Personalia der Woche: Wer Mr Fetish Germany ist und wer echte Kerle fordert

Das war eine Woche, privat wie homo-politisch. Aber auch die Flucht in die Comic-Welt brachte nicht wirklich Abwechslung, denn selbst die schwulen Helden haben es nicht leicht! Nur der Mr Fetish Germany, der schaut scheinbar zufrieden drein …

Claus Wagner, amtierender Mr Leather Hessen 2012, ist nun auch Mr Fetish Germany 2012. (Fotos via Facebook)

Ein 26-jähriger Autofahrer aus Berlin hat einen Ordnungsbeamten angezeigt – der hatte ihn wegen Falschparkens aufgeschrieben. Bei einem anschließenden Gespräch habe der Beamte den Mann homophob beleidigt. (Meldung # 3283; Berliner Polizei)

Alexander Vogt, Bundesvorsitzender der Schwulen in der Union (LSU), zeigte sich enttäuscht über die erneute Weigerung Angela Merkels, selbst die Initiative zur steuerlichen Gleichstellung homosexuelle Paare zu ergreifen. „Die Kanzlerin verspielt gerade viele Sympathien innerhalb der Reihen konservativer Lesben und Schwulen.“

Alexander Vogt zeigte sich dagegen erfreut, dass die Junge Union sich auf ihrem Deutschlandtag (mit Hängen und Würgen, Anm. RH) dazu durchringen konnte, kein generelles Verbot der Adoption durch homosexuelle Paare zu beschließen. Das Kindeswohl solle jetzt alleiniges Kriterium für eine mögliche Adoption sein.

Ansgar Dittmar, 41-jähriger Schwusos-Chef, bleibt auch nach der Bundeskonferenz der Schwulen und Lesben in der SPD Chef derselben.

Ines Pohl, „taz“-Chefin, kommentiert die Bundesrats-Forderung nach Rehabilitierung der nach 1945 verfolgten Homosexuellen.

Manfred Bruns, Ex-Bundesanwalt, heute beim LSVD, dazu im Interview mit der „taz“: „Wir wissen sehr wenig über die Betroffenen. Kaum jemand, der damals wegen Unzucht verurteilt wurde, geht heute an die Öffentlichkeit. Die Männer waren es gewohnt, Versteck zu spielen, und können das bis heute nicht ablegen.“

Martin Reichert, „taz“-Journalist, hat ein neues Buch – „Vertragt euch!“ – und eine Buchpremiere in Berlin am 18.10. um 20 Uhr im Heimathafen Neukölln.
Jan Feddersen, „taz“-Journalist, schreibt in der „Jungle World“ und fordert „echte Kerle“Bei Jan Feddersen könnte man jetzt vermuten, dass er mal wieder zum Rundumschlag gegen die letzten Schwuchteln dieser Welt ausholt – aber es ist ja gerade kein ESC und so geht es um ein unglaubliches, nie gehörtes Tabu-Thema: Homos im Fußball!
Martin Munz, Vorstand des BLSJ (Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen) moderiert am 9. November 2012 in München eine Podiumsdiskussion (im Rahmen der Fachkonferenz des Vereins Netzwerk Recherche) zum Thema „Warum Lesben und Schwule im Lokalen kaum vorkommen“. Details hier!
Gustav Peter Wöhler, Schauspieler und Musiker, übernimmt die Hauptrolle in „Der kleine König Dezember“ – die Rolle hätte Dirk Bach spielen sollen.
David Berger, Theologe, koordiniert die vom Bruno-Gmünder-Verlag finanzierte Kopfgeld-Jagd nach den Hintermännern des Hetzportals „kreuz.net“. Norbert Blech hat es für „queer.de“ auf sich genommen, nachzufragen.
Ralph Hoffmann, Sprecher von GrünAndersrum, kritisiert den Beschluss der bayerischen Grünen, das Ehegattensplitting nicht auf homosexuelle Paare auszudehnen.
Karl Radmiller, Münchner Rentner, wurde im Oktober 2011 ermordet. Durch eine „Aktenzeichen YX“-Sendung erhielt die Polizei neue Hinweise.
Sergej Ilupin, russsischer LGBT-Aktivist, über den Übergriff von Skinheads auf eine Coming-out-Day im Moskauer Nachtclub7FreeDays: „Zwanzig Dreckskerle in Masken traten Frauen mit den Füßen die Köpfe ein.“
Andrew Sullivan, Kolumnist „The Daily Dish“, war niedergeschmettert von Obamas schlechtem Abschneiden bei der ersten TV-Debatte zur Wahl des US-Präsidenten.
Comic-Homos
Alan Scott, Green Lantern der DC-Serie „Earth 2“, ist, das wissen wir seit Heft 2, schwul. Damit ihm nicht zu wohl wird, haben die Autoren seinen Freund auch gleich via Bombenanschlag „entsorgt“. Aber, oh oh, das böse Graue, das die Welt bedroht, macht Alan Scott einen dubiosen Vorschlag: Er erhält seinen toten Freund zurück, wenn er sich – Har Har – auf die dunkle Seite der Macht begibt. Soweit der Cliffhanger (Foto) des aktuellen Heft 5.
UnterstützerInnen
Dilek Kolat, Berlins Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration, unterstützt die Forderung nach Rehabilitierung der nach 1945 verfolgten Homosexuellen. „Es gibt Menschen in Deutschland, die aufgrund des Paragrafen 175 dann ab 1945 verurteilt worden sind. Für diese Menschen gibt es weder eine Rehabilitierung, noch eine Entschädigung, und deswegen ist es jetzt wirklich sehr dringend und drängt die Zeit, jetzt auch für diese Menschen zu handeln.“
Peaches Geldof, Model und Tochter von Musiker Bob Geldof, unterstützt die britische Kampagne  für eine Homo-Ehe.
Michael Bloomberg, Bürgermeister von NY, unterstützt die Marriage Equality Kampagne zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare von Maryland mit 250.000 US-Dollar.
Harris Savides, Kameramann in Filmen wie „Milk“ oder „Elephant“ des schwulen Regisseurs Gus van Sant, ist im Alter von 55 Jahren an einem Hirntumor gestorben.
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