Personalia der Woche: Wer es gern mit Mick Jagger gemacht hätte und wer über gays and lesbians in lederhosen spricht

Mann muss ja nicht gleich schwul werden, nur weil Mann mal … Eine Musiker-Legende hat sich jetzt an seine wilden Tage erinnert und erhält für sein phänomenales Bekenntnis (!), auch wenn es vierzig Jahre zu spät kommt, eine Erwähnung gleich zu Beginn der Personalia in der Kategorie „Ganz nah dran“ …

Pete Townshend, Sänger der Who, bewirbt seine Autobiografie mit der Enthüllung, dass er Mick Jagger von den Rolling Stones gern gefickt hätte. Jagger sei der einzige Mann, der ihn in Versuchung gebracht hätte, schwul zu werden. Wir hatten immer schon den Eindruck, dass Mick Jagger nicht das ideale Rollenmodell für die Homosexualisierung der Welt ist!

Jetzt zu denen, bei denen das Schwulwerden (vermutlich auch ohne Mick Jagger) erfolgreich war:

Klaus Wowereit, Nicht-Regierender Bürgermeister Berlins, hat die Bedrohung von Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, auf offener Straße in Berlin verurteilt: „Drohungen auf offener Straße gegen jüdische Bürgerinnen und Bürger sind unerträglich und absolut nicht akzeptabel.“

Klaus Wowereit hat natürlich auch was zu Peer Steinbrück, dem designierten SPD-Kanzlerkandidaten, gesagt: Dieser verkörpere „mit seinem finanzpolitischen Sachverstand die richtige Alternative zur Kanzlerin und ihrer Politik“.

Thomas Niederbühl, für die Rosa Liste im Münchner Stadtrat, wird von der „Minnesota Post“ zur Sichtbarkeit von Schwulen und Lesben auf dem Oktoberfest zitiert: „No one would want to see Oktoberfest become officially political, but just the fact that gays and lesbians can go there in lederhosen, can hold hands and kiss, does have political meaning.“

Alexander Vogt, Bundesvorsitzender des LSU (Lesben und Schwule in der Union), hat in einer Pressemitteilung den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Freizügigkeit innerhalb der EU begrüßt, nach dem gleichgeschlechtliche Lebenspartner von Unionsbürgern heterosexuellen Ehepartnern beim Recht auf Einreise und Aufenthalt gleichgestellt werden sollen.

Thomas Rath, Juror bei einer TV-Show, in der weibliches Material für die Verwertung in der Werbeindustrie gesucht wird, findet, dass „Homosexuelle nicht Gott spielen“ und Kinder besser bei Mutter und Vater und „nicht mit zwei Männern“ aufwachsen sollten. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, habe ich nicht kapiert. Letzte Woche hat Rupert Everett ähnlich dubioses Zeug abgesondert.

Vincent Gehrke, Fotograf und Fußball-Fan, darf für den „Berliner Kurier“ mal so drauflosquatschen: „Zurzeit könnte ich eine komplette Elf aufzählen mit Spielern aus der Bundesliga und sogar zwei aktuelle Nationalspieler, die schwul sind. Die Dunkelziffer ist natürlich viel höher.“ Bitte, bitte, liebe schwule Profi-Fußballer. Niemals aus dem Schrank kommen. Wir würden all das dumme Geraune von irgendwem über irgendwas echt vermissen. Der „Stern“ hat derweil was zum Thema Schwule im amerikanischen Football.

Tim Cook, Apple-Chef, entschuldigt sich für das Desaster mit den Apple Mapps – und empfiehlt die Konkurrenz.

Morrisey, Sänger, leistete erste Hilfe, als eine ältere Frau (!) in einem New Yorker Buchladen einen Schwächeanfall erlitt. Sehr schön die Formulierung von „queerty“ von der „inneren Florence Nightingale“ Morriseys.

Liberace, Entertainer, starb 1987. Jetzt wird sein Leben mit Michael Douglas in der Hauptrolle verfilmt. „Vanity Fair“ hat ein erstes Foto mit Douglas und Matt Damon als Liberaces Chauffeur.

Der Gay Men’s Chorus von Los Angeles wird sein Musical „It get’s better“ am 19. Oktober in der Universität von Iowa uraufführen. Nachfolgend Trailer zum Beginn der Produktion – aus dem auch das obige Still entnommen ist – via YouTube …


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