Gore Vidal gestorben

Der Schriftsteller und politische Essayist/Aktivist Gore Vidal ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren bei Los Angeles an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Sein 1948 erschienener Roman „The City and the Pillar“ (Dt. „Geschlossener Kreis“) gilt mit seiner homosexuellen Hauptfigur Jim Willard als erster ‚offen schwuler‘ Roman nach dem Zweiten Weltkrieg. Vorlage war Jimmy Trimble – Vidals Mitschüler und erste große Liebe  an der St. Alban’s School for Boys in Washington seine große Liebe. Trimble starb mit 19 Jahren 1945 im Krieg. Partner Vidals für mehr als 50 Jahre war Howard Austen, mit ihm lebte er seit 1972 in Italien. Bedingung für die Beziehung war aber, nach Aussagen Vidals, „Kein Sex!“. Austen starb 2003.
Vidal hatte auch Beziehungen zu Frauen. Er sah Bisexualität als grundlegend an, Menschen seien für sexuelle Reize sowohl des eigenen wie des anderen Geschlechts empfänglich, Homosexualität darum natürlich wie Heterosexualität – es sei eine Frage, was die Gesellschaft dulde und was nicht.
Veröffentlicht: 1.8.2012; 8:45 Uhr / Quellen u.a. Wikipedia (englischsprachige Version!) und Eintrag zu Gore Vidal in Axel Schocks „OUT! 800 berühmte Lesben, Schwule und Bisexuelle“ (Querverlag)

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