord handeln dürfte.
Die gesuchte Person ist 20 bis 35 Jahre alt und 1 Meter 70 bis 1 Meter 80 groß, war bekleidet mit dunkler Jacke, dunkler Mütze mit kleinem Schirm und blauer Jeanshose.
Er trug einen dunklen Rucksack der Fa. Nike mit der Aufschrift „JUST DO IT“. Der Mann könnte im Bereich der rechten Hand/Arm verletzt sein.
Ferner ließ der Täter die unten abgebildete blau gestreifte Kapuzenstrickjacke am Tatort zurück.
Mit der Veröffentlichung eines Fotos sucht die Polizei Berlin ebenfalls nach einem möglichen Zeugen.
Bei dem Gesuchten handelt es sich um einen Bekannten des Opfers mit dem Namen „Philipp“, der seit dem Jahr 2007 in unregelmäßigen Abständen Kontakt zum Opfer hatte. Das letzte bekannte Zusammentreffen dürfte am Dienstag, den 31. Januar 2012, stattgefunden haben. „Philip“ dürfte Manfred Kindel gut gekannt haben und ist deshalb ein wichtiger Zeuge.
Das Foto stammt aus dem Jahr 2007. Der Gesuchte ist zur damaligen Zeit etwa 20 Jahre alt gewesen. Er ist zirka 1 Meter 75 groß und von schlanker Gestalt. Er trägt am rechten Oberarm die auf dem Foto abgebildete Tätowierung.

Die Polizei fragt:

  • Wer kann Angaben zu den gesuchten Personen machen?
  • Wer kann Hinweise zur Jacke geben?
  • Wer kannte Manfred KINDEL und kann Angaben zu ihm oder seinem persönlichen Umfeld machen?
  • Wer hat zum Tatzeitpunkt am 23.03.2012 zwischen 14 und 18 Uhr eine auffällige Person in unmittelbarer Nähe des Klausenerplatzes beobachtet? Insbesondere interessieren die Ermittler Hinweise zu einer offensichtlich verletzten Person im Tatortbereich, die sich womöglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Auto entfernte.
  • Wer hat sonstige Beobachtungen gemacht?

Hinweise, auf Wunsch auch vertrauliche, bitte an die 3. Mordkommission, Tel. (030) 4664-911333, oder jede andere Polizeidienststelle.
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat und Festnahme des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von bis zu 5.000 Euro ausgelobt.
Die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.“ (Quelle: Polizei Berlin, 1.11.2012)

Fotos sowie ein Video der Überwachungskamera können auf der Internetseite der Berliner Polizei angesehen werden.

Links: „Gefährliches Geheimnis – Ehemaliger Lehrer erstochen“; Beitrag auf „E110 – Das Sicherheitsportal“ / „Mord an Ex-Lehrer: Polizei sucht Zeugen“; Beitrag auf „Tagesspiegel“

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